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Comic-Besprechung - Awzum 1

Geschichten:
Ulf Salzmann: Der Sinn des Lebens
P. Schöber: Leben ist ...
Johannes Kretzschmar: Pechsträhne
Johannes Kretzschmar: Dead Red
Lisa Neun: Sinn des Lebens
Lisa Neun: Kaiserschmarrnrezept
Sascha Gallion: Freunde
D. Stoykow: Der Selbstläufer
Steffen Schmitt: Stunde NULL
Essenmitsosse: Wild Child
Paul Schober: Hyponade
Marie Mathes und Tim Gaedke: Zehn Finger
P. Schreiber: Der Schrottplatz am Ende der Zeit
Lapinot: Erinnerungen

Im Rahmen des ersten deutschen Comic Clashs haben sich einige Comicblogger zusammengefunden, um mit einem selbstproduzierten Magazin am Wettstreit teilzunehmen. Awzum nennt sich das Machwerk der digitalen Künstlergruppe. Auf 40 Seiten gibt es verschiedene Comics zum äußerst einfallsreichen Thema "Der Sinn des Lebens".

Ulf Salzmann, bekannt durch seinen Blog flausen.net und den zahlreichen Veröffentlichungen, macht den Anfang mit einem für ihn typischen Onepager, welcher der Thematik auf den Zahn fühlt und als Einstand durchaus gelungen ist. Den ersten etwas umfangreicheren Beitrag hat Johannes Kretzschmar aka Beetlebum verfasst. In Farbe (!) zeigt der Toonblogger einen absolut missratenen Tagesablauf, der mit einer überraschenden Pointe endet. Angesichts der gelungenen Aneinanderreihung der Missgeschicke und Unglücke ist der Beitrag absolut empfehlenswert, zumal der Comic fast durchgängig ohne Text auskommt.
Ebenfalls sehenswert ist der Comic von Essenmitsosse, wo in alter verpixelter Videospielmanier der Niedergang eines "Wild Child" dargestellt wird. Die ungewöhnliche Grafik fesselt den Leser von Beginn an, da mit kleinsten Pixelveränderungen lustige Details offenbart werden. Dieser Comic zeigt wunderbar, wie weit der Begriff gestreckt werden kann bzw. was alles darunter machbar ist.
Als weiteres Highlight kann der zweiseitige Beitrag von Lapinot angesehen werden, wo der schnelle Fortschritt in Sachen PC-Technologie mit einem sentimentalen Blick zurück auf alte C64-Tage bewertet wird.

Darüber hinaus gibt es in der Ausgabe noch viele weitere Comics, die sich ebenfalls mehr oder weniger umfangreich mit dem Comic Clash Thema beschäftigen. Die Qualität der Storys und Zeichnungen schwankt hierbei aber beachtlich, was stellenweise zu etwas fragwürdigen Comics führt. Dennoch sind Beiträge, wie beispielsweise der von Marie Mathes und Tim Gaedke, das sprichwörtliche Salz in der Suppe, denn neben den humorvollen und ungewöhnlichen Comics, bilden stark philosophisch angehauchte Werke, wie "Zehn Finger", einen Mehrwert, welcher den Leser auch einmal vor dem Heft verweilen lässt.

Abgerundet wird die Ausgabe durch eine Bastelecke mit einem wirklich gelungenen Gimmick, das selbst für Grobmotoriker herstellbar sein dürfte. Ebenfalls Erwähnung muss noch das außergewöhnliche Layout finden. Bereits die erste Seite, welche ähnlich dem BIOS durchgestylt wurde, kann mit Programmbefehlen für die Offline-Welt überzeugen. Dieser Stil setzt sich durch das komplette Heft fort, wobei zum Schluss noch eine 404-Seite erscheint, die, ebenfalls im Online-Look, dem Leser bewusst werden lässt, dass der Spaß nun ein Ende hat.

So gesehen bietet Awzum jede Menge Abwechslung mit vielen qualitativ hochwertigen Comics, aber auch einigen eher schwachen Beiträgen. Das Layout passt sehr gut zum Internetaffinen Hintergrund der Zeichner und bietet eine gelungene Brücke von den verschiedenen Blogs zur Papier-Ausgabe. Freunde der Blogosphäre dürfen gerne zugreifen und auch alle anderen Leser bekommen hier ein interessantes Magazin vorgesetzt.

Awzum 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Awzum 1

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Eigenverlag

Preis:
€ 3,00

40 Seiten

Awzum 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • viele humorvolle Beiträge mit teils ungewöhnlichem Artwork
  • Layout mit Hintergrundgedanken
  • sehenswertes Cover
Negativ aufgefallen
  • einige schwer verständliche Comics
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 05.06.2012
Kategorie: One Shot
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