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Specials Eventspecials

Mit Schirm, Charme und Melone - Die Comics
Der Zeitungsstrip
Ab September 1963 erschien THE AVENGERS als Zeitungsstrip in der TV-Zeitschrift „Look Westward“, später auch in „The Viewer“ und in den „Manchester Evening News“. Steed stand hier sein zweiter Partner zur Seite, die schlagfertige Cathy Gale. Insgesamt sind 4 Storys mit je 8 bis 10 Teilen zu 1-2 Seiten bekannt. Als Autor wurde zumindest bei einer Episode John Malcolm angegeben. Zeichner der Serie ist niemand geringerer als der Spanier José „Pepe“ Gonzales (VAMPIRELLA), der zu dieser Zeit für den englischen Markt an Romantik-Comics arbeitete. Die bekannt gewordenen Beispiele sehen sehr vielversprechend aus. Wohl weil sich ein Zeitungsstrip primär an Erwachsene richtet, dürfte auch ein gewisser Anspruch angestrebt worden sein.

Die Comicmagazine
Die weitaus meisten AVENGERS-Comics wurden in Comicmagazinen veröffentlicht. Diese haben in England eine lange Tradition, die bis zu den Kinderbeilagen der Frauenzeitschriften des späten 19.Jahrhunderts zurückreicht. Während Magazine wie EAGLE (hier erschien DAN DARE) in den 50er Jahren noch einen hohen erzieherischen und qualitativen Anspruch vertraten, nahm das triviale Element mit den Jahren überhand, die Aufmachung vieler Hefte wurde ziemlich reißerisch und der Druck billigst. Jedes dieser Magazine enthielt eine Vielzahl von Comicreihen in Fortsetzungen, die jeweils wenige Seiten aufwiesen. Den eigenwilligen englischen Stil, der vor allem durch die Verlage IPC und DC Thomson verbreitet wurde, lernte der deutsche Leser vor allem durch KOBRA kennen, dem Magazin von Gevacur aus den 70er Jahren, das auch TRIGAN enthielt.

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Der AVENGERS-Strip von Pat Williams in der österreichischen Tageszeitung "Express".

Ein solches wöchentlich erscheinendes Magazin war TV-COMIC vom Verlag Polystyle, in dem neben anderen TV-Adaptionen, z.B. von THE SAINT (SIMON TEMPLAR) oder DR. WHO, auch ein AVENGERS-Comic lanciert wurde, und zwar ab Nr. 720 vom 2. Oktober 1965, dem Tag an dem im TV die Erstausstrahlung der ersten Emma Peel-Staffel ihren Anfang nahm. Das Artwork wirkt flott und lebendig und hat einen leicht karikierenden Einschlag. Allerdings wird die Ähnlichkeit mit den Schauspielern nicht immer erreicht (was auch bei den meisten anderen AVENGERS-Adaptionen der Fall ist). Der Autor ist unbekannt, doch der Zeichner konnte aufgrund der Angabe in einer amerikanischen Lizenzausgabe ermittelt werden: Pat Williams. Von dieser soliden Gebrauchsware wurden bis September 1966 zehn etwa zehnseitige Storys (insgesamt 95 Seiten) veröffentlicht (von Nr.720–771, mit zumeist 2 Seiten pro Heft). Eine elfte Comicstory erschien noch im TV-HOLIDAY-SPECIAL 1966.

Die erwähnte Lizenzausgabe ist jene des JOHN STEED / EMMA PEEL-Heftes von Gold Key (Nr.1/1968), in dem die Episode “The Roman Invasion” nachgedruckt wurde, in kolorierter Form (die bisherigen Comics waren s/w). Weitere Hefte sind nicht erschienen. Auf Deutsch vertrieb die Lizenz Bulls Pressedienst. Bekannt ist, dass alle zehn regulären Storys dieser Serie in der österreichischen Zeitung “Express” gelaufen sind.

Obwohl TV-COMIC die Lizenz an THE AVENGERS bekommen hatte, durfte das Comicmagazin JUNE von Januar bis April 1966 einen ganz speziellen Comic zur Serie publizieren – und zwar die von Fans sehr geschätzte Geschichte “The Growing Up of Emma Peel”, in der die Jugend der Vorzeige-Emanze geschildert wird. Getreu der TV-Episode „Das Häuschen im Grünen“ heißt die 14jährige Emma hier Knight mit Familiennamen. Auf der Yacht ihres Vaters bringt ihr ein Chinese Judo bei und sie entwickelt bereits in diesem Alter ein starkes Interesse an Mode. Als ihr Vater sie in einem selbst geschneiderten Hosenanzug sieht, möchte er, dass sie diesen “Pyjama” schleunigst auszieht. Emma reist mit ihrem Vater in ein kleines, arabisches Land. Sie erlebt Abenteuer mit Prinzessin Asha und Hassan, einem jungen Mann, der die Prinzessin gern ehelichen würde. Doch leider gibt´s auch einen widerlichen Scheich, dem Asha bereits versprochen wurde.

Weiter geht es in der Sprechblase 216.


Special vom: 17.12.2009
Autor dieses Specials: Winfried Secker, Gerhard Frster
Die weiteren Unterseiten dieses Specials:
Im Gespräch mit Horst Berner
Hombre
"Die große Nummer" - Eine außergewöhnliche Mecki-Story
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