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Comic-Besprechung - House of Mystery 2: Liebesgeschichten für die Toten

Geschichten:

House of Mystery 2: Liebesgeschichten für die Toten

Autor: Matthew Sturges
Autoren der Kurzgeschichten: Bill Willingham, Bethany & Peter Keele
Zeichner: Luca Rossi
Zeichner der Kurzgeschichten: Tony Akins, Andrew Pepoy, David Petersen, Henry Flint, Bernie Wrightson, Kyle Baker, Inker: Jose Marzan Jr.
Colorist: Lee Loughridge
Colorist Kurzgeschichten: Alex Wald

Story:

Aus dem Haus am Rande der Dimensionen gibt es keinen Ausgang. Das mussten bereits Viele vor der hübschen Fig Keele feststellen Sie gibt sich nicht wie alle anderen mit der Tatsache zufrieden, das Haus nie wieder verlassen zu können und beginnt die verschalteten Flure der rätselhaften Herberge abzusuchen. Dabei hat es ihr der verbotene Keller besonders angetan. Mit wenigen Begleitern macht sie sich auf, die dunklen Gemäuer zu erkunden und entdeckt weitere verwirrende Wahrheiten über das House of Mystery...



Meinung:
Nachdem das Autorenduo Bill Willingham und Matthew Sturges mit Zimmer ohne Ausweg einen verheissungsvollen Erstling präsentiert hat, indem der Leser sowohl die titelgebende Behausung als auch seine verschiedensten Bewohnen kennen lernte, erzählen sie in Band zwei von Liebesgeschichten für die Toten. Der Leser begleitet nun die forsche Fig, die sich rein gar nicht mit dem Schicksal anfreunden kann, in der rätselhaften Behausung gefangen zu sein. Um mehr über das geheimnisumwitterte Gemäuer zu erfahren, schnappt sie sich mutige Begleitung und bricht in Richtung Keller auf. Dieser verschlossene Teil des Hauses erweist sich als äußerst unwirtlich und hält einige grausige Tatsachen parat, die Fig inklusive Begleitung nicht unberührt lassen. Liebesgeschichten für die Toten nimmt den Leser erneut mit auf die Reise durch ein dunkles Grusel-Märchen, welches nichts von der thematischen Faszination des ersten Teils verloren hat. Die Story erweist sich unterm Strich allerdings als sehr dünn und der inhaltliche Fortschritt, den die 132 Seiten des Softcoverbandes einbringen, kann leider nicht gerade als erheblich beschrieben werden. Der Aufbau folgt dem aus Teil eins bekannten Schema: Die "Haupthandlung" im Haus wird durch persönliche Erzählungen der "Insassen" unterbrochen, die als abgeschlossene Episoden fungieren.

Diese Episoden hingegen sind kein uninteressanter Teil dieser Comicreihe. Zum einen sind dafür mehre Gastzeichner ins Boot geholt worden, was schlichtweg eine enorme visuelle Vielseitigkeit zu Folge hat. Jede Mini-Story sieht anders aus und fasziniert auf ihre Weise. Inhaltlich sind die Geschichten mehr als skurril und verwirrend, erzählen sie doch meist eine dunkle fantastische Fabel, die jedem Freund wohlig-gruseliger Unterhaltung gefallen dürfte. Zudem haben diese eingeschobenen Elemente die löbliche Funktion, persönliche Hintergründe ihrer Erzähler aufzudecken und dem Leser auf diese Weise die Figuren nahezubringen. Versteht es der hauptsächliche Storystrang auch nicht, einen gewissen Drall in die Erzählung zu bringen, bekommen zumindest die Figuren einiges an Tiefe verliehen. So werden tragische Schicksale, persönliche Erfahrungen und Mysterien zum Teil der Comicreihe. Jede dieser Episoden erweist sich im Wechselspiel mit der Haupthandlung als Puzzlestück, sozusagen als einzelne Teile eines großen Ganzen. Dies jedoch wird leider zu diffus gehalten, eine grobe Ordnung fehlt. Wo Willingham und Sturges mit ihrer Horror-Hütte hinwollen, bleibt zu sehr im Verborgenen, um das durchaus erweckte Interesse seitens des Leser zu nähren. So kommt bald die Frage auf, was das Ganze eigentlich soll. Bleibt zu hoffen, dass im Nachfolgeband eine Art roter Faden auftaucht, der als ordnende Instanz das durchaus vorhandene Potential bündelt.

Im Gegensatz zum Storytelling ist die optische Präsentation der Geschichte jedoch mehr als Gelungen. Nicht nur das die unterschiedlichen Gastzeichner jeweils eigene Akzente beisteuern, auch Luca Rossi als Zeichner der Hauptstory weiss, wie man im Phantastik-Genre eindrucksstarke Bilder erzeugt. Diese sind immer bizarr und verschwurbelt, können aber das Auge des Lesers an sich binden. Gerade das grandios monströse Cover, die ganzseitigen Panoramen und die ebenfalls enthaltenen Cover der US-Einzelausgaben haben es in sich, wobei diese ebenfalls von verschiedenen Stiftschwingern erarbeitet wurden.

Fazit:

House of Mystery 2: Liebesgeschichten für die Toten setzt den im Erstling eingeschlagen Stil fort und erzählt weitere Episoden von dem rätselumwobenen Gemäuer, sowie aus dem persönlichen Leben der zumeist unfreiwilligen Bewohner. Leider gerät bei den zahlreichen Kurzepisoden das große Ganze aus dem Fokus der Macher, eine rote Linie bei der Storyentwicklung wird durchaus vermisst. Dafür überzeugt die visuelle Gestaltung des Bandes, dessen Stammzeichner und die Gäste, welche die Kurzepisoden umsetzten durften, einfach tolle Arbeiten abliefern, die jedem Freund mystischer Phantastik einen wohligen Schauer über den Rücken jagen können. Die Optik rettet Liebesgeschichten für die Toten, da sonst die schwache Hauptstory im Gesamteindruck deutlicher zum tragen käme.



House of Mystery 2: Liebesgeschichten für die Toten - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

House of Mystery 2: Liebesgeschichten für die Toten

Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
9783862011728

ISBN 13:
978-3862011728

132 Seiten

House of Mystery 2: Liebesgeschichten für die Toten bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • zeichnerische Vielfalt
Negativ aufgefallen
  • Storytelling der Hauptgeschichte zu undeutlich fokussiert
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Rezension vom: 19.05.2011
Kategorie: House of Mystery
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