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Comic-Besprechung - Midnighter: Killing Machine

Geschichten:
Midnighter # 1-6
Autor: Garth Ennis, Zeichner: Chris Sprouse, Petr Snejbjerg, Glenn Fabry, Karl Story

Story:
Der Midnighter kommt gerade von einem Solo-Auftrag aus Afghanistan zurück. Bei der Rückreise zur Raumstation wird er von den Schergen des mysteriösen Baron Paulus gefangen genommen. Als er wieder zu sich kommt, erfährt er, dass ihm eine Bombe mit Fernzünder implantiert wurde. Ihm bleibt also nichts anderes übrig, als dem Wunsch von Baron Paulus nach zu kommen. Dieser bittet den Midnighter darum in die Zeit zurück zu reisen und den Mann zu töten, der für den Tod von Paulus Eltern in einem deutschen KZ die Schuld trägt: Adolf Hitler.

Der Midnighter stimmt zähneknirschend zu und begibt sich auf eine Zeitreise direkt in die Schützengräben des 1. Weltkrieges. Dort gerät er in einen Kampf zwischen deutschen und französischen Soldaten. Dabei findet er auch den Gefreiten Hitler. Kurz bevor er ihn exekutieren kann, taucht plötzlich die Zeitpolizei aus dem 95. Jahrhundert auf, deren Ziel es ist, die Änderung der Geschichte durch Zeitreisende zu verhindern. Folglich kommt es zu einem harten Kampf zwischen dem Midnighter und der Zeitpolizei. Im Verlauf dessen wird der Midnighter gefangen genommen und es geht wieder zurück in die Zukunft. Doch der Midnighter schafft es, sich während des Fluges zu befreien. Er entkommt und landet in Berlin im Jahre 1945 ...

Das letzte Heft dieser 6-teiligen Reihe führt den Leser ins ferne Japan zur Zeit der Samurai. Der Midnighter tritt hier in Gestalt des besten Schwertkämpfers aller Zeit auf und erzählt seine Lebensgeschichte.

Meinung:
Der Midnighter ist so etwas wie eine Mischung aus Wolverine und Batman. Er kann die Aktionen seiner Gegner voraussehen und hat Selbstheilungskräfte. Bei der Wahl seiner Mittel ist er im Kampf sehr skrupellos. So werden im Heft zahlreiche Gegner regelrecht abgeschlachtet, wobei es für den Midnighter unerheblich ist, ob sie wirklich Schuld an einer Sache waren oder einfach nur am falschen Ort zur falschen Zeit herum spaziert sind. Sympathisch wirkt das nicht gerade. Doch das ist auch nicht Sinn der Sache. Der Midnighter ist ein düsterer Einzelgänger, der sich nichts aus Freundschaften macht.

Garth Ennis erzählt hier eine Geschichte mit diesem Superhelden, die wirklich schwere Kost ist. Zum einen ist die Story (Ein Attentat auf Adolf Hitler) politisch gesehen recht brisant und zum anderen metzelt sich der Midnighter durch die Reihen, ohne ein Spur von Gerechtigkeit, wie man es von anderen Superhelden kennt.

Die Geschichte an sich ist gut durchdacht und fesselt bis zur letzten Seite. Garth Ennis hat mit Killing Machine eine gute Comicstory geschaffen, die einen leicht nachvollziehbaren roten Faden hat. Obwohl in dem Heft Action auf Action folgt und dem Leser kaum Zeit zum Luft holen gegeben wird, kann dieser trotzdem der Story problemlos folgen.

Nur ab und zu gerät die Erzählung ins Stocken. Zum Beispiel in dem Moment, wo der Midnighter in Berlin 1945 auf eine Gruppe von jungen Frontkämpfern trifft. Bei solchen Szenen merkt man, dass das Heft von einem Amerikaner geschrieben wurde, denn die Abbildungen und die Aussagen dieser Kinder entsprechen genau den typischen Erwartungen der Amerikaner an die Deutschen. Diese kurzen Abschnitte schaffen es aber nicht den Gesamteindruck des Heftes zu mindern, denn je näher es Richtung Ende geht um so mehr verändert sich auch die Person des Midnighter. War er anfangs noch skrupellos, wird er zum Abschluß doch fast schon weich. Aber ein paar Überraschungen gibt es dennoch.

Fazit:
Der Midnighter wird hier von Garth Ennis mit einer guten Solo-Story eingeführt, die spannend, aber auch nicht sehr tiefgründig ist. Sympathisch wird dieser Superheld dem Leser wohl nicht werden. Aber als quasi Anti-Held macht er einen verdammt guten Eindruck. „Killing Machine“ kann man sich getrost zulegen, auch wenn man vorher nichts mit dem Wildstorm Universum am Hut hatte. Denn aufgrund fehlender, ewig langer Erklärungen und dafür auf den Punkt gebrachter Action, reicht es wenn der Leser sich einfach auf dieses Heft konzentriert und alle Hintergründe einfach mal links liegen lässt. Nur die typisch amerikanische Sichtweise auf den zweiten Weltkrieg und auf die Deutschen allgemein kann unter Umständen etwas den Lesespaß trüben.



Midnighter: Killing Machine - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Midnighter: Killing Machine

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 13:
4-197832-016951

148 Seiten

Positiv aufgefallen
  • gute Story
Negativ aufgefallen
  • keine Bonussachen und Extras
  • etwas teuer
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Rezension vom: 16.01.2009
Kategorie: One Shots
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