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Comic-Besprechung - Die Duellantin - Band 1: Spitze und Finten
Geschichten:Die Duellantin - Band 1: Spitze und Finten
Autor und Zeichnungen: Francesco Trifogli (Trif)
Kolorierung: Andrea Celestini
Übersetzung: Hanna Reininger
Story:
Die junge Françoise Feuillet sucht im Paris des Jahres 1754 den bekannten Fechtmeister Silvano Salgari auf, um sich als Degenfechterin ausbilden zu lassen. Salgari schwelgt zwar zurzeit eher bei Wein, Weib und Malerei, ist jedoch bereit, Françoise, die sich in der Öffentlichkeit als Mann ausgibt, zu unterrichten. Denn er war vormals der Lehrmeister ihres Vaters, der fünf Jahre zuvor bei einem Duell getötet wurde, und den Françoise nun rächen will.
Meinung: Der vorliegende Band bildet den Auftakt eines Dreiteilers, der geschickt die Mantel-und-Degen-Thematik mit erotischen Szenen vermischt, ohne dabei allzu unglaubhaft, ordinär oder gewollt zu wirken. Es ist eher eine lockere Mischung aus den Themen von Filmen wie „Die drei Musketiere” und „Gefährliche Liebschaften” einerseits, und dem Comic „Giacomo C.” andererseits, gespickt mit einigen erotischen Szenen, die in ihrer Darstellung durchaus weiter gehen als die genannten Vorlagen, wo es ja auch bereits deftige Stellen gab. Die Story hat zugegebenermaßen einen bekannten Ansatz: ein Kind rächt den Vater ist jetzt nicht unbedingt brandneu, doch in der Variante im Verbund mit der Geheimhaltung des eigenen Geschlechts wiederum originell inszeniert. Das Ganze wird dadurch gewürzt, dass sich bei einer ganzen Reihe von handelnden Personen erst im Laufe der Geschichte herausstellt, dass sie alle kreuz und quer etwas miteinander verbindet — und was es ist — sodass die Triebfedern und Motive unserer Heldin immer wieder infrage gestellt werden. Das ist zwar durchschaubar und nicht immer neu, doch trotzdem insgesamt geschickt inszeniert, sodass man gut unterhalten wird.
Francesco Trifogli hat in Frankreich bereits eine ganze Reihe von erotischen Comics veröffentlicht, dann jedoch in der Regel unter dem Pseudonym „Trif”, das Splitter bei diesem Band zwar auf dem Vorsatzpapier nennt, auf dem Cover aber seinen vollen Namen ausschreibt. Ein kleines Durcheinander, das möglicherweise dem Umstand geschuldet ist, dass Trifogli bei Splitter kein neuer Name mehr ist, denn der Verlag hat auch bereits einen der Science-Fiction-Bände aus seiner Feder veröffentlicht: „Das Blut der Unsterblichen” (nach einem Szenario von Laurent Genefort und Françoise Ruscak). Während jener Band, wie auch die bisherigen Erotikwerke von Trifogli einen eher breiten Strich bei den Zeichnungen aufwiesen, hat er diesmal sehr feingliedrige Zeichnungen abgeliefert, was dem Band sehr gut tut. Seine Zeichnungen sind detailreich, ohne überfrachtet zu wirken, die Dekore stimmen, die Körperhaltungen und Proportionen auch, und seine Darstellungen des weiblichen Körpers sind sehr ästhetisch. Wechselnde Perspektiven und abwechslungsreiche Seitenaufteilungen tun ihr Übriges dazu, diesen band sehr lesenswert zu machen.
Fazit:
Insgesamt eine gelungene Mischung aus Mantel-und-Degen-Story und erotischen Darstellungen, die sich gut ergänzen, und meist auch gut zusammenpassen. Die Rachegeschichte um einen im Duell getöteten Vater ist inzwischen natürlich nur noch bedingt originell, wird hier aber geschickt mit weiteren Motiven verwoben, die die Handlung doch wieder interessant machen. Mit feinem Strich gezeichnet, weiß dieser Beginn einer Trilogie zu gefallen und kann auf jeden Fall empfohlen werden.
Die Duellantin - Band 1: Spitze und Finten
Autor der Besprechung:
Uwe Roth
Verlag:
Splitter Verlag
Preis:
€ 19,80
ISBN 10:
368950161X
ISBN 13:
978-3689501617
64 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- Mit feinem Strich ausgeführte Zeichnungen.
- Gute Mischung aus Mantel-und-Degen und Erotik.


| Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic | ||
| Bewertung: | ||
![]() (2 Stimmen) | ||
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| Rezension vom: | 09.05.2026 | ||||||
| Kategorie: | Alben | ||||||
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