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Comic-Besprechung - Marvel Maximum 50: Punisher Hässliche kleine Welt

Geschichten:

Marvel Maximum 50: Punisher - Hässliche kleine Welt

Krieg in der Wüste (Punisher Max: Hot Rods of Death 1 - Getting Mad; 2010)
Autor: Charlie Huston
Zeichner: Shawn Martinbrough
Colorist: Felix Serrano

Hässliche kleine Welt (Punisher Max: Tiny Ugly World 1; 2010)
Autor: David Lapham
Zeichner: Dalibor Talajic
Colorist: Matt Hollingsworth

Stille Nacht (Punisher: Silent Night; 2006)
Autor: Andy Diggle
Zeichner: Kyle Hotz
Colorist: Jose Villarrubia

Die Liste (Punisher: X-Mas Special 2006 1 - The List)
Autor: Stuart Moore
Zeichner: C.P. Smith
Colorist: Dean White



Story:
In dem Krieg in der Wüste geht der Punisher auf Bitten eines Freundes gegen eine Bikergang vor. Eine hässliche kleine Welt kann auch Serienkiller hervorbringen, welche ihre letzte Inspiration durch den Punisher gewinnen. Stille Nacht kann man weniger behaupten, wenn der Punisher eine Weihnachtsfeier in einem Waisenhaus benutzt, um Mafiosi zu tranchieren. Und die Liste ist das Äquivalent zu guten und bösen Kinder. Nur Ruprecht Punisher holt mehr als nur eine Rute raus.

Meinung:
Bei den beeindruckenden Strecken von Garth Ennis und Jason Aaron ist man als Leser des Punisher ordentlich verwöhnt worden. So hat man nach dem Weggang der beiden durchaus Bedenken bei neuen Autoren, ob diese die extrem hoch gesteckten Erwartungen wohl erfüllen können. Dazu kann noch nichts gesagt werden, denn die hier versammelten One-Shots sind nicht neu. Die US-Veröffentlichungen liegen schon ein paar Jahre zurück. So stammen zwei Geschichten aus 2010 und jeweils eine aus 2006 und 2007. So kann es auch erklärt werden, das hier der Punisher überhaupt auftritt, schließlich hat Aaron ihn aus der Kontinuität des Max-Universums entfernt. Und trotz großer Autorennamen wie Andy Diggle und David Lapham können diese One-Shots den Großmeistern nicht das Wasser reichen. So geschieht etwa nur selten eine psychische Auslotung des Hauptcharakters. Eigentlich kommt das nur in der letzten Episode vor, aber immerhin betrachtet Lapham in seiner verstörenden Geschichte die Psyche eines angehenden Serienmörders, der den Punisher allerdings mit etwas anderem verwechselt.

Doch der Reihe nach: die erste Geschichte ist eine reine Actiongeschichte, die sich der Erzählstruktur des Western und des Bikerfilmes annimmt (und deutlich am Ende auch ein paar Filmtitel benennt). Völlig unsinnig ist es, dass der Punisher hier ein Auto mit seinem Logo fährt. Da weiß doch gleich jeder wer da kommt und kann abhauen. Da musste wohl auf der zeichnerischen Ebene darauf geachtet werden, dass man den Wagen von den anderen unterscheiden kann. Gut, es sieht cool aus, aber logisch ist es nicht.

Die Story von Lapham ist dagegen sehr gut, spannend, voll bösem Humor in den Dialogen, äußerst blutig gezeichnet und erinnert noch am ehesten an Ennis, wenn Nebenfiguren psychisch betrachtet werden und absurde Situationen eintreten.

Die Weihnachtsgeschichte von Andy Diggle ist schon fast satirisch, wenn der Punisher armen kleinen Waisen das Weihnachten versaut, wenn er anstelle des Truthahns diverse Gangster tranchiert. In einem Weihnachtsmannkostüm! Da gibt es einige herrliche Momente, wenn Castle die verängstigten Kinder, die ihn für Santa Claus halten, militärisch dazu animiert, Schneemänner zu bauen. Mit Sicherheit eine düstere und brutale Satire auf die sonst immer veröffentlichten süßlichen Weihnachtsspecials von Marvel.

Die letzte Story zeigt wieder einmal, dass es nicht immer Schwarz-und-Weiß zugeht, sondern durchaus ein großer Graubereich vorherrscht. Sie ist relativ spannend, da man nicht weiß, wie sich alles entwickeln wird und hier benutzt der Punisher sogar ein paar kleine detektivische Fähigkeiten.

Auffällig an allen Geschichten sind die guten graphischen Umsetzungen, die immer auch besondere Einfälle aufweisen, wie etwa das stärker leuchtende Emblem auf der Brust, wenn sich Castle in der letzten Geschichte aufregt. Ebenso auffällig sind die gelungenen Dialoge, welche besonders bei Lapham überzeugen. Generell können die Zeichnungen durchaus Akzente setzen und vieles dann oftmals in einem einzigen Panel verdichten.

Fazit:
Zwar ist der Band kein wirkliches Muss, aber dennoch eine nette Lektüre für zwischendurch welche das Warten auf den nächsten Max-Band erleichtert. Action, gute Dialoge und manchmal gute Psychologie werten die mageren Handlungsebenen etwas auf.



Marvel Maximum 50: Punisher Hässliche kleine Welt - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Marvel Maximum 50: Punisher Hässliche kleine Welt

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 13:
4196453216955

148 Seiten

Positiv aufgefallen
  • gute Dialoge
  • schwarzer Humor
  • Geschichte um einen Serienkiller
Negativ aufgefallen
  • äußerst dürftige Handlungen
  • kaum psychologische Auslotung
  • nichts Neues aus dem Punisher-Land
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Rezension vom: 09.03.2013
Kategorie: Marvel Max
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