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Karteinummer 1071411

Comic-Besprechung - Das Ich

Geschichten:

Geschichte 1
Autor: Anne Delseit , Zeichner: Rebecca Jeltsch

Geschichte 2
Autor: Markus Heitz, Zeichner: Rebeca Jeltsch



Story:

Der Band enthält zwei Kurzgeschichten.

In der ersten Geschichte "Koma" bekommt der junge Christian immer stärkere Wahnvorstellungen und weiß langsam nicht mehr zwischen Wahn und Wirklichkeit zu unterscheiden. Drei obskure Gestalten (die aus der Gothic Szene bekannte Musikgruppe "Das Ich") scheinen in aber nicht nur in den Träumen zu verfolgen.

Die zweite Geschichte "Erwachen" wurde von dem Bestsellerautor Markus Heitz geschrieben und von Rebecca Jeltsch illustriert. Soscha gleitet von einem Alptraum in den nächsten. In jedem Traum wird sie gequält und kurz vor ihrem (Traum-)Tod fängt ein neuer Traum an. Irgendwann weiß sie nicht mehr, ob sie noch träumt oder erwacht ist. Auch wenn es die Realität sein mag, das Erwachen wird böse sein.



Meinung:

Storymäßig sind sich die beiden Geschichte sehr, sehr ähnlich, so dass schon zu Beginn der zweiten Geschichte bei dem Leser langsam Ermüdungserscheinungen auftreten. Beide haben Phantastereien im Koma und Wahnsinn zum Thema, wobei die Protagonisten nicht mehr zwischen beiden Ebenen unterscheiden können. Hier ist aber die zweite Geschichte eindeutig die bessere, da der Leser länger im unklaren gelassen wird, was nun Realität oder was Traum ist. Hier hat die literarische Form einen Vorteil gegenüber dem Comic, da die Phantasie stärker gefordert ist und nicht anhand der Bilder schon der Traum eindeutig als solcher zu identifizieren ist. Die erste Geschichte ist ein reiner Comic, während die zweite vom Bestsellerautor Markus Heitz eine Kuzgeschichte mit Illustrationen ist. Auch in punkto Schlußauflösung ist die zweite Story eindeutig die bessere.

Der ganze Band hat ein strukturelles Problem. Zum einen die Mischung Comic und illustrierte Kurzgeschichte, die nicht so ganz harmonieren (abgesehen vom Thema). Das eigentliche Problem liegt aber zum anderen in der Verbindung verschiedener Medien: die Band "Das Ich" hat ihre Fans vor allem im Musikbereich und ist insofern fremd im Buchmedium. Für Fans kommt die Band in den Geschichten zu wenig vor. Für diejenigen, die mit der Gruppe nichts anfangen können, ist deren Auftreten völlig überflüssig und bisweilen störend. Crossmedialismus funktioniert nicht immer. So kommt der starke Verdacht des reinen Vermarktungsmechanismus auf und schmälert den Zugang zu dem Buch zusätzlich.

Die erste Story ist zwar recht gut gezeichnet, aber sehr flächig und in großen Panels, was die Wirkung der schwarzweißen Mangazeichnungen verpuffen lässt. In Farbe wäre es passender gewesen. Hätte dann aber dem Mangastil nicht mehr entsprochen. Manche der Traumsequenzen sind aber richtig gut. Allerdings nicht wirklich neu. Die langsame Steigerung der Story ist spannend, kulminiert aber nicht wirklich in einem großen Finale und versandet somit.

Großflächige Zeichnungen einzusetzen erweist sich in der zweiten Story hingegen als gute Entscheidung. Denn als Illustrationen funktioniert hier der Mangastil hervorragend. Die Story ist spannend und brutal und von der ganzen Struktur her (klassischer Aufbau einer Kurzgeschichte) sehr viel besser als die erste Geschichte. Was Mangafans aber abschrecken könnte, ist eben der Fakt, dass es keine Comicgeschichte ist.



Fazit:
Die Mischung hinterlässt einen eher faden Geschmack. Eines lenkt vom anderen ab und Crossmedialismus funktioniert nicht immer. Insgesamt gesehen ist das Buch eher langweilig, obwohl die zweite Story an sich gut ist.


Das Ich - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Das Ich

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Knaur Taschenbuch

Preis:
€ 6,95

ISBN 10:
3426530015

ISBN 13:
978-3426530016

160 Seiten

Das Ich bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Traumsequenzen
  • Illustrationen
  • Aufbau zweite Geschichte
Negativ aufgefallen
  • Gesamtkonzept
  • flächige Zeichnungen
  • redundante Geschichten
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 19.06.2010
Kategorie: Rezensionen
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