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Comic-Besprechung - Es war einmal in Frankreich 2: Dunkle Geschäfte

Geschichten:

Il était une fois en France 2 - Le vol noir des corbeaux

Autor: Fabien Nury
Zeichner: Sylvain Vallée



Story:

Mit Fleiß, Ehrgeiz und die Fähigkeit, reines Eisen von Legierungen zu unterscheiden, schaffte es Joseph Joanovici aus dem Schrottladen seines Onkels Emile Krugh den Betrieb der Brüder Joanovichi zu machen. Von da an machte er eine steile Karriere, es entstand ein Geflecht aus Geben und Nehmen, Freunden und Mitwissern, Unterdrückten, Erpressten und Feinden.  Und Joanovici machte auch vor brutalen Einschüchterungen und Mord nicht halt, um seine Ziele durchzusetzen.

Zu seinem Unglück bremsen der Zweite Weltkrieg und die französische Niederlage seinen außergewöhnlichen Aufstieg und dabei war es zudem wenig hilfreich im Paris des Jahres 1940 ein Jude zu sein.

Kurz vor der Einschiffung nach Amerika beschließt Joseph ohne seine Familie in das besetzte Paris zurückzukehren. Als er in Paris ankommt, findet er seinen Betrieb unter Zwangsverwaltung gestellt. Aufgrund seiner Beziehungen gelingt es ihm. das Geschäft mit Strohmännern weiter zu führen und sich als Altmetalllieferant der Nazis zu etablieren. Er arrangiert sich mit der Situation, holt seine Frau zurück und alles wäre gut. Aber seine eigene Habgier und deutsche Neider führen dazu, dass er als Jude denunziert wird.

Aber Geld regiert die Welt und letztlich führt es dazu, dass Joanovici sich selbst und seine Religion verleugnet und eine amtliche Bescheinigung als Arier bekommt.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Sicherlich gibt es überhaupt keine schöne Facetten eines Krieges und wenn - wer wollte das wissen.?

Es war einmal in Frankreich ist - wie schon geschrieben - eine Allegorie auf Sergio Leones Meisterwerk Es war einmal in Amerika - nur dass Fabien Nury nicht eine schon vielfach beschriebene Geschichte in neuem Gewand erzählt, sondern einem besonders abscheulichen, ergreifenden und aus heutiger Sicht kaum noch nachvollziehbarem Kapitel der längst nicht vergessenen Historie und Schuld Raum verschafft.

Nurys Verdienst - wenn man es so ausdrücken will - liegt nicht darin, aufzuzeigen, dass derartige Schicksale passieren konnten, Nury legt den Finger in eine Wunde, die viele nicht wahrhaben wollten - und vielleicht immer noch nicht wollen.

Neben den unbestreitbaren Greueltaten der Nazis, die ihre "Säuberungsaktionen" in Frankreich über die Grenzen hinaus weiter verfolgt haben, kommen in dieser Geschichte die Kriegsgewinnler zu Wort, Deutsche, Franzosen und Juden, die ohne irgendwelche Ideologien nur ihre ganz eigenen egoistischen Ziele verfolgt haben - Geld, Macht, Obsessionen - und damit manchmal persönlichen Erfolg, Anerkennung und kurzfristiges Glück erlangt haben, aber in der Regel letztendlich einen sehr hohen Preis zahlen mussten.

Abgesehen "davon", Es war einmal in Frankreich ist ein absolutes Highlight, szenaristisch und zeichnerisch, und man darf mehr als gespannt sein, wie es weitergeht - auch wenn einem beim Lesen ein eher ungutes Gefühl beschleicht - das kann kein gutes Ende nehmen.



Fazit:

Routinierte, fast schon filmisch umgesetzte, Geschichte um einen osteuropäischen Juden, der in Frankreich auf wenig legale Art und Weise sein "Glück" findet - wobei man die Definition von Glück wohl neu überdenken muss.



Es war einmal in Frankreich 2: Dunkle Geschäfte - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Es war einmal in Frankreich 2: Dunkle Geschäfte

Autor der Besprechung:
Stephan Schunck

Verlag:
Zack Edition

Preis:
€ 15,95

ISBN 13:
978-3941815568

15 Seiten

Es war einmal in Frankreich 2: Dunkle Geschäfte bei Comic Combo Leipzig online bestellen
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  • eine andere Seite des Krieges
  • abstoßend und gleichermaßen faszinierend
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Rezension vom: 17.03.2011
Kategorie: Es war einmal in Frankreich
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