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Comic-Besprechung - Bloody Mary 1

Geschichten:
Bloody Mary 1
Autor / Zeichner: Akaza Samamiya


Story:
Ichiro Rosario di Maria ist ein Schüler eines Priesterseminars, der von einer legendären Familie abstammt. Ungewöhnlich oft wird er als Priester von Vampiren angegriffen, die er nur mühsam abwehren kann. Eines Nachts trifft er den Vampir Mary, der Maria bittet, ihn zu töten. Doch das geht nur mit einem bestimmten Exorzismus von dessen Existenz der Priester keine Ahnung hat. Das ungewöhnliche Gespann geht daraufhin einen folgenreichen Pakt ein.


Meinung:
Auch wenn diese neue Mangaserie unter dem Label Boys Love läuft, so kann man doch bislang nur wenig entdecken, was das rechtfertigt. Denn das Thema Liebe wird noch nicht angeschnitten. Zwar gibt es leichte Andeutungen, dass eine der drei Hauptfiguren etwas für einen anderen empfindet da er ihn vor einer Geheimgesellschaft schützt, aber deutlich wird das noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen.

Die Grundidee ist interessant. Da gibt es einen Vampir der nicht mehr leben will und dessen Selbstmordversuche allesamt gescheitert sind. Nur das er kein Erinnerungsvermögen hat ist unglaubwürdig und ein Griff in die Rumpelkammer der ganz billigen dramaturgischen Kniffe. Auch hier gibt es bislang nur Andeutungen. Jedenfalls findet dieser Vampir, Mary genannt, obwohl männlich, einen angehenden Priester der aus einer langen Linie von Exorzisten stammt. Nun sieht er die Chance endlich zu sterben. Dumm nur, das der Priesterlehrling von diesem Exorzismus keinerlei Kenntnis hat. Dennoch tun sich beide zusammen. Der Vampir schützt den Priester so lange vor anderen Vampiren bis der einen Weg gefunden hat, den Exorzismus durchzuführen. Das beide denselben Namen tragen, Mary und Maria, obwohl beide männlich sind, ist natürlich eine Symbolik mit dem Holzhammer. Oder mit dem Pflock.

Die Lebensmüdigkeit des einen verträgt sich kaum mit der Lebenslust des anderen und das wäre Stoff für sehr viel Dramatik und auch Komik, denn dieser Zusammenprall könnte für schöne Momente sorgen. Was hier allerdings überhaupt noch nicht vorkommt. Generell passiert gerade für einen Serienstart erstaunlich wenig und es werden gerade mal die Grundkonstellation und der Grundkonflikt eingeführt. Was vor allen Dingen eine ziemlich nervige Angelegenheit ist, denn es tritt komplett auf der Stelle. Allein dieser Grundkonflikt, der Gegensatz zwischen den Hauptfiguren wird gefühlt auf jeder dritten Seite im Dialog wieder und wieder durchexorziert. Ähm, durchexerziert. Man sehnt sich geradezu nach dem Exorzismus, weil nach dessen Durchführung alles schon jetzt ein Ende hätte. Alles dreht sich im Kreis und man ist zunehmend gelangweilt.

Zwar gibt es am Ende einen Twist der auch einen guten Cliffhanger einführt, aber das ist aufgrund der Redundanzen dann auch nicht mehr die Rettung. Wenn das Leben eines Vampirs, trotz Gedächtnisschwund, so eintönig ist wie dieser Serienauftakt, kann man seinen Wunsch verstehen dem Ganzen ein Ende zu machen.

Stilistisch ist das alles ganz nett. Die Männer sind für das Subgenre gerecht sehr schön gestaltet mit einer leichten Androgynität und der Grundtenor der Zeichnungen ist der  Realismus. Aber gerade wenn ein Hauch von Komik kommt, gibt es den mangatypischen Stilbruch und es wird Cartoonhaft mit Verkleinerung der Figuren die dann eine leichte Tierform annehmen. Was mal wieder eine Katze ist. Immerhin führt das zu den wenigen gelungenen Sequenzen, wenn etwa der Priester den Vampir unter den Arm klemmt und ihn einfach wegträgt. Aber leider schaffen es die Zeichnungen nicht eine Atmosphäre herzustellen, die gerade bei dem Thema einen ordentlichen Hauch von Gothic vertragen hätte. Eine gewisse Lustlosigkeit ist da zu spüren und vielleicht kann sich der Autor und Zeichner mit seinem eigenen Stoff noch nicht anfreunden, denn er hat mehr oder weniger eine Auftragsarbeit gestaltet. Diese Ziellosigkeit und das Sich-Einfinden in den Stoff führten dann wohl zu den starken Wiederholungen und der Langeweile.


Fazit:
Ein ewiges Gerede um die immer gleichen Themen und eine Handlung die auf der Stelle tritt führen zu einer gähnenden Langeweile.

Bloody Mary 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Bloody Mary 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,95

ISBN 10:
384201256X

ISBN 13:
978-3842012561

168 Seiten

Bloody Mary 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Grundidee
  • realistische Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Langeweile
  • Handlung tritt auf der Stelle
  • ewiges Gerede um das immer gleiche Thema
  • Steilvorlagen nicht genutzt
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Rezension vom: 21.06.2015
Kategorie: Rezensionen
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