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Origins erschaffen
Es war also nur noch Paul Jenkins übrig geblieben. Der Autor, der die Inhumans zu neuem Leben erweckt und mit The Sentry den größten Bluff in der Comicgeschichte angezettelt hatte. Und er war heiß darauf die Geschichte zu erzählen, die eigentlich nie erzählt werden sollte. "Ich denke, es ist eine verdammt gute Idee!"

Er traf sich mit Bill Jemans und Joe Quesada und in den kommenden Monaten entstand das Grundkonzept der Geschichte. Bill Jemas dazu im Wizard: "Es ist eine Analyse, was Logans Charakter und Fähigkeiten hervorgebracht hat. Und deswegen funktioniert die Geschichte."

Letztendlich hielt sich Jenkins an keine vorgegebenen Ideen aus den bisherigen Comics. Vergeßt also am Besten Eure Gedanken an blutige Schlachten, an einen Sabretooth, der Wolverines Vater ist oder ganz einfach die Adamantium-Krallen. Das wird man alles in Origins nicht sehen bzw. lesen können. Es wird aber auch nicht seine bisherige Geschichte verändert. Letztendlich wird geklärt, wie er so geworden ist. Nicht mehr, nicht weniger. Und es wird auch nicht zuviel erzählt. Gerade genug, um eben seine Herkunft zu erzählen und seinem Charakter neue Energie zu verleihen.

Bill Jemas konnte seine Sorge vor der Reaktion der Fans dennoch nicht ganz verstecken: "Wir hoffen, dass die Fans nicht enttäuscht sein werden." Und die war unbegründet. Origins war in den USA ein gewaltiger Erfolg. Und die Fans vergossen Tränen, als Wolverine zum ersten Mal in seinem Leben die berühmten Krallen ausfuhr. Wir sind uns jedenfalls sicher, dass es den deutschen Fans nicht anders ergehen wird, wenn sie die Stories ab Juni bei Marvel Deutschland lesen werden.

Dem Empfinden der Fans konnte Zeichner Andy Kubert (Die Ultimativen X-Men) schon früh zustimmen. Als er das Skript das erste Mal las, wurde ihm klar, warum Wolverine so ist, wie er ist. "Es ist wirklich sehr interessant, und für mich wird sein Charakter dadurch runder, glaubwürdiger, ausgereifter." Als er angerufen wurde, um die Story zu zeichnen, war er überwältigt. "Da machen die also diese Story und fragen ausgerechnet MICH, ob ich sie zeichnen würde. Ich konnte in dem Moment noch nicht einmal über die Bedeutung nachdenken." Zeichnerisch musste er dann auch noch umdenken, denn die Seiten sollten von Richard Isanove am Computer gemalt werden. "Ich arbeite sehr viel mehr mit Schatten und versuche die Stimmung dieser Zeit zum Ende des 19. Jahrhunderts einzufangen."

Wie schon gesagt, letztendlich waren die Fans begeistert. Obwohl das am Anfang nicht der Fall war. Als bekannt wurde, dass Origins veröffentlicht würde, wurde Marvel bestürmt. Die einen wollten die Veröffentlichung verhindern, die anderen wollten Details wissen. Jenkins wurde mit E-Mails zugeschüttet. "Es gab E-Mails, in denen Fans forderten, dass er Kanadier bleiben sollte, andere wollten ihn als Amerikaner haben. Irgendjemand werde ich enttäuschen müssen" so Jenkins. Dies zeigte den Druck, denen die Macher ausgesetzt waren. Doch sie ließen sich nicht einschüchtern. Aber ihnen war klar: Sie mussten ihr Bestes geben!


Special vom: 23.05.2002
Autor dieses Specials: Bernd Glasstetter
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