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Comic-Besprechung - Gothic LoveGeschichten: Gothic Love (Oneshot) Autor &, Zeichner: Miku Momono Story:
Marika hat all das, wovon junge Mädchen träumen: ein reiches Elternhaus, gutes Aussehen und nicht zuletzt eine glänzende Zukunft, da das christliche Internat, auf dem sie lernt, zu den besten Schulen des Landes gehört. Doch das Mädchen ist dennoch nicht glücklich. Sie führt sich gefangen wie ein Vogel im goldenen Käfig und wünscht sich nichts sehnlicher als in irgend einer Form auszubrechen. Da zeigt ihr der Schulrebell Kanzaki den Weg in die Freiheit. Zunächst beginnt sie eine verbotene Liebesbeziehung mit ihm, nachdem ihr das erste Aufeinandertreffen in der Schulkapelle prickelnde Schauer und eine unauslöschbare Sehnsucht beschert hat. Dann trotzt sie dem Schulsprecher, der ihrem Verhältnis auf die Spur kommt und schließlich läuft sie mit ihrem Geliebten davon. Das hat Folgen, wie sich einige Jahre später am Beispiel einer jungen Lehrerin zeigen soll, die den gleichen Schauder in der Anwesenheit eines Schülers spürt. Meinung:
Wer bei dem Titel ein düsteres Gemäuer und Vampire oder Ähnliches
erwartet hat, wird enttäuscht. mit "Gothic" hat der Band nur so viel zu
tun, dass sich die junge Heldin in das typische Rüschenkostüm einer
Gothic Lolita zwängt. Ansonsten verläuft die Geschichte in sehr
konventionellen Bahnen und spiegelt das typische Rollenverständnis
Japans wieder. Marika wie auch später die junge Lehrerin sind
zurückhaltende junge Frauen, die zwar von der "Freiheit" träumen, aber
selbst nicht viel dafür tun.
Sie müssen erst von den wesentlich aktiveren Jungen verführt werden und
finden es auch noch toll, anfangs nicht zärtlich, sondern eher grob zu
Lust und Leidenschaft genötigt zu werden. Sicherlich spielt der Manga
auch hier wieder mit erotischen Vorstellungen und Träumen, hat nur wenig
mit der Realität zu tun, spiegelt aber auch eine sehr konservative
Haltung gegenüber den jungen Mädchen wieder, die im Grunde nur eine
Abhängigkeit mit einer anderen vertauschen. Und die Entwicklung der
Beziehung hat nicht unbedingt viel mit "wahrer Liebe" zu tun, eher mit
hormongesteuerter Lust. Auch wenn die Zeichnungen sehr schön, weil fein und detailreich sind,
kann der Band dennoch nicht überzeugen, da die Künstlerin es nicht
schafft, den Konventionen des Genres neue Facetten zu entlocken - gerade
was die dezente Darstellung der Liebesszenen betrifft - und aus dem
Durchschnitt heraus zu ragen. Fazit: Gothic Love ist weder düsterromantisch noch wirklich erotisch, sondern
erzählt nur eine Geschichte um den ersten Sex und sie sich daraus
entwickelnden Gefühle, wie man sie schon dutzendfach gelesen haben mag.
Auch das Setting kann nicht sonderlich überzeugen, da es sehr
konventionell bleibt. |
Gothic Love Autor der Besprechung: Christel Scheja Verlag: Egmont Manga & Anime Preis: € 6,50 ISBN 13: 978-3770474288 192 Seiten ![]() |
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| Rezension vom: | 24.08.2011 | ||||||
| Kategorie: | One Shots | ||||||
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