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Specials Eventspecials

Der Manga
Gaiden
"Saiyuki" beginnt - genau genommen - nicht mit "Gensomaden Saiyuki 1", sondern mit der Serie "Gaiden".

In "Saiyuki Gaiden" werden die Ereignisse geschildert, die vor 500 Jahren dazu führten, dass Goku in einen Berg gesperrt wurde und dass drei unsterbliche Himmlische Krieger getötet und wiedergeboren wurden, um in einer späteren Inkarnation gemeinsam die Reise nach dem Westen anzutreten.

Gegenwärtig erscheint diese Geschichte im Wechsel mit "Saiyuki Reload" in dem jap. Magazin "Zero Sum" und ist noch nicht abgeschlossen.

Die Hauptfiguren der "Gaiden"-Serie sind
der Bürokrat Konzen Doji,
Kozen Doji
der Feldmarschall Tenpou Gensui,
Tenpou Gensui
der General Kenren Taisho und
Kenren Taisho
ihr junger Freund
Son Goku,
Son Goku
Li Tou Ten
die für ihre Rebellion gegen den grausamen Li Tou Ten auf schrecklichste Weise bestraft werden.
Spekulativ ist, dass auch der Vorgesetzte von Tenpou und Kenren, der weiße Drache Goujun, den Tod findet und seine Reinkarnation Hakuuryu ist.


Die gegenwärtigen Reinkarnationen der Himmlischen Krieger sind der Mönch Genjo Sanzo (Konzen), der Heiler Cho Hakkai (Tenpou) und der Halb-Youkai Sha Gojyo (Kenren). Allein Son Goku ist immer noch derselbe kindliche, nicht gealterte Son Goku, wenn ihm auch die Erinnerung an die zurückliegenden Geschehnisse fehlt.

Die vier Hauptfiguren treffen noch vor Beginn der eigentlichen Handlung zum ersten Mal aufeinander, was in Rückblenden geschildert wird:

Kouryu

Nach dem gewaltsamen Tod seines Mentors Komyou Sanzo steigt das Findelkind Kouryu in den Rang eines Sanzos auf und nennt sich fortan Genjo Sanzo. Er hört eine Stimme, die ihn fortwährend ruft. Als er ihr folgt, findet er Son Goku in seinem Gefängnis und befreit ihn. Seither folgt Goku Sanzo auf Schritt und Tritt und lebt mit ihm im Tempel.

Gonou Kanan
Etwa zur gleichen Zeit liest der Spieler und Schürzenjäger Sha Gojyo einen sterbenden Mann auf, der sich Cho Gonou nennt, und pflegt ihn gesund. Gonou hatte eine Liaison mit seiner (Zwillings-) Schwester Kanan, die von den Bewohnern ihres Dorfes als Opfer an die Youkai ausgeliefert wurde.

Aus Rache metzelte Gonou alle Dorfbewohner und Youkai nieder. Seine Schwester konnte er allerdings nicht mehr retten, denn sie beging Selbstmord vor seinen Augen, da sie vom Anführer des Youkai-Clans geschwängert worden war. Der letzte lebende Youkai fügte Gonou schwerste Verletzungen zu und verwandelte ihn durch sein Blut in einen Youkai. Allein einem Magiecontroller verdankt es Gonou, dass er seine menschliche Gestalt bewahrt. Woher der Controller stammt und wer die Burg der Youkai anschließend in Schutt und Asche legte, wurde bisher nicht geklärt.
Sanzo wird ausgesandt, Gonou zu finden und zum Tempel zu bringen, wo dieser für seine Verbrechen gerichtet werden soll. Gojyo verhilft seinem Freund zur Flucht und folgt ihm wenig später zusammen mit Sanzo und Goku, da er befürchtet, dass Gonou Selbstmord begehen wird. Sie können verhindern, dass sich Gonou, der auf einen überlebenden Youkai trifft, selbst tötet; allein sein rechtes Auge erleidet Schaden, so dass er fortan ein Monokel tragen muss. Danach wird er in den Tempel gebracht, und Gojyo erfährt von Sanzo, dass Gonou nicht mehr lebt.
Aus Trauer schneidet Gojyo sein Haar ab (die Ähnlichkeit mit Kenren ist offensichtlich). Seine Freude ist grenzenlos, als Gonou, der sich nun Hakkai nennt, Tage später wieder vor ihm steht, da man ihm ein neues Leben schenkte: Gonou musste sterben, damit Hakkai eine Chance auf Wiedergutmachung erhalten konnte. Sanzos Bemerkung war symbolisch und nicht wortwörtlich zu verstehen, denn der Buddhismus verbietet das Töten. Hakkai zieht bei Gojyo ein und lebt fortan mit ihm zusammen.

Gyokumen
Drei Jahre später beginnt die Youkai-Kaiserin Gyokumen mit verbotenen Experimenten. Ein Ritual aus Wissenschaft und Magie soll Gyumao wiedererwecken, den grausamen Youkai-Kaiser, der vor 500 Jahren vom Kriegsgott Nataku unschädlich gemacht worden war. Im Zusammenhang mit diesen Experimenten verlieren alle niederen Youkai den Verstand und fallen über die Menschen her, mit denen sie bis dahin friedlich zusammenlebten. In Tougenkyo bricht das Chaos aus.
Sanzo wird von den Sanbutsin/den drei Gottheiten gen Westen geschickt, um zu verhindern, dass Gyumao erweckt wird und um die Ordnung wieder herzustellen. Als Begleiter werden ihm Goku, Gojyo und Hakkai zur Seite gestellt. Sanzo ist davon wenig begeistert. Weder ist er ein Philantroph, noch mag er seine Begleiter, die zu den wenigen Youkai gehören, die gegen die Beeinflussung immun sind. Er hat jedoch keine andere Wahl und bricht gemeinsam mit den Dreien zu einer Reise auf, deren Ende noch lange nicht in Sicht ist.
Unterwegs müssen sie häufig gegen Youkai kämpfen und andere Gefahren überstehen. Dabei werden sie auch immer wieder mit den Gespenstern ihrer eigenen Vergangenheit und den Abgründen ihrer eigenen Seelen konfrontiert.
Regelmäßig begegnen sie Kougaiji und seinen Gefolgsleuten Dokugakuji , Yaone und Lirin. Der Youkai-Prinz hegt keinen persönlichen Groll gegen Sanzo, aber Gyokumen erpresst ihn mit seiner Mutter, die in einen Fels eingeschlossen ist. Sie wird erst dann befreit, wenn Kougaiji die heiligen Sutras beschafft - eine befindet sich in Sanzos Besitz -, die notwendig sind, um Gyumao, Kougaijis Vater, zu erwecken. Kougaijis Motive sind selbstlos und edel, auch wenn er als Gegner auftritt. Tatsächlich stehen beide Gruppen oft Schulter an Schulter gegen einen gemeinsamen Feind und knüpfen freundschaftliche Bande. Dokugakuji ist Gojyos verschollener Halbbruder Jien. Hakkai findet in Yaone eine Seelenverwandte. Lirin hat eine Schwäche für Sanzo. Kougaiji und Goku sind von einander fasziniert. Später wird Kougaiji von Nii Jyeni, einem Handlanger von Gyokumen, einer Gehirnwäsche unterzogen und ist ab diesem Zeitpunkt nur noch ein Schatten seiner selbst.

Wer Serien wie "Angel Sanctuary", "Yami no Matsuei", "Gravitation", "Weiß Kreuz", "Fake", "Spriggan", "Bastard" und "Kenshin" schätzt, die sich durch eine Mischung aus Spannung, Action, Humor, Tragik und Erotik/Shonen-Ai auszeichnen, dürfte auch an "Saiyuki" Gefallen finden.

"Saiyuki" wird als Shojo-Serie eingestuft, da die Reihe in einem Shojo-Magazin erscheint - sie spricht allerdings auch die männliche Leserschaft an, da die Mangaka die gängigen Shojo-Klischees vermeidet. Sie bietet eine ungewöhnliche, mitreißende Handlung, die weiblichen Protagonisten stellt sie ebenso erotisch dar wie ihre Biseinen, die Dynamik und der Aufbau der Charaktere gleicht mehr dem von Shonen-Mangas.

Die leichten Shonen-Ai-Elemente sind bewusst von der Mangaka eingefügter Yaoi-Support, was zur Folge hat, dass in japanischen Buchläden die Tankobons aus marktstrategischen Gründen in der Boys-Love-Sektion zu finden sind. Tatsächlich ist "Saiyuki" jedoch keine Boys-Love-Reihe, doch können die Leser reichlich zweideutige Szenen entdecken.

Da Kazuya Minekura auch für Magazine für Homosexuelle zeichnet, weiß sie, was bei ihrem Publikum ankommt. Sie spielt geschickt mit der Erotik, und die Fans wissen ihre Symbolik zu interpretieren. Beispielsweise lenkt die legere Kleidung der Charaktere - die offen stehenden Hemden und Hosen - das Auge zu den richtigen Stellen. Gojyo ist der Seme der Serie schlechthin, erkennbar an seinem ärmellosen Shirt. Tatsächlich flirtet er wesentlich heftiger mit seinen Freunden als mit irgendeinem weiblichen Charakter. Sanzos Revolver ist ein phallisches Symbol. Wie er die Waffe hält, pflegt und einsetzt, ebenso der Umstand, dass er auch auf seine Kameraden schießt, ist voller sexueller Metaphern. In einer Episode befreit er Gojyo durch einen gezielten Schuss aus Hüfthöhe von einem Parasit, der sich unmittelbar neben Gojyos Herz festgesetzt hat und sich in seinem Körper ausbreitete. Hin und wieder darf Goku den Revolver halten, und Gojyo weiß ebenfalls, wie er ihn zu bedienen hat.

Das impliziert eine Menge... Wer sich jedoch nichts aus Shonen-Ai macht, lässt die Bilder einfach so stehen, wie sie sind und findet nichts Anstößiges.

Die dt. Übersetzung ist zwar auf die Leser ab 12 zugeschnitten, doch die Handlung ist oft brutal, hintergründig und voller erotischer Anspielungen, die ein erfahreneres Publikum erforderlich macht.


Kazuya Minekuras eigentümlicher Zeichenstil lässt sich kaum mit dem eines anderen Mangaka vergleichen. Charakteristisch sind für sie Figuren mit hängenden Augenliedern, geraden Nasen, breiten Mündern und üppigem Haar, sowie der gezielte Einsatz von Blut, Bandagen, nasser Kleidung und viel nackter Haut als erotische Elemente.

Minekuras Zeichnungen sind nicht perfekt. Immer wieder findet man anatomische oder perspektivische Fehler. Dennoch geht ein erstaunlicher Reiz von ihren Bildern aus, vielleicht gerade wegen dieser kleinen Mängel. Insbesondere ihre Farbillustrationen, die man in größerem Format in den Artbooks bewundern kann, sind eine Augenweide.


Special vom: 14.08.2003
Autor dieses Specials: Irene Salzmann
Die weiteren Unterseiten dieses Specials:
Hintergrund
Die Charaktere
Movies und Merchandise
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