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Comic-Besprechung - The Mastermind Files 04

Geschichten:
The Mastermind Files 04
Story: Kazuo Gomie, Art: Yoshiki Tanaka, Szenario: Mitsuhiro Mizuno, Chikara Tatsuta, Übersetzung: Burkhard Höfler

Story:

Neue Fälle warten auf das Genie Kei. Mal muss das Rätsel eines Geistes lösen, der Herzen stiehlt. Dann geht es um Psychokinese, die für Morde genutzt werden. Und ein anderes Mal verhungert ein Milliardär innerhalb kürzester Zeit.



Meinung:

Wie bereits in der Rezension zu Band 3 von "The Mastermind Files" gesagt, ist das Lesen dieser Reihe eine Art Guilty Pleasure. Man weiß um die Schwächen, kann sie nicht ignorieren und kann trotzdem die Serie genießen. Und das ist auch im vierten Band der Fall, der wie üblich von Kazuo Gomi geschrieben wurde und von Yoshiki Tanaka gezeichnet worden ist. Das Szenario stammt von Mitsuhior Mizuno und Chikara Tatsuta.

Dabei ist gleich die erste Geschichte eine, die für die schlimmsten Seiten der Reihe steht. Kei muss in einem außergewöhnlichen Mordfall ermitteln. Ein Professor wird umgebracht und seine Begleitung meint, dass ein Geist ihm sein Herz gestohlen habe. Doch ist dem wirklich der Fall? Das Supergenie hat so seine Zweifel.

Wieso ist diese Story so schlimm. Weil das Kreativteam erneut die Elemente verwendet, die die Serie manchmal so unangenehm zu lesen macht. Die Auflösung des Falls ist wieder stark konstruiert und Kei zaubert genau dann, wenn es notwendig ist, eine neue Fähigkeit aus dem Hut. Und das ist einfach nur schlechtes Storytelling. Man hat den Eindruck, dass das Kreativteam Eckpunkte hatte und auf normalen Weg nicht diese erreichen kann. Weshalb sie dann eben mal zum wiederholten Male dieses Deus Ex Machina-Element hervorzaubern.

Das Problem daran ist ja auch, dass es die Story herunterzieht. Die hat durchaus ihre spannenden Elemente. Und ebenso kann die Charakterisierung überzeugen. Aber unterm Strich ist das eben nicht ausreichend.

Interessant ist, dass Yohsiki Tanaka noch mehr als sonst in dieser Geschichte seine Vergangenheit als Ecchi-Künstler hervorkehrt. Er überschreitet zwar keine Grenze, aber seine Frauen haben einen gewissen Vorderbau, den er, da die Story im Regen spielt, entsprechend zur Geltung bringen kann.

Das genaue Gegenteil ist die zweite Geschichte, "Wirkungsvolle Mordabsichten". Die Erzählung wirkt persönlicher, überzeugender. In dieser bittet Hiroshi Suzumori den MysFo-Club um Hilfe. Denn ein guter Freund von ihm wurde beschuldigt, seine Ehefrau via Psychokinese umzubringen. Was ist daran wahr? Kei soll es für ihn herausfinden.

Wieso ist diese Geschichte denn so gut? Es liegt daran, dass mit Hiroshi Suzumori eine Person charakterisiert wird, die bislang mehr als Comedy Relief diente. Wann immer es galt, eine Erzählung aufzuhellen waren er oder Kinoshita die dafür Verantwortlichen, neben ihrer Funktion als Stichwortgeber. Dieses Mal allerdings ist dem nicht der Fall. Er erhält mehr Profil, er erhält ein Leben!

Ebenso entwickelt sich die Story unvorhersehbar. Man weiß nicht, was als Nächstes geschieht. Und die besonderen Fähigkeiten von Kei werden in diesem Fall ebenfalls angenehm in dem Hintergrund gehalten. Ja, man kann auch es so interpretieren, dass er diese überhaupt nicht einsetzt. Es ist sein Intellekt und seine Beobachtungsgabe, die ihm dabei hilft, diesen Fall zu lösen! Und so etwas würde man sich öfters wünschen. Denn dann macht "The Mastermind Files" richtig Spaß.

Über "Hungertod" eines Milliardärs lässt sich nicht viel sagen. Man wird im nächsten Teil sehen, wie sich diese Story weiter fortentwickeln wird.

Interessant ist, wie die Zeichnungen von Yoshiki Tanaka weiterentwickeln. Besonders bei Kinoshita kann man beobachten, wie er bei diesem Charaktere ihre Züge immer weicher zeichnet. Sie wird immer moeblobhafter, wenn man so will. Man wird sehen, was hierbei noch herauskommen wird.

Auf jeden Fall ist auch der vierte Band wieder zum "Reinschauen" empfohlen.



Fazit:

Licht und Schatten herrschen in "The Mastermind Files 04" vor. Denn während die erste Geschichte leider typisch für die schlechten Momente der Serie ist, ist die zweite ein Glanzbeispiel dafür, was möglich ist. In der ersten Story gibt es schon wieder einen Deus Ex Machina Moment, als Kei eine weitere Fähigkeit seines Hirns aus dem Hut zaubert. Ebenso ist der Fall sehr konstruiert. Die zweite ist hingegen besser. Die Fähigkeiten kommen nicht zum Einsatz und stattdessen sieht man, was der Protagonist wirklich kann. Die Story ist spannend und nicht vorhersehbar. Die Illustrationen von Yoshiki Tanaka sind dabei vielfältig geworden. In der ersten Story überwiegt eine gewisse Ecchi-Haftigkeit seiner Zeichnungen, ohne hierbei Grenzen zu überschreiten. Und seine Kinoshita wird im Laufe des Bandes immer moeblobartiger.



The Mastermind Files 04 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Mastermind Files 04

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
9783-7704-8789-9

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zweiter Fall des Bandes
  • Wie die Zeichnungen von Yoshiki Tanaka sich entwickeln
Negativ aufgefallen
  • Erste Story zeigt die schlimssten Seite der Serie
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Rezension vom: 26.05.2016
Kategorie: The Mastermind Files
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