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Comic-Besprechung - Aldnoah.Zero 01

Geschichten:

Aldnoah Zero 01
Autor, Zeichner:
Olympus Knights, Pinakes
Übersetzung: Rosa Vollmer



Story:
Im Jahr 2014 n. Chr. besucht die Kronprinzessin Asseylum vom Feuerplanten Vers als Botschafterin des guten Willens die Erde, um einen dauerhaften Friedensvertrag zu erreichen. Doch es gibt Kräfte, die damit nicht einverstanden sind und ein Attentat auf sie durchführen. Womit sie Erfolg haben und so aufs Neue den Krieg zwischen den beiden Welten entfesseln. Und es scheint unmöglich, diesen Konflikt noch zu stoppen.

Meinung:
Wenn zwei riesige Roboter sich gegenseitig bekämpfen und diese meistens von Jugendlichen gesteuert werden, dann weiß man, es ist wieder Mecha-Zeit! Es existieren vermutlich nur wenig andere Genres, die so faszinierend sind, wie dieses. Und viele Vertreter dieser Kategorie sind über Jahre hinaus bekannt. Namen und Titel wie "Gundam", »Gurren Lagann« oder "Neon Genesis Evangelion" besitzen einen Klang und sind vor unter anderem für ihre markanten Mechs-Designs berühmt.

Jetzt bringt der Kazè-Verlag mit "Aldnoah.Zero" den neusten Vertreter dieses Genres heraus. Parallel kann man außerdem den Anime bei ihnen erwerben. Die Mangareihe selbst ist mit vier Bänden abgeschlossen, wobei der Zweite für Juli dieses Jahres angekündigt worden ist.

Erdacht wurde die Reihe von Gen Urobuchi, der auch schon die Geschichten zu "Psycho-Pass" oder "Fate/Zero" entwickelte. Adaptiert wurde sie von Olympus Knights und Pinakes, deren erste Arbeit das zu sein scheint. Jedenfalls ließ sich über die Beiden nichts herausfinden.

Die Erde im Jahr 2014 nach Christus Geburt. Nach einem jahrelangen Kriegszustand soll endlich Frieden zwischen dem Planeten und dem Vers-Imperium herrschen. Zu diesem Zweck begibt sich die Kronprinzessin Asseylum auf einen Good-Will-Besuch auf die Erde. Doch dann wird sie ermordet und militante Kräfte ihrer Heimat nutzen das aus, um erneut Krieg zu erklären und zu führen.

Zwei Jugendliche sind von diesem Konflikt besonders betroffen. Der stoische und gefühlskalte Inaho, dessen ältere Schwester Teil des irdischen Militärs ist. Und der von der Erde stammende Slaine Troyard, der im Vers-Imperium aufwächst und sich gut mit der Prinzessin verstand. Beide haben nur ein Ziel: Das ihre Heimat den Krieg gewinnt.

Wer auf Mecha-Kämpfe steht, der wird von "Aldnoah.Zero" eventuell enttäuscht sein. Denn auch, wenn die, Kataphrakte genannten, Mechs schon früh im Band auftauchen. Bis die jeweiligen Vertreter der verfeindeten Seiten aufeinanderprallen, dauert es bis zum Ende des Mangas.

Doch das Kreativteam weiß, wie es bis zum Finale Spannung aufzubauen hat. Und in der Tat präsentieren sie eine Geschichte, die lauter überraschende Wendungen bietet. Wenn die Story eins beweist, dann das man sich einiger Dinge nie zu sicher sein darf.

Gleichzeitig werden innerhalb der 146 Seiten, die der Band umfasst, auch diverse interessante Charaktere eingeführt. Vor allem Slaine Troyard dürfte für Aufsehen sorgen, da er einer derjenigen ist, die im Laufe der Handlung am meisten charakterisiert wird. Man lernt ihn als der Prinzessin äußerst loyal ergebenen Untertan kennen, der von ihrem Tod stark mitgenommen wird. Gleichzeitig wird er jedoch von der Kriegerkaste des Imperiums auf Grund seiner Herkunft gemobbt, was er aushalten muss. Trotzdem scheint er zu keinem Zeitpunkt der Handlung gegenüber seiner aktuellen Heimat illoyal zu werden, trotz des erneuten Krieges. Woran das liegt? Vermutlich anhand seines Respekts für die tote Thronerbin? Man wird es sicher in den zukünftigen Teilen herausfinden.

Das Charakterdesign ist gelungen. Jede Figur wirkt einzigartig, nicht nur auf Grund ihrer Haare oder ihres Körperbaus. Auch Details wie Kleidung oder bestimmte Gesten und Mimiken fließen da mit ein. So würde man nie Slaine und Inaho miteinander verwechseln, einfach weil sie so unterschiedlich aussehen und agieren.

Ebenso kann das Mecha-Design überzeugen. Interessant ist dabei, dass das Kreativteam auf zwei verschiedene Ansätze setzt. Die Kataphrakte der Erde sind humanoid in Gestalt und setzen beim Einsatz der Waffen auf große Äquivalente der irdischen Vertreter. Schwerter und Schusswaffen sind Standard bei ihnen. Die Mechas des Vert-Imperiums hingegen wirken höchstens entfernt menschenähnlich. Hier sind die Waffen in den Mechs selber eingebaut, bzw. hier werden Fäuste eingesetzt. Es ist ein interessanter Gegensatz, bei dem man es kaum abwarten kann, um zu beobachten, wie sich dieser Aspekt der Geschichte weiterentwickeln wird.

Also alles gut? Nicht ganz. Denn es gibt zwei Sachen, die das Lesevergnügen mindern.

So wird man mit dem anderen Hauptcharakter von "Aldnoah.Zero" nicht warm. Inaho wird überwiegend als stoisch und gefühlsarm dargestellt. So bringt ihn selbst eine abgeschossene Rakete in seiner Nähe nicht aus der Ruhe. Außerdem erweist er sich als jemand, der in nahezu allen Belangen überlegen ist. Nur selten zeigt er Andeutungen von Gefühlen. Und so fällt es schwer, mit ihm warm zu werden. Vor allem, wenn man ihn mit Slaine Troyard vergleicht, der von Beginn an sympathischer und lebensnaher wirkt.

Auch die Darstellung der Feinde ist nicht überzeugend. Sie werden als klischeehafte Schurken dargestellt, die mit ihren Taten und ihren Waffen prahlen und einfach so Leute sowie loyale Anhänger umbringen. Sie nerven daher schon nach kurzer Zeit.

Das ist der Grund, weshalb der Manga am Ende die Wertung "Ganz nett" erhält.


Fazit:
Mit »Altnoah.Zero« bringt der Kazè-Verlag einen Mecha-Manga heraus. Der Band überzeugt durch eine gelungene Story und überwiegend hervorragenden Charakterisierungen. Das Design der Figuren und der Mechas ist gelungen. Bei Letzterem überzeugt vor allem, dass die Mechs der jeweiligen Parteien unterschiedlich gestaltet sind. Schade nur, dass man mit dem Hauptcharakter Inaho nicht warm wird. Und die Darstellung der Feinde ist übertrieben und nervig.

Aldnoah.Zero 01 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Aldnoah.Zero 01

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Kazé

Preis:
€ 6,95

ISBN 13:
978-2889211456

Aldnoah.Zero 01 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Spannende Geschichte
  • Interessante Charaktere
  • Gelungenes Charakterdesign
  • Gelungenes Mechadesign
Negativ aufgefallen
  • Man wird mit dem Hauptcharakter Inaho nicht warm
  • Darstellung der Feinde ist übertrieben nervig
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Rezension vom: 03.07.2015
Kategorie: Aldnoah Zero
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