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Die Bourgne-Identität des Michel Vaillant
Interview mit Marc Bourgne, den neuen Zeichner des Rennsport-Klassikers

SB: Wie bist du Zeichner von MICHEL VAILLANT geworden?

Bourgne: In den 1990er Jahren habe ich in einem Magazin ein Interview mit Philippe Graton, dem Sohn des VAILLANT-Schöpfers Jean Graton, gelesen. Philippe, der zuletzt Szenarist von VAILLANT war und das Management von Graton Editeur übernahm, kündigte in diesem Interview an, dass er nach einem Künstler für JULIE WOOD, einer Serie seines Vaters über eine blonde Biker-Heldin, suche. Ich zeichnete unverzüglich zwei Studien (siehe Abb. in SB 225, Seite 32) und schickte sie ihm. In den folgenden Monaten haben wir uns per Telefon und Briefen ausgetauscht, doch aufgrund von Zeitmangel war es Philippe nicht möglich, mit dem Projekt JULIE WOOD fortzufahren.

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     2011 entschied Philippe Graton, der VAILLANT an Dupuis verkauft hatte, die VAILLANT-Serie als “Season 2“ wieder aufleben zu lassen, aber nicht mit dem Studio Graton (das bereits nicht mehr existierte), sondern mit neuen Autoren und Zeichnern. Er legte den Grundstein für die Neugestaltung der Serie, in dem er die Themen und die in Frage kommenden Automobilsportevents für die neuen Abenteuer des Vaillant-Clans auflistete. Bei der Ausführung seiner Storykonzepte entschied er sich für den belgischen Szenaristen Denis Lapière, der in seiner Jugend Rennsport-Erfahrungen gesammelte hatte – nicht unbedingt ein Nachteil, wenn man VAILLANT-Storys verfassen soll. Außerdem fand  MAURO CALDI (dt. bei Salleck), seine erste Serie, in der Welt des Rennsports statt. Auch der Zeichner für Autos und Decors war mit Benjamin Bénéteau rasch gefunden. Er arbeitete bereits an zwei DOSSIERS MICHEL VAILLANT mit und hat zuvor mit Denis an der Serie Alter Ego gearbeitet. Graton und Dupuis fehlte nun nur noch der Zeichner für die Charaktere. Als er diese Frage mit José-Louis Bocquet („Directeur de Collection“) diskutierte, erinnerte sich Philippe an die Studien, die ich vor 20 Jahren für JULIE WOOD angefertigt hatte. Und so rief mich José-Louis an. MICHEL VAILLANT ist eine Serie, die ich seit meiner Kindheit lese und immer vergöttert habe. Natürlich habe ich sofort das Angebot und die Herausforderung, die mir José-Louis anbot, angenommen, zumal Philippe nicht von mir erwartete, dass ich den Stil seines Vaters kopiere. Natürlich halte ich es für angemessen, die Zeichnungen zwar auf meine eigene Weise, aber doch in der Tradition der Serie fortzuführen, wie ich es auch beim ROTEN KORSAR getan habe.

(Viel mehr in SPRECHBLASE 226)


Special vom: 09.01.2013
Autor dieses Specials: Michael Hster
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