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Comic-Besprechung - Old Boy 1

Geschichten:
Kapitel 1-19
Autor: Garon Tsuchiya, Zeichner: Nobuaki Minegishi, Tusche: Nobuaki Minegishi

Story:
Ein großer, muskulöser, schwarzhaariger, 35- jähriger Mann mit Stoppelbart sitzt in einem äußerst spärlich möblierten, kalten, kleinen Zimmer. Das einzige Inventar sind ein Bett und ein Fernseher. Dazu separat noch eine Toilette mit Waschbecken. Sein Problem: er kann nicht raus. Und das schon seit 10 Jahren nicht! Noch dazu weiß er weder warum er hier festgehalten wird, noch wo er sich überhaupt befindet. Seine einzigen Beschäftigungen sind fernsehen zum einen und hartes Kampftraining zum anderen. Mehr geht in dem engen Raum nicht. Er darf nicht raus, mit niemandem sprechen und sein einziger Zugang zur Außenwelt sind der Fernseher und die Klappe in der Tür, durch die ihm das Essen hereingestellt wird. Einmal im Monat kommt ein Friseur, allerdings darf er auch hier nicht reden, muss eine Augenbinde tragen und Handschellen anlegen.
Alles verändert sich jedoch als eines Tages plötzlich drei Herren mit dunklen Sonnenbrillen und einem Koffer den kleinen unbehaglichen Raum mit den Worten "Du wirst entlassen" betreten. Sie werfen ihm einen Smoking hin und verlangen dass er sich umzieht. Anschließend wird er betäubt und in einem Wald mit 1000 Yen in der Tasche ausgesetzt.
Als er erwacht sieht er zum ersten mal seit 10 Jahren wieder den freien Himmel.
Sein Entschluss steht fest: er will denjenigen finden, der ihm das angetan hat! Doch wie, ohne ausreichend Geld und Unterkunft? Letzteres findet er zu seinem Glück bei Eri, einer Bedienung eines Restaurants und ersteres bei einer Baufirma. Hier bekommt er Dank seines Fleißes 15.000 Yen pro Tag und später auch eine Unterkunft für Arbeiter. Er hat allerdings ein weiteres Problem. Er weiß seinen richtigen Namen nicht mehr. Kurzerhand nennt er sich einfach Yamashita, überzeugt, dass er sich schon wieder erinnern wird. Von Eri wird er allerdings nur "Alter Knabe" genannt.
Nachdem er genügend Geld gespart hat macht er sich auf die Suche nach seinen Peinigern. Seine einzigen Anhaltspunkte sind ein Sender, den man ihm eingepflanzt hat und den Eri erfolgreich entfernen konnte, und ein Stück eines Zettels, den er einmal in seinem Essen gefunden hat. Auf diesem sind die Schriftzeichen für "blauer Drache" zu lesen. Also macht er sich mit Eris Hilfe daran sich durch 8 potenzielle Restaurants mit diesem Namen zu essen, in der Hoffnung den Geschmack des Essens wieder zu erkennen, das er 10 Jahre lang gegessen hat. Doch ohne Erfolg. Erst als Eri im Telefonbuch auf ein Restaurant mit Namen "zum blauen Drachen" stößt werden sie fündig.
Um das Gebäude ausfindig zu machen in dem er festgehalten wurde folgt er dem Essenslieferanten und gelangt in ein Gebäude mit 12 Stockwerken. Die einzige Möglichkeit allerdings in diese zu gelangen ist ein Aufzug.
Was er nicht weiß: es gibt ein geheimes Stockwerk zwischen dem 7. und dem 8. Stock. Durch eine List gelingt es ihm dies herauszufinden und er bekommt sogar ein paar Informationen aus dem Aufseher der Gefängniszellen heraus. So erfährt er z. B. dass dies ein geheimes Privatgefängnis ist, in dem man sich für 30.000 Yen pro Nacht einsperren kann. Sei es um der Polizei zu entkomme oder Leute au der Unterwelt kurzzeitig wegzusperren. Im Normalfall liegt die Aufenthaltsdauer zwischen 3 Monaten und einem halben Jahr.
Dies nützt ihm nur leider nicht viel, da er den Auftraggeber für seine Gefangenschaft immer noch nicht kennt.
Als sein Peiniger über Telefon Kontakt zu ihm aufnimmt droht alles aus den Fugen zu geragten. Als Yamashita glaubt ihn abgeschüttelt zu haben wähnt er sich in Sicherheit. Er findet Unterschlupf bei seinem alten Freud Tsukamoto , durch den er auch seinen wahren Namen, Goto, erfährt.
Tsukamoto lässt ihn in seiner Kneipe schlafen, doch als sich Goto gerade hingelegt hat klingelt das Telefon...


Meinung:
Der Manga beginnt mit einem langen Bericht  des Journalisten und Herausgebers Daniel Bickmann. In diesem nimmt er zu unterschiedlichen Themen Stellung, so z. B. zur Religion und der Rache in der Mangakultur, wie auch zum Inhalt des Mangas. Außerdem beschreibt er die erstaunliche Atmosphäre das vorliegenden Bandes.
Dies ist die deutsche Fassung des japanischen Original- Mangas zum preisgekrönten Kino- Thriller "Old Boy" von Park Chan- wood. Natürlich wurde im Film das ein oder andere verändert, wodurch es durchaus interessant ist den Manga an sich zu lesen, Den beiden Autoren Garon Tsuchiya und Nobuaki Minegishi ist es nämlich hervorragend gelungen ihre Ideen zusammenzubringen und sie in einer spannenden Story aufzuschreiben bzw. zu zeichnen. So fehlt es der Handlung nicht an Spannung und es gibt fast keine Durchhänger. Diese entstehen nur manchmal aufgrund der wenigen Dialoge bzw. Gedanken ,die aufgeschrieben werden konnten. Für Abwechslung sorgen kleine Rückblicke im Leben Gotos, wodurch die Handlung verzweigter wird und nicht nur geradlinig vor sich hin vegetiert.
Auch kann man sich recht schnell mit der Hauptperson Goto identifizieren, da man einerseits selbst wissen will wer der Auftraggeber für Gotos Gefangennahme ist und andererseits auch mit ihm mitfühlt wenn seine Suche an den verschiedenen Hindernissen scheitert bzw. unterbrochen wird.
Obwohl der Manga 418 Seiten umfasst, da die japanischen Bände 1 und 2  in der deutschen Ausgabe zusammengefasst werden, liest er sich recht schnell. Schuld daran ist nicht zuletzt die Tatsache, dass relativ wenig gesprochen wird und häufig nur Bilderabfolgen ohne Text zu sehen sind. So ist es keine Seltenheit, dass auf einer ganzen Seite kein einziges Wort zu finden ist.
Zum Zeichenstil Nobuaki Minegishis ist zu sagen, dass er meiner Meinung nach, eher westlich zeichnet. Diese Annahme rührt daher, dass die Muskeln sehr betont werden, die Gesichter und überhaupt die Körper der Personen eher kantig dargestellt werden und einige Charaktere, vor allem die Hauptperson Goto, einen Bart bzw. Bartstoppeln haben, was doch eher für einen westlichen Zeichenstil spricht.
Ein Nachteil ist, dass er auffallend große Nasen zeichnet, die insbesondere bei den weiblichen Charakteren nicht immer vorteilhaft sind. Allerdings täuschen auch die zum Teil etwas befremdlichen Münder nicht darüber hinweg, dass die Zeichnungen im Allgemeinen recht realistisch gehalten sind. Zu dem stellen die Proportionen hier kein Problem dar.
Des weitern lässt der Text , der von Dorothea Überall aus dem Japanischen ins Deutsche übersetzt wurde nichts zu wünschen übrig. Er lässt sich ohne Probleme lesen, so dass der Lesefluss nicht durch etwaige holprige Übersetzungen unterbrochen wird.
Ein weiterer Positiver Aspekt dieses Mangas ist, dass eine Altersempfehlung auf dem Rückdeckblatt verzeichnet ist. In diesem Fall wird der Manga erst ab 16 Jahren empfohlen, was durchaus berechtigt ist, da zum Teil auch Nacktszenen und Gewaltszenen dargestellt sind.
Außerdem beinhaltet der Manga am Ende eine kleine Checkliste über acht Seiten, in der verschiedene Mangas aufgelistet sind, inklusiver Bändeanzahl, Preis, wie viele Bände bereits in Japan bzw. Deutschland erschienen sind und voraussichtlichem Erscheinungstermin.
Dadurch ist auch bekannt, dass von dem Manga  "Old Boy" in Japan acht Bände erschienen sind und er damit abgeschlossen ist.


Fazit:
Auch wenn es bereits eine Verfilmung dieses Mangas gibt, so lohnt es sich dennoch den Manga zu lesen, da im Film einige Dinge ausgelassen werden mussten.


Old Boy 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Old Boy 1

Autor der Besprechung:
Barbara Bergmiller

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12, 00 [D] / 12, 40 [A]

ISBN 10:
3-551-75311-3

ISBN 13:
978-3-551-75311-3

416 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Bericht des Journalisten
  • realistische Zeichnungen
  • Checkliste
Negativ aufgefallen
  • große Nasen
  • Nackt- und Gewaltszenen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 26.12.2006
Kategorie: Old Boy
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