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Comic-Besprechung - Fix & Foxi Magazin Nr. 04/2010

Geschichten:
  • FIX & FOXI: Der Schatz des Störtebeker
  • FIX & FOXI: Geschmackssache

Deutsche Erstveröffentlichungen

Chefautor: Tim Born, Zeichner: Nadia Enis (Chefzeichnerin), Diana Lazaru
Colorierung: Gerda Beuchel, Alice Winkler

Gimmick-Beilage: Piratenbleistift



Story:
In der etwas längeren Titelstory Der Schatz des Störtebeker wird es historisch. Morgen ist Sperrmülltag, also werden Fix und Foxi von Onkel Fax erbarmungslos tief in den Keller geschickt, um kräftig zu entrümpeln. Dort finden die beiden Füchse eine steinalte Truhe, die scheinbar einstmals einem Urahn des Onkels gehörte. Neben einem Gemälde und anderem Plunder finden sie ein Tagebuch von Fiete von Faxen, Vorsitzender der hanseatischen Kaufmannsvereinigung in Hamburg.

Dann gibt es in der Handlung einen Sprung. Wir sind in der Hansestadt im Jahre 1401 nach Christus. Der böse Pirat Störtebeker treibt sein Unwesen und macht dem erfolgreichen Kaufmann das Geschäftsleben schwer. Fiete jedoch hat zwei Neffen namens Knut und Klaas, die Fix und Foxi zum Verwechseln ähnlich sehen. Mit einer List wollen sie Störtebeker das Handwerk legen. Auch ein Vorfahre von Lupo ist mit von der Partie.

In der Kurzgeschichte Geschmackssache bekommt Professor Knox eine Einladung von der Wissenschaftsakademie: „In einem Wettbewerb küren wir die Erfindung des Jahres.“ Knox tut was er am besten kann und erfindet einen Schmackomat, eine Art Wundermaschine, die jedes denkbare Gericht auf Knopfdruck herstellen kann. Allerdings hat Knoxens alter Widersacher Faustus Fiesefummel Sabotage-Gedanken, und er spannt dafür Lupo ein. 

Meinung:
Allmählich spielt sich die neue Inkarnation von Fix & Foxi ein. Das Konzept ist klar erkennbar, und es dürfte die reinen Comic-Fans nicht freuen. Ein Wissensmagazin für Kinder will man sein. Die Comics wirken eher wie die Beilage, statt das Hauptgericht. Jeweils 28 von insgesamt 52 Seiten sind zwar immer noch besser als nichts und machen etwas mehr als die Hälfte aus, aber so richtig befriedigend ist diese Aufteilung nicht.

Dabei sind die, laut Titelbild, spannenden Wissensseiten grundsolide gemacht. In Anlehnung an das Störtebeker-Thema der Coverstory, stellt man diesmal einen Überblick über die wichtigsten Freibeuter zusammen: Blackbeard, Klaus Störtebeker, William Kid, Francis Darke, Mary Read und Anne Bonny werden kurz vorgestellt. Die Texte scheinen dort her zu kommen, wo auch das Bildmaterial geangelt wurde: aus dem Internet, genauer gesagt von Wikipedia. Das ist prinzipiell kein Malus, sind die Texte doch etwas umformuliert und auf Fix & Foxi-Leser-Länge zurechtgestutzt worden. Schließlich gibt es neben dem Piraten-Schwerpunkt jede Menge zu lesen, da will man die kleinen Leser nicht überfordern.

Überhaupt, mit den Beiträgen vom Lebensraum Ostsee und dem Lebensraum Karibik, die wiederum mit der Hilfe von WWF und Young Panda erstellt wurden, dürfte die Dauer der Lektüre eines Fix & Foxi-Magazins Dimensionen erreicht haben, die schon mit einem 300-seitigen Manga oder einer halben BRAVO mithalten können. Will man wirklich alles lesen, dann ist man gut beschäftigt. Das ist durchaus positiv gemeint, denn man bekommt in moderat angeordneter Form einiges Wissenswerte über das jeweilige Thema vermittelt, ohne damit komplett erschlagen zu werden.

Und wie sieht es mit den Comics aus? Die Gewichtung wurde verändert. Der Aufmacher hat diesmal nur 15 Seiten. Die Kurzgeschichte am Ende des Hefts verdient die Bezeichnung fast nicht mehr, weil sie auf 13 Seiten angewachsen ist. Nadia Enis, laut Impressum die Chefzeichnerin, wurde diesmal nach hinten verbannt.  Wie wahr, ihre Zeichnungen der Osterstory waren nicht so das Gelbe vom Ei, und man kann auch bei Geschmackssache deutliche Zittrigkeiten spüren. Gerade eine Figur wie Faustus Fiesefummel sieht nicht aus wie routiniert gezeichnet. Aber vielleicht ist das „Geschmackssache“.

Die Piraten-Geschichte von Diana Lazaru kann durch eine historisch-abenteuerliche Aura glänzen. Die Zeichnungen sind akzeptabel, aber nicht so, dass man auf den ersten Blick erkennen könnte, ob man hier Fan-Art abgedruckt hat oder nicht. Die Story zeigt eine große Schwäche von Autor Tim Born. Er startet eine groß angelegte Geschichte und würgt sie dann mittelprächtig ab. Ganz eklatant war dies bei Lupo Reloaded, der Zweitstory im Januar-Heft, der Fall. Diesmal heißt es auf der drittletzten Comicseite „Der Rest ist Geschichte“ und dann steuert es auf die Pointe zu.

Die diesmalige Beilage bleibt dem zuletzt eingeschlagenen Kurs treu (okay, Heft 1 fiel aus dem Rahmen). Kein Plastikmüll, sondern wiederverwertbares Material. Wer den Bleistift nicht stylisch findet oder gar nichts damit anfangen kann, der kann im nahenden Frühling immerhin das Holz zum Anzünden des Lagerfeuers beim Zelten verwenden.

Fazit:
Es sei verziehen, dass das Fazit für April ähnlich ausfällt wie im März. Die bisher konstante Leistung lässt eine starke redaktionelle Hand vermuten. Das April-Heft ist in sich stimmig mit soliden Wissensseiten. Die Comics sind qualitativ nicht schlechter geworden, gerade die erste Geschichte kann durch ihre unterhaltsame Thematik überzeugen. In Heft Nr. 5 geht es dann in den Dschungel. Man kann gespannt sein!



Fix & Foxi Magazin Nr. 04/2010 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Fix & Foxi Magazin Nr. 04/2010

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
New Ground Publishing

Preis:
€ 2.95

52 Seiten

Fix & Foxi Magazin Nr. 04/2010 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • interessanter Magazin-Teil
  • historisches, unterhaltsames Piraten-Thema
Negativ aufgefallen
  • zu wenig Comics
  • die Comiczeichnungen sind Funny-Mittelmaß
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
3
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 02.04.2010
Kategorie: Fix & Foxi
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