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Star Trek – Eine kurze Geschichte
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Es sind oft die kühnen Visionen eines Einzelnen, die ein Phänomen auslösen können. Und so muss es wohl auch bei Star Trek gewesen sein. Gene Roddenberry hatte es über Jahre versucht eine Serie im US-Fernsehen unterzubringen, war mehrfach gescheitert, hatte 1963 mit einer Serie über die Marine in Friedenszeiten Erfolg, und schlußendlich erlaubte man es ihm seine kühnste Vision zu produzieren, eben Star Trek, das hierzulande als „Raumschiff Enterprise“ bekannt werden sollte.

Der erste Pilotfilm war ein Desaster und wurde viele Jahre lang nicht gezeigt, aber scheinbar erkannten die Verantwortlichen das Potential der Serie und ließen einen zweiten Pilotfilm produzieren, der dann auch am 8.9.1966 im US-Fernsehen gezeigt wurde.

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Fans fanden sich schnell, allerdings zeitweise nicht genug, denn die Einschaltquoten waren nicht gerade berauschend, und so stand die Serie mehrfach vor dem Aus. Nur durch organisierte Briefaktionen wurde die Serie bis ins Jahr 1969 gerettet. Star Trek hätte damit eine Randnotiz im US-Fernsehen bleiben können. Drei Seasons mit gerade einmal 79 Folgen zeugten von nicht gerade viel Glück. Doch es sollte anders kommen. Zwei Faktoren spielten dabei eine wichtige Rolle.

Die Fangemeinde wuchs auch nach der Absetzung immer weiter. Schuld daran waren die Fernsehsender selber. Auf der Suche nach billigem Sendematerial wiederholte man die Serie immer wieder. Außerdem wurde von 1973 bis 1974 eine Zeichentrickserie produziert. So schuf man die Grundlage für ein erfolgreiches Fortbestehen des Franchise. Die Frage war nur noch, wie es weitergehen sollte.

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Eine zweite Serie mit dem Titel „Star Trek: Phase Two“ wurde konzipiert und doch nie produziert. 1979 kam aber der erste Kinofilm auf die große Leinwand. Die Story des Films war … eigenartig, um es vorsichtig auszudrücken. Eine verschollene Voyager-Sonde, die von einem Maschinenplaneten aufgerüstet worden war und zur Erde zurück geschickt wurde, bedrohte die Menschheit. Elend lange Szenen, bei denen nur auf die mysteriöse Energiewolke geblickt wurde, machten den Film zu einem Geduldspiel und fast schien es, als wäre auch hier nach dem ersten Anlauf Schluss. Eines zeichnete Star Trek aber immer aus: Die Serie war ein Stehaufmännchen. Gab es einen Niederschlag, ging es irgendwie doch weiter.

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Mit Star Trek II: Der Zorn des Khan kam der Durchbruch. Eine mitreißende Geschichte, tolle Weltraumschlachten und Schauspieler auf dem höchsten Niveau ihres Tuns brachten das Franchise wieder in Gang und zwar in einer Form, das fünf Jahre später eine neue Crew auf die Fernsehbildschirme geschickt wurde. Während die Originalcrew weiterhin im Kino ihre Runden drehte, wurde „Star Trek: The Next Generation“ zum Longplayer des Franchise mit 178 Folgen und 7 Staffeln. Auch wenn Deep Space Nine und Voyager ebenfalls 7 Staffeln liefen, so erreichten sie nicht die Episodenanzahl der nächsten Generation. Die drei Serien überlappten sich zum Teil, so dass von 1993 bis 1999 immer zwei Star Trek-Serien im Fernsehen zu sehen waren.

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Doch der Bogen schien überspannt. Nach Beendigung von „Star Trek: Voyager“ wurde die Serie „Star Trek: Enterprise“ gestartet. Während man mit den anderen drei Serien immer weiter in die Zukunft gegangen war, hieß es nun zurück in die Vergangenheit. Nun wollte man Geschichten erzählen, die noch vor der ersten Serie stattgefunden hatten, als die allererste Enterprise noch nicht über Phaser und Photonentorpedos verfügte. Aber man machte einen entscheidenden Fehler: Die Serie war dem Franchise zu fern, sie drehte sich eben nicht mehr um den „Wagon Train To The Stars“, den Roddenberry thematisiert hatte. Vielmehr drehte sich alles nur noch um Krieg und Gewalt, und das kam bei den Fans so gar nicht an. Auch wenn diese Serie von der technischen Umsetzung her gesehen sicher die Beste war – man hatte seit 1987 sehr viele neue Möglichkeiten hinzugewonnen, um filmisch tätig zu werden – so war sie von den Drehbüchern her eher schlecht geraten und bekam dann auch noch ein Finale, bei dem man besser weggesehen hätte. 2005 war vorläufig Schluss.

Man hatte wohl bei Paramount einen Schuldigen in Form von Rick Berman erkannt und den konnte man aufgrund laufender Verträge nicht so leicht abschießen. Während man die Verträge auslaufen ließ, machte man sich auf die Suche nach frischem Blut. Das fand man in Form von Regisseur J. J. Abrams. Der hatte in den Jahren zuvor speziell mit seiner Serie „Lost“ sehr große Erfolge gefeiert und versprach einen echten Neuanfang für das Franchise. Übrigens keine Erfindung von ihm selbst, denn zum Beispiel Batman wurde ja auch schon erfolgreich neu gestartet.

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Am 07.04.2009 wurden nun etliche Fans in Sydney überrascht, die eigentlich einen ganz anderen Film sehen sollten und nun „aus Versehen“ in die offizielle Welt-Premiere des elften Kinofilms gelangt waren. Star Trek XI, der auch einfach nur „Star Trek“ genannt wird, ist allerdings kein kompletter Neuanfang. Auch wenn er in einer alternativen Zeitlinie spielt in der ein zeitreisender Romulaner für den Tod von Kirks Vater sorgt.

Der Film startet auch in Deutschland am 16.04.2009 in Deutschland mit der Deutschlandpremiere. Endgültig wird es am 06.05.2009 losgehen. Mit 150 Millionen Dollar Produktionskosten sicherlich nicht gerade einer der billigsten Filme, erwartet man sich nun einen Restart des Franchise. Und es wäre nicht das erste Mal, dass das klappen würde. Der zwölfte Kinofilm ist dem Vernehmen nach bereits in Auftrag gegeben worden. Und über eine neue Fernsehserie wird wild spekuliert. Man darf gespannt sein.


Special vom: 13.04.2009
Autor dieses Specials: Bernd Glasstetter
Die weiteren Unterseiten dieses Specials:
Star Trek - Countdown
Interview mit Andreas Mergenthaler
Zeitlinie
Star Trek - Aktuelle Romane
Trailer des Films
Filmausschnitte
Majel Barrett
Klingonisch für Anfänger: Der Crashkurs
Die junge Crew der Enterprise
Das Star Trek-ABC: Nicht nur für Star Trek-Neulinge
Die ersten Reaktionen des Publikums
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