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Comic-Besprechung - Peace Maker Kurogane 4
Geschichten:Band 4
Autor: Nanae Chrono, Zeichner: Nanae Chrono
Story:
Sakamoto, der das Shogunat kritisiert, wird von einigen Shinsengumi durch die Straßen und Gassen Kyotos gejagt. Verstecken kann er sich in der Sänfte von Kaishu Katsu, einem treuen Vasallen des Shoguns. Ihm erzählt Sakamoto, dass die Söhne des Peacemakers Ichimura, Tetsu und Tatsu, den Shinsengumi beigetreten sind, um den Mord an ihrem Vater zu rächen. Er bittet Katsu, dafür zu sorgen, das die beiden die Shinsengumi verlassen können - was Katsu ablehnt mit der Begründung, dass dies zum Nachteil der Söhne von Ichimura wäre. Doch Katsu erinnert sich auch an die Zeit, als er den Peacemaker in San Francisco kennen lernte, als er dort Handelsverträge zwischen Amerika und Japan abschließen sollte. Der Peacemaker half damals dabei, sprachliche Differenzen auszugleichen.
Als die Shinsengumi von einem Auftrag nach Kyoto zurückkehren möchten, bittet Ito darum, später folgen zu dürfen. Dann trifft er sich 'zufällig' mit Suzu Kitamura. Sie sprechen über Kanonen und Gewehre und den Sturz des Shogunats.
Meinung:
Wer sich in der Geschichte Japans etwas auskennt, weiß, wie der Konflikt zwischen Shogunat und dem Kaiser Meiji ausgehen wird. Auch im Film Last Samurai steht dieser Wendepunkt in der japanischen Historie im Mittelpunkt. Ob Nanae Chrono ihre Story bis zu diesen Geschehnissen führen wird, muss sich zeigen - doch je weiter die Handlung voranschreitet, um so textlastiger wird der Manga. Das ist auch gut so, da dadurch dem Leser viele zum Verständnis nötigen Informationen gegeben werden. Dies erfordert genaues Lesen, um die Zusammenhänge zu verstehen. So gibt es also - sieht man von der im Vordergrund stehenden Story mit den Ichimura-Brüdern ab - stimmigen Geschichtsunterricht, dem aber leider die emotionale Tiefe fehlt. Die Charaktere wirken oft wie Schablonen, bleiben blas und aussagelos. Die immer wieder eingestreuten SD-Szenen passen auch nicht in die ernsthafte Handlung.
Ein wenig nachlässig war auch dieses Mal der Übersetzer, der auf Seite 17 Sakamoto sagen lässt, das die Ichimura-Brüder den Mörder ihres Vaters rächen wollen. Das erscheint nicht schlüssig - gemeint ist wohl eher, daß sie den Mord an ihrem Vater rächen wollen.
Fazit:
Die Mangaka ist in ihrem künstlerischen Ausdruck sehr schwankend; sind Hintergründe, Kleidung und auch das Charadesign überwiegend sehr stimmig und ansprechend, schwächelt sie ausgerechnet oft bei Gesichtern, die entweder sehr starr wirken oder wie grobe Skizzen. Gefühle der Figuren zu vermitteln gelingt ihr so nicht. So bleibt Peace Maker Kurogane zwar eine historisch stimmige Mangaserie, die aber den emotionalen Impact in der Story auch durch die oft nicht ausgereifte Darstellung der Charaktere vermissen lässt.

Peace Maker Kurogane 4
Autor der Besprechung:
Kuno Liesegang
Verlag:
Tokyopop GmbH
Preis:
€ 6,50
ISBN 10:
3-86580-244-3
175 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- stimmig erzählte historischer Background

- es fehlt der emotionale Impact
- Schwächen im Charadesign, vor allem bei den Gesichtern

Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic | ||
Bewertung: | ||
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Rezension vom: | 04.09.2005 | ||||||
Kategorie: | Peace Maker Kurogane | ||||||
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