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Comic-Besprechung - Dortmunder: Fünf gegen eine Bank

Geschichten:

Dortmunder: Fünf gegen eine Bank

Autor: Donald E. Westlake & Doug Headline

Zeichnungen: Jesús Alonso Iglesias

Übersetzung: Resel Rebiersch



Story:

Die Gang um John Dortmunder und seinen besten Kumpel Andy Kelp plant den großen Coup: einen Bankraub. Doch nicht irgendeinen Bankraub, sondern den Raub des Jahrhunderts, könnte man sagen. Doch Dortmunder wäre nicht der Pechvogel, der er nunmal ist, wenn hier wirklich alles einfach so laufen würde, wie es geplant war.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

 

Der Autor Donald E. Westlake, auch bekannt als Richard Stark, einem Pseudonym, unter dem er die auch in Deutschland sehr bekannte Serie um die Figur „Parker” veröffentlicht hat (als Comic ebenfalls bei S & L erschienen), hat sich für Storys, die nicht so recht in das Parker-Universum gepasst hätten, noch weitere Figuren wie z.B. die des John Archibald Dortmunder ausgedacht. Aus dieser Reihe von einem guten Dutzend Romanen sind leider bisher nur die ersten vier auf deutsch erschienen, und dabei die ersten zwei auch in Comicform: „Hot Rock” (von Lax) und „Fünf gegen eine Bank” (beide bei S & L erscheinen).

Nach der Umsetzung der ersten Geschichte durch Lax, hat jetzt der Spanier Jesús Alonso Iglesias die Federführung bei der Grafik übernommen. Als Storyboarder im Zeichentrickbereich ist er erst relativ spät in seiner Karriere in die Comicwelt eingetreten, und hat bisher eine recht überschaubare Anzahl an Werken veröffentlicht. Doch davon sind bereits mehrere in Deutschland veröffentlicht worden, „Gaudis Gespenst” nach einem Szenario von El Torres (bei Salleck erschienen) und den Zweiteiler „Die Daltons” (mit Olivier Visonneau, bei Splitter). Sein Zeichenstil ist klar von US-Comics beeinflusst, mit etwas rauh wirkenden Zeichnungen, eckigen Charakteren und Gesichtern und einer teilweise etwas groben Kolorierung. Doch bei genauerer Betrachtung wird man sehr viele Details erkennen, und man wird anerkennen müssen, dass die Perspektiven stimmen, die Proportionen passen, und die Figuren jederzeit und eindeutig zu erkennen sind — für mich ein Zeichen dafür, dass der Künstler weiß, was er tut, und es eben Ausdruck seines Stils ist, genau so zu zeichnen. Nach einer gewissen Gewöhnungszeit gefällt mir das inzwischen sehr gut, muss ich sagen.

Wieviel Doug Headline noch zum Szenario beitragen musste, weiß ich nicht, da ich den Originalroman nicht gelesen habe. Doch zumindest seine Umsetzung der Story in einzelne Comicseiten ist wieder sehr gelungen. Mit solchen Umsetzungen hat er allerdings auch bereits viel Erfahrung, er hat zum Beispiel zusammen mit Max Cabanes eine Reihe von Romanen aus der Feder Jean-Patrick Manchettes in Comicform gebracht („Knüppeldick”, „Blutprinzessin”, „Volle Leichenhalle”, alle bei S & L ; „Nada”, bei Splitter). Die Story ist flott, hat keine Längen, und zumindest zum Ende hin auch eine gehörige Spur Humor, der fast schon in Slapstick übergeht. Eine gelungene Comicfassung, würde ich sagen.



Fazit:

Eine gelungene Umsetzung dieses Kriminalromans aus der Feder Donald E. Westlakes, in der seine Figur John Dortmunder einige Schwierigkeiten hat, den Bankraub des Jahrhunderts in die Tat umzusetzen. Diese wirklich originelle Variante, die ich bisher so noch nirgendwo zu lesen bekommen habe, bietet tolle Unterhaltung, eine flotte Story, einige Überraschungen und eine gute Portion Humor. Was will man mehr?



Dortmunder: Fünf gegen eine Bank - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Dortmunder: Fünf gegen eine Bank

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 24,80

ISBN 10:
3965822349

ISBN 13:
978-3965822344

128 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Originelle Bankraub-Variante.
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 29.07.2026
Kategorie: Alben
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