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Comic-Besprechung - Hägar der Schreckliche Gesamtausgabe 26

Geschichten:
Hägar der Schreckliche Gesamtausgabe 26
Autor / Zeichner: Dik Browne


Story:
Als Wikinger hat man es nicht leicht. Nicht nur muss man sich mit den Widrigkeiten der Plünderungen auseinandersetzen, sondern auch mit einer unfähigen Mannschaft und einem schusseligen Stellvertreter. Und wenn Hägar dann zu Hause ausspannen will drohen immer ein Besuch der Schwiegermutter und Gehässigkeiten wegen seines Gewichts.


Meinung:
Es ist immer äußerst bedauerlich wenn ein gelungener und guter Gagstrip eingestellt wird. Was durchaus die unterschiedlichsten Gründe haben kann. Calvin und Hobbes etwa wurden von Bill Watterson nicht mehr geschrieben da ihm nach eigenem Bekunden nichts mehr einfiel und er so lieber die Serie beendete. Charles Schultz hingegen verfügte, dass nach seinem Ableben keine neuen Strips der Peanuts erscheinen sollten. Lange hatte man sich daran gehalten. Mittlerweile gibt es da aber neues Material von neuen Zeichnern und Autoren. Davon mag man halten was man mag. Jedenfalls ist alleine schon diese Kontroverse darüber ein Hinweis darauf, dass die Gefahr droht, dass dem Werk von Schultz Schaden zugefügt wird.

Diese eingestellten Klassiker, die neuen Peanuts zählen jetzt erstmal nicht, geben aber auch einen guten Hinweis: es geht nicht immer weiter. Man kann nicht endlos weitererzählen. Die mittlerweile schon 26. Gesamtausgabe von Hägar dem Schrecklichen, welche die Tagesstrips der Jahrgänge von 2010 bis 2012 beinhalten, gibt dafür ein gutes Beispiel. Thematisch war Hägar allein schon wegen seiner Einordnung in einen historischen Zusammenhang relativ eingeengt. So konnten kleinere Gags zur Tagespolitik nur sehr bedingt untergebracht werden. Zwar legt Hägar natürlich keinen allzu großen Wert darauf, ein historisch akkurater Comic zu sein, aber er ist nun mal starr verortet. So gibt es auch nur einige wenige Themen: das Wikingerdasein inkl. Plündern, Ehe, Essen, Medizin und die Familie auch im weitesten Sinne mit dem Sidekick Sven Glückspilz, dessen Rolle hier in einem Vorwort näher beleuchtet wird. Das ergibt einen hohen Wiedererkennungswert, da vor allem die Fans wissen was sie erwarten dürfen. Nach dem Tode des Schöpfers Dik Browne hat dessen Sohn Chris die Strips übernommen und schon als Kind Gags beigesteuert. Vielleicht ist er sogar zu eng mit Hägar verzahnt, denn es ist nicht zu übersehen, dass hier immer wieder nur Variationen der immer gleichen Themen vorgenommen werden.

Fans dürfte das freuen, aber man hat bei der Lektüre ein permanentes Gefühl des Déjà-Vu. Wer Hägar schon ab und an als Kind oder vor Jahren gelesen hat, schließlich gibt es ihn mittlerweile schon viele, viele Jahre, der hat das Gefühl nichts im Laufe der Zeit verpasst zu haben. Inhaltlich ist alles wie gehabt und es tritt deutlich auf der Stelle wobei manche Gags doch sehr bemüht wirken. Aber natürlich gibt es auch einige Glanzlichter, aber wie oft will man wirklich noch Hägars Fresssucht thematisieren? Ein Thema welches er übrigens mit einem gewissen Kater gemeinsam hat. Auch stilistisch hat sich kaum etwas geändert. An Kleinigkeiten merkt man, dass ein anderer Zeichner als Dik Browne zu Werke ging und manche Details sind sehr unsauber. So rutscht eine hochgezogene Augenbraue gerne mal aus dem Gesicht heraus.

Alles ist gekonnt und routiniert und auch durchaus witzig, besitzt aber nichts herausragendes mehr und man merkt den Strips in ihrer geballten Form an das sie als Selbstläufer behandelt werden.


Fazit:
Der hohe Wiedererkennungswert dürfte Fans freuen, bietet aber doch nur Variationen der immer gleichen Themen an, was auf Dauer zu einem einzigem Déjà-Vu führt.

Hägar der Schreckliche Gesamtausgabe 26 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Hägar der Schreckliche Gesamtausgabe 26

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Ehapa Comic Collection

Preis:
€ 29,99

ISBN 10:
3770438574

ISBN 13:
978-3770438570

320 Seiten

Hägar der Schreckliche Gesamtausgabe 26 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • manche hervorragende Gags
  • Wiedererkennungswert
Negativ aufgefallen
  • nur Variationen der immer gleichen Themen
  • stilistisch teilweise unsauber
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Rezension vom: 09.10.2015
Kategorie: Alben
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