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Comic-Besprechung - Canardo 23: Friedhof der Aale

Geschichten:

Canardo 23: Friedhof der Aale

 Autor: Benoît & Hugo Sokal, Zeichnungen: Pascal Regnauld, Coloring: Hugo Sokal



Story:

Aus dem armen, benachbarten Wallonien schwemmen mit der Hilfe von Schleusern Unmengen von Flüchtlingen in das reiche Belgamburg. Dies missfällt der Herzogin so sehr, dass sie ihren Neffen, Baron Ferdinand, und Kommissar Garenni darauf ansetzt das Problem zu beseitigen. Zur selben Zeit wird auf der anderen Seite des Belgasees Canardo von einer Dame angeheuert, um herauszufinden wer sie ist, da sie ihr Gedächtnis verloren hat. Schnell zeigt sich, dass diese, scheinbar voneinander unabhängigen, Probleme doch mehr miteinander zu tun haben als man auf den ersten Blick vermuten mag…



Meinung:

Donald Duck ist ein wenig in die Jahre gekommen, raucht Kette, trägt einen Trenchcoat und betätigt sich anscheinend zurzeit als Privatdetektiv. Natürlich handelt es sich bei dem ermittelnden Erpel nicht wirklich um den allseits beliebten Bewohner von Entenhausen sondern um den Ermittler Canardo. Dieser ist offensichtlich eine Anspielung auf den klassischen Privatdetektiv-Archetypus und schlendert somit relativ unmotiviert durch die Weltgeschichte und löst nebenbei den Fall. Die Story ist dabei spannend erzählt und hat interessante Wendungen.

Bei den Figuren handelt es sich um anthropomorphisierte Tiere weshalb man auf den ersten, flüchtigen Blick auf die Idee kommen könnte, dass es sich hierbei um einen Comic für Kinder handelt. Tatsächlich ist der Comic für diese aber eher ungeeignet da die Geschichte sehr erwachsen erzählt wird und auch die ein oder andere Grafische Darstellung von Ereignissen, aufgrund von Brutalität oder Sexualität, besser von Kinderaugen ferngehalten werden sollte. Vermutlich hat man sich für die Tiercharaktere entschieden um dem Werk ein Alleinstellungsmerkmal zu verpassen, die Geschichte ist aber so gut, dass dies eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Trotzdem hebt diese Designentscheidung den Comic natürlich aus der breiten Masse hervor.

Auch die Herzogin, welche als Gegenspieler im Hintergrund die Fäden zieht, soll an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden. Sie ist aufgrund ihrer Dekadenz, ihrer Scheinheiligkeit und ihrer leicht rechten Tendenzen ein sehr schön hassenswerter und somit gut designter Antagonist.

Die Zeichnungen sind eher wenig detailliert, simpel gehalten und erinnern damit zum Teil an den Stil von Disneys Lustigen Taschenbüchern. Besonders bei den Schattierungen und dem Einsatz von Licht ist Canardo aber wieder wesentlich aufwendiger gestaltet als diese. Das Licht wird zudem auch sehr gekonnt eingesetzt um die beiden Länder, in denen die Geschichte spielt, visuell voneinander zu trennen. Während es im reichen Belgamburg meistens Tag ist und schöner Sonnenschein Herrscht ist es im armen Wallonien eher Dunkel und bedrückend. Auf dem See zwischen den Beiden herrscht dann ein Zwielicht, also im Prinzip eine Vermischung der beiden. Dieser Einsatz von Licht und Schatten ist dabei so subtil und gelungen, dass er an dieser Stelle noch einmal hervorgehoben werden sollte.



Fazit:

Eine spannende und sehr erwachsene Detektivgeschichte, auch wenn dies aufgrund der Tierischen Darsteller nicht unbedingt sofort Klar ist. Wer Philip Marlowe schon immer mal als Ente sehen wollte wird diesen Comic lieben, aber auch wem der Urdetektiv nicht so viel sagt macht mit dem Kauf von Canardo 23: Friedhof der Aale ziemlich sicher keinen Fehler.



Canardo 23: Friedhof der Aale - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Canardo 23: Friedhof der Aale

Autor der Besprechung:
Michael Schreiber

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 12.95

ISBN 13:
9783943808698

48 Seiten

Canardo 23: Friedhof der Aale bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Unerwartet erwachsene Story
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 25.07.2015
Kategorie: Canardo
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