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Comic-Besprechung - Spider-Woman 2: Alles auf Anfang

Geschichten:
Spider-Woman 2: Alles auf Anfang (Spider-Woman 5-10)
Autor: Dennis Hopeless, Zeichner: Javier Rodriguez, Natacha Bustos, Inker: Alvaro Lopez, Colorist: Javier Rodriguez, Muntsa Vicente, Vero Gandini


Story:
Nachdem sie bei den Avengers gekündigt hat, muss Jessica Drew, alias Spider-Woman, erst noch ihren neuen Weg finden. Und das ist so alleine gar nicht so einfach. Schließlich hilft sie dem Reporter Ben Urich dabei vermisste Personen zu suchen. Allen gemeinsam ist, dass sie Familienangehörige von drittklassigen Superschurken sind.


Meinung:
Der erste Band der neuen Soloserie von Spider-Woman stand noch ganz im Schatten des Crossovers Spideyverse. Was vielleicht für die Vorstellung der Heldin etwas ungünstig gewesen ist, denn meist war sie besonders hierzulande nur als Gaststar bekannt. Was nicht ausbleibt. Schließlich war Jessica Drew Agentin von Shield und Mitglied der Avengers. Und in einem Team gehen zwangsläufig manche Charaktere etwas unter. Aber schon der Auftakt der Soloserie konnte überzeugen und war nicht nur actionreich und erotisch, sondern auch sehr lustig.

Nun aber geht die Neuausrichtung, welche sich im Vorgänger andeutete, konsequent weiter. Nicht nur was die Serie an sich betrifft, was schon mit dem Start der Serie an sich sehr deutlich ist, sondern auch das Leben der Heldin wird neu angegangen. Man erinnere sich: Jessica Drew hatte die Nase voll davon immer nur ein Teil von etwas zu sein. Sie fühlte sich immer schon als Anhängsel und verlor zunehmend die Orientierung und hinterfragte ihre Identität. Nun zog sie aufgrund der Erlebnisse des Spideyverse die ihr deutlich machten, das ihre Spinnenkräfte im Grunde nichts Besonderes sind, wenn sie so viele in unterschiedlichen Universen besitzen und auch sie selber ihre Alternativen in anderen Welten besitzt.  Jessica kündigte bei Shield und den Avengers und will sich erstmal finden.

Im Grunde steckt die Heldin also in einer Midlife-Crisis. Jetzt mögen manche besorgt den Kopf schütteln, weil sie befürchten, dass hier das Superheldengenre mit den Desparate Housewives vermischt werden könnte. Aber weit gefehlt. Die größte Stärke dieses Bandes besteht darin, das Spider-Woman nicht weiß was sie mit sich anfangen soll, nun da sie bei den Avengers und bei SHIELD gekündigt hatte. Sie steht vor einem gewollten Neuanfang ohne zu wissen in welche Richtung der gehen soll. Die Suche nach einer Richtung ist etwas, was wohl viele Leser nachvollziehen können. Das hat auch etwas mit einer Identitätsneufindung zu tun. Oder anders gesagt: Jessica Drew steckt in einer Midlife-Krise.

Interessanterweise wird das durch alle anderen auftretenden Figuren noch bestärkt die alle mehr oder weniger in einer ähnlichen Krise stecken.  Der Reporter Ben Urich etwa hadert mit den Entwicklungen des journalistischen Handwerks und sucht seinen Weg. Auch ein Schurke steht hier im Mittelpunkt der ebenfalls sein Leben neu ausrichten will. Dabei begehen die Charaktere auch Fehler was nicht nur für einige Spannung sorgt, sondern auch für einigen Humor der schon fast an die Grenze zur Satire geht und einige wohlbekannte Klischees der Superhelden ad absurdum führt. Das gleitet aber nicht in eine Parodie ab, sondern macht die Heldin und ihr Innenleben sehr viel realistischer da es im Leben ja selten so schwarz und weiß zugeht wie in den Superheldencomics. Auf Action muss man dennoch nicht verzichten. Vor allem ist es spannend zu beobachten wie das Leben von Spider-Woman so verläuft und wird dabei hervorragend zeichnerisch umgesetzt. Handlungsstränge nehmen immer wieder überraschende Wendungen und lösen sich vom klassischen Gut und Böse-Schema.

Stark. Hier sollte man definitiv zugreifen. Der einzige Wermutstropfen ist das Ende welches die soeben so fulminant gestartete Reihe noch schnell in das Event Secret Wars einbettet. Und damit das vorläufige Ende der Soloabenteuer bedeutet.


Fazit:
Stark. Selten sieht man einen Superhelden bei der Selbstfindung. Und noch seltener so spannend und amüsant wie hier. Die Handlungsfäden greifen nahtlos ineinander und verursachen ein einziges Vergnügen.


Spider-Woman 2: Alles auf Anfang - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spider-Woman 2: Alles auf Anfang

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3957986400

ISBN 13:
978-3957986405

140 Seiten

Positiv aufgefallen
  • dicht verwobene Handlungsfäden
  • überraschende Wendungen
  • Action und Witz
  • Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • schon wieder das vorläufige Ende der Serie
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Rezension vom: 06.05.2016
Kategorie: Spider-Man
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