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Comic-Besprechung - Narren

Geschichten:
Jar Of Fools
Autor und Zeichner: Jason Lutes

Story:
Ernie Weiss ist nicht zu beneiden. Er ist ein Trinker und hat dadurch seinen Job als Zauberer und seine Freundin verloren und die Zukunft sieht ziemlich übel aus. Doch er will in seinen alten Job zurück und sucht sein Heil bei seinem alten Mentor Al Flosso, dem er bei der Flucht aus dessen Altenheim hilft. Doch auch seine Ex-Freundin Ester O’Dea hat so ihre Probleme ihren Alltag in den Griff zu bekommen, den sie in einem Coffee-Shop verbringt. Als sie von einem Betrüger herein gelegt wird, gerät ihre Welt vollends aus den Fugen…

Meinung:

Nun sicher, es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Comics geben, die positivere Gedanken versprühen. Jason Lutes macht es dem Leser nicht gerade einfach überhaupt etwas Positives in seiner Geschichte herauszulesen. Andererseits ist es auch nicht seine Intention dies zu tun. Er will eine Geschichte erzählen, die so sicher immer wieder passiert, die den Leser bewegt und ihn mitreißt. Und das gelingt ihm mit Sicherheit. Es ist eine durch und durch melancholische Geschichte, bei der es eigentlich egal ist, in welchem Zeitrahmen sie spielt. Anfangs ist man sich sogar noch nicht einmal klar darüber, ob die Geschichte nicht vielleicht in den zwanziger Jahren spielen könnte, erst später wird es klar, dass sie einigermaßen sicher in der Gegenwart angesiedelt sein muss. Vielleicht ist die Melancholie an ein paar Stellen etwas zu weit getrieben worden, aber das muss wohl jeder Leser für sich entscheiden, ob dies der Fall ist.

Jason Lutes setzt bei der Erzählung mit Sicherheit nicht auf eine besonders aufwendige Grafik, er würde in Frankreich der Ligne Claire zugeordnet werden. Seine Zeichnungen liegen irgendwo zwischen Naivität und zum Teil sogar Funnystil. Es ist aber ein Stil, der genau richtig zur Geschichte passt und insofern einfach nur überzeugen kann. Es ist diese ruhige Art der Geschichtenerzählung, die diesem Comic erst die richtige Geschwindigkeit mit gibt und es ist beruhigend zu wissen, dass Amerika auch solche Geschichten hervorbringen kann und nicht nur die Superhelden hochjubelt.

Lutes erzählt eine vielschichtige Geschichte. Es ist eine Liebesgeschichte, ein Roadmovie und zum Teil sogar ein Gangsterepos. Es ist eine Geschichte von Menschen zwischen zwei Phasen ihres Lebens und es bleibt dem Leser überlassen diese Geschichte zum Schluss weiterzuspinnen. Wohin wird wohl der Weg dieser durch und durch sympathischen Charaktere gehen? Werden sie sich überhaupt so noch einmal sehen? Wie gut wird es das Schicksal nun mit ihnen meinen, da sie doch so tief abgestiegen sind? Und eines kann ganz sicher so gesehen werden: Würde hieraus ein Film gestrickt und mit den richtigen Darstellern gecastet werden, dann könnte daraus ein kleines Meisterwerk entstehen. Ein Storyboard in Form dieses Comics gäbe es immerhin schon.

Stephan Schunck:

Immer wenn man einen - im Vorfeld schon hochgelobten und von einem renommierten Künstler wie Jason Lutes geschaffenen - Comic in die Finger bekommt, ist die Erwartungshaltung entsprechend relativ groß.
Auch wenn man sich durch frühere Arbeiten an Lutes spartanischen Stil gewöhnt hat, ist es Anfangs nicht ganz leicht, sich in die Geschichte um die kleine Gruppe von Zauberern, Kellnerinnen und Gelegenheitsdieben hereinzufinden.
Aber kaum hat man die ersten Seiten dieser Geschichte gelesen, lässt sie einen kaum mehr los. Lutes versteht es mit seinen einfachen, schwarz-weißen Zeichnungen und sehr überschaubaren Panels der gar nicht trivialen Geschichte ein unglaubliches Leben einzuhauchen.
Und so lässt einen die Geschichte bis zur letzten Seite nicht mehr los - auch wenn es schnell offensichtlich wird, dass es kein gutes ende nehmen kann - oder doch?



Fazit:
Jason Lutes weiß zu begeistern. Es kann aber durchaus sein, dass durch den melancholischen Unterton der sich durch die gesamte Geschichte zieht, der eine oder andere Leser nicht zugreifen will. Doch sollte man jedem diesen Comic ans Herz legen.

Narren - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Narren

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 14,00

ISBN 13:
978-3-551-73782-3

144 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gut gezeichnet
  • Herausragend erzählt
Negativ aufgefallen
  • Vielleicht ein wenig zu melancholisch
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1.5
(2 Stimmen)
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

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Rezension vom: 27.09.2007
Kategorie: One Shots
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