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Comic-Besprechung - Lucky Luke 88: Lucky Luke gegen Pinkerton

Geschichten:

Lucky Luke gegen Pinkerton (Originaltitel: „Les aventures de Lucky Luke 4: Lucky Luke contre Pinkerton“)

Autoren: Daniel Pennac; Tonino Benacquista
Zeichner: Achdé
Kolorierung: Anne-Marie Ducasse



Story:

Die Daltons stürmen einen Zug und Joe ruft: „Zwei Minuten Aufenthalt! Alle Wertsachen steigen hier aus!“ Aber die vier Brüder haben die Rechnung ohne den neusten Schrecken aller Gangster gemacht. Mit einem „Allan Pinkerton! Sie sind verhaftet!“ kommt der Konter, die Daltons werden umzingelt und umgehend verhaftet.

Fortan machen die Männer von Pinkertons Agentur allen Verbrechen im Wilden Westen den Garaus. Lucky Luke ist gar nicht mehr gefragt und gehört plötzlich unfreiwillig zum alten Eisen. Pinkertons Motto lautet: „Verbrechen zahlt sich nicht aus! Wir haben solide Gefängnisse … und reissfeste Seile!“ Und Pinkerton zeigt Lucky Luke wie man Verbrechen bekämpft. Schluss mit miefigen Büros, ungeschulten Sheriffs und schludrigen Recherchen.

Doch der findige Detektiv, der gute Verbindungen zu Abraham Lincoln hat, überspannt den Bogen radikal. Jeder und alles wird erfasst, die Verhörmethoden sind fragwürdig und das kleinste Kavaliersdelikt reicht, dass man mir nichts dir nichts eingelocht wird.





Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Fragt man den Otto-Normalbürger, welche Comics er kennt, dann werden erfahrungsgemäß, nach Micky Maus und Fix & Foxi, die beiden frankobelgischen Klassiker Asterix und Lucky Luke aufgezählt. Hat Otto diese im besten Fall auch gelesen, erinnert er sich in der Regel an tolle Geschichten wie Asterix als Legionär, Asterix bei den Schweizern und bei Lucky Luke Die Postkutsche oder Stacheldraht auf der Prärie. Das sind echte all-time classics. Nur ist leider René Goscinny, der Autor der besten Asterix und Lucky Luke Geschichten, seit 1977 tot. Während man bei Asterix bereits wenn ein neuer Band auch nur angekündigt wird ein mulmiges Gefühl in der Magengegend bekommt, haben es die Kreativen von Lucky Luke inzwischen geschafft, die Serie nicht nur zeichnerisch, sondern auch inhaltlich wieder qualitativ gut aufzustellen. Das im März erschienene neuste Abenteuer mit dem Titel Lucky Luke gegen Pinkerton belegt dies auf eindrucksvolle Weise.

Für die in Deutschland als Band 88 veröffentlichte Geschichte zeichnen gleich zwei Szenaristen verantwortlich. Daniel Pennac und Tonino Benacquista lösen Laurent Gerra ab, der die letzten drei Alben der aktuellen Serie Les aventures de Lucky Luke schrieb, die im Original beim Verlag Lucky Comics erscheint. Und erfreulicherweise hat das Duo seine Hausaufgaben gemacht.

Die Geschichte um Allan Pinkerton und sein gleichnamiges Detektivbüro ist wirklich gelungen. Auf der einen Seite liefert Zeichner Achdé (das ist Hervé Darmenton) die gewohnt gute Qualität im Stile eines Morris ab; inzwischen zum fünften Mal und im positiven Sinne routiniert. Auf der anderen Seite glänzt die Story mit allen Vorzügen einer typischen Geschichte des beliebten Cowboys, der schneller zieht als sein Schatten. Das Autorengespann wählte mit den Geschehnissen um die Agentur Pinkerton eine interessante Episode aus der Geschichte der USA und verquickte diese mit traditionellem, liebgewonnenen Lucky Luke-Flair in Form eines stetigen Stroms von kleinen und großen Gags und versteckten Anspielungen auf die Auswüchse der heutigen Zeit. Doppelmoral, Überwachungsstaat und Datenschutz sind nur drei Themen, die in unterhaltsamer Weise persifliert werden.

Schön auch, dass alte Bekannte wie die Daltons (Joe findet hier einen Widersacher, der schlimmer ist als Lucky Luke), Rantanplan (der Hund, der dümmer ist als sein Schatten) oder Billy the Kid (wird aus dem Gefängnis wegen guter Führung entlassen) auftauchen. Gelungen ist auch die Einbindung einer interessanten Theorie um den Tod von Abraham Lincoln.

Den Band gibt es wie gewohnt als Hardcover von der Ehapa Comic Collection, aber auch in der preiswerten Variante als Softcover im Zeitschriftenhandel.

Fazit:

Der neue Lucky Luke ist ein unerwarteter Volltreffer. Achdé, Pennac und Benacquista lassen die guten alten Goscinny/Morris-Zeiten in gekonnter Weise aufleben. Eine wirklich tolle Geschichte mit lustigen Gags für die Kleinen und mit interessanten Zwischentönen für die Großen.





Lucky Luke 88: Lucky Luke gegen Pinkerton - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lucky Luke 88: Lucky Luke gegen Pinkerton

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
Egmont Comic Collection

Preis:
€ 10.00

ISBN 13:
978-3-7704-3407-7

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • in der Tradition von Goscinny und Morris
  • unerwartet viele gute Gags
  • Achdé hat’s drauf
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 21.03.2011
Kategorie: Lucky Luke
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