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Comic-Besprechung - Die Eisendivisionen 1: Das rote Kommando

Geschichten:
Die Eisendivisionen 1: Das rote Kommando
Autor: Jean-Luc Sala, Zeichner / Colorist: Ronan Toulhoat


Story:
1946. Der Zweite Weltkrieg verwüstet immer noch Europa. Den Nazis gelang es mit einer rechtzeitig fertiggestellten Wunderwaffe in der Ardennen-Offensive die amerikanischen Truppen zurückzuschlagen. Verzweifelt und auf verlorenem Posten leistet die Sowjetunion noch Widerstand. Mit der Bildung einer Sondereinheit hoffen die Sowjets einem ungeheuren Panzer der Deutschen entgegen treten zu können.


Meinung:
Alternativweltszenarien haben immer etwas Faszinierendes. Seit Beginn der Geschichtsschreibung ist es auch für Historiker immer ein verlockender Gedanke durchzuspielen was wohl geschehen wäre, wenn manche Schlüsselmomente der Geschichte nicht stattgefunden hätten. Wie sähe Europa ohne Napoleon aus? Was wäre, wenn Kolumbus an Amerika vorbeigesegelt wäre? Was, wenn Hitler nie an die Macht gekommen wäre? Spannende Fragen deren sich aber die Forschung widersetzt, da eine solche Spekulation der wissenschaftlichen Methodik widerspricht.

Kein Wunder also, dass diese alternativen Versionen der Weltgeschichte schon lange ein gängiger Anlaufpunkt für die Popkultur ist. Gerade in den letzten Jahren boomt dieses Genre in Frankreich, was man nicht zuletzt anhand der neuen Serie Tag X beobachten kann. In den Comics gibt es diese Alternativen zu bekannten Szenarien viel im Bereich der Superhelden. Was wäre etwa gewesen, wenn Superman in der UdSSR aufgewachsen wäre statt in den USA? Siehe den Band Genosse Superman. Gerade in letzter Zeit gibt es viele derart gelagerte Geschichten besonders viel in Hinsicht des Zweiten Weltkrieges. Gerade der Zeichner Ronan Toulhoat ist hier sehr rege und hat sich hier mit dem Autoren Jean-Luc Sala zusammengetan, der schon Action im Weltkrieg (Spynest) und Agentenabenteuer (Cross Fire) gekonnt in Szene setzen konnte. Deren gemeinsame, neue, Serie Die Eisendivisionen schlägt da also gleich doppelt in die Bresche. Zum einen wird hier natürlich wieder ein Alternativweltszenario entworfen. Danach haben die Nazis eine Wunderwaffe entwickeln können und die Ardennenoffensive verlief in dieser alternativen Geschichte erfolgreich. So herrscht im Jahre 1946 immer noch Krieg und Hitler ist noch am Leben. Das ist schon ein interessanter Gedanke, wie die Geschichte unterschiedlich ausgegangen wäre, doch leider ist das hier nicht das prägende Thema. Nur im Innencover gibt es anhand fingierter Akten einen Einblick in dieses spannende Feld, während in der Comicerzählung an sich das nur nebenbei mal vorkommt.

Zum anderen wird hier nämlich eine reine Actiongeschichte erzählt, die darunter leidet, worunter auch viele Kriegsfilme leiden. Man vernachlässigt die Charaktere und zeichnet sie nur äußerst rudimentär und versteift sich auf die Action die dann alles ertränkt. So ist hier alles auch nur oberflächlich und sehr nett. Ja, man fühlt sich angesichts der Action unterhalten, hat aber alles so ähnlich schon viele Male gesehen und gelesen. Etwas Neues kommt nicht vor und die gute Grundidee dient einzig und allein als Kulisse für die dürftige Handlung. Zudem wird die Action manchmal etwas unübersichtlich und man fragt sich, wer denn nun was gerade tut. Alles ist ein lautes Nichts und damit Eskapismus pur. Ganz nett.


Fazit:
Schade, dass aus der faszinierenden Grundidee leider nichts weiter gemacht wird, sondern die alternative Version der Geschichte nur als Kulisse dient. Die eigentliche Story ertrinkt in der Action und ist nichts weiter als ein lautes Nichts.

Die Eisendivisionen 1: Das rote Kommando - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Eisendivisionen 1: Das rote Kommando

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Bunte Dimensionen

Preis:
€ 14

ISBN 10:
3944446364

ISBN 13:
978-3944446363

48 Seiten

Die Eisendivisionen 1: Das rote Kommando bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Action
  • Grundidee
Negativ aufgefallen
  • aus der Grundidee wird zu wenig gemacht
  • alles ertrinkt in unübersichtlicher Action
  • platte Story
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Rezension vom: 18.07.2016
Kategorie: Alben
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