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Comic-Besprechung - Batman: Gotham Nocturne 3

Geschichten:

Batman: Gotham Nocturne 3 (Detective Comics 1071 - 1075)
Autor: Ram V, Simon Spurrier, Dan Watters; Zeichner; Ivan Reis, Stefano Raffaele, Eduardo Pansica, Caspar Wijngaard, Goran Sudzuka, Dustin Nguyen, Hayden Sherman, Francesco Francavilla, Aaron Campbell; Inker: Stefano Raffaele, Danny Miki, Joe Prado, Julio Ferreira, Juan Castro, Caspar Wijngaard, Goran Sudzuka, Dustin Nguyen, Hayden Sherman, Francesco Francavilla, Aaron Campbell; Colorist: Brad Anderson, Adriano Lucas, Caspar Wijngaard, Lee Loughridge, John Kalisz, Triona Farrell, Francesco Francavilla, Patricio Delpeche



Story:

Batman ahnt das bei der Eröffnung des Orgham Towers die Familie ihren entscheidenden Zug machen wird. Während er Nightwing und Batgirl auf ihre Missionen schickt, dringt er unter das Gebäude ein wo er eine große Maschine entdeckt. Doch tappt Batman auch in eine Falle die ganz anders ist als er erwartet hätte. Denn er spielt unabsichtlich den Orghams in die Hände und droht nicht nur seine Stadt, sondern auch seinen Verstand zu verlieren.



Meinung:

Schon die ersten beide Bände von Batman Gotham Nocturne waren packend. Nicht nur von der eigentlichen Storyline her, sondern auch weil ein differenzierter Blick auf einige altbekannte Schurken geworfen wurde.  Vor allem Two-Face stand da im Fokus und sein innerer Kampf wurde auch stark bebildert. Hier wird nun eine ganz andere Perspektive auf den Charakter von Mister Freeze geworfen der zudem nicht nur als reiner Schurke dargestellt wird. Auch Killer Croc hat hier eine unerwartete Facette die aber leider in nur wenigen Panels abgehandelt wird.

Aber man merkte schon, dass hier versucht wird einen neuen Weg einzuschlagen. Eine differenziertere Perspektive ohne das Bat-Universum komplett umzukrempeln. So ist immer noch nicht wirklich klar was das Ziel der Orghams ist. Klar, sie wollen die Stadt übernehmen. Aber ist das Ziel böse? Wollen sie wirklich das Wachstum der Stadt? Oder ist ihr Ziel edel und nur der Weg dahin böse? Somit wird auch Batmans Kampf um die Stadt etwas differenzierter. Ist es Egoismus? Ist es eine Form von Aufrechterhaltung des Status Quo damit er weiterhin Batman sein kann? Bei dem Versuch die Orghams aufzuhalten führt das Batman allerdings in eine Falle.
Und damit sind nicht überdimensionale Schreibmaschinen oder andere Todesfallen gemeint woraus sich unser Held dann mit Kniffs und Tricks befreien muss. Durch seine Aktion spielt Batman seinen Gegnern in die Hände. Zudem droht er in der zweiten Hälfte des Bandes auch zunehmend seinen Verstand zu verlieren und seine Seele wird zwischen zwei verschiedenen Dämonen hin- und hergerissen. Man kann gespannt sein welcher die Oberhand gewinnen wird und was und ob das für den Charakter Konsequenzen hat.

Das alles ist sehr packend erzählt und zeichnerisch sehr gut umgesetzt. Überraschende Wendungen lassen einen immer wieder zweifeln. Man sieht das Gute im Bösen, wie etwa bei Mister Freeze, aber auch die Schatten im Guten und man stellt sich die Frage ob das Böse wirklich böse ist. Am deutlichsten wird das in Talia, Batmans Ex, die hier nun Batman auf seinen Kampf vorbereitet. Am Ende stellt man sich aber die Frage ob Batman vielleicht am Ende ist. Oder sich und seinen Kampf zumindest neu definieren muss. Da diese Storyline in der regulären Serie Detective Comics erscheint, also keine Mini-Serie außerhalb des Kanons darstellt, ist der Held natürlich nicht am Ende. Alles deutet aber auf einen veränderten Status Quo hin der sich am Ende abzeichnen könnte. Dabei ist dieser Storybogen auch für diejenigen verständlich die nicht (mehr) zu den Stammlesern der eigentlichen Batman-Serie gehören. Wozu man aber wieder gehören kann nach dieser Lektüre.

Was stört ist die weitere Hintergrundstory um Ras al Ghul. Da wurde schon so viel aus der Vergangenheit ausgekramt das es langsam altbacken wird und man es mit einem Schulterzucken abtut. Vielversprechender ist da der kurze Auftritt von Vandal Savage. Das ist überraschend und dieser mächtige Gegner der Justice League scheint in den kommenden Ereignissen noch eine Rolle zu spielen.

Es gibt also viele Gründe hier weiterhin am Ball zu bleiben. Zudem wenn die Zeichnungen und die Farbgebung so angemessen düster sind. In den kleinen Nebenplots, hier vor allem  was den Ten-Eyed Man betrifft, wird es auch durchaus mal experimentell und ist faszinierend. Dabei hält man sich nun weniger mit den Nebenplots auf, sondern wird zunehmend gradliniger. Weiterhin ist das sehr stark und man will am Ende unbedingt wissen wie es weitergeht. Für Batman-Fans unverzichtbar. 



Fazit:

Für Batman-Fans unverzichtbar. Spannung, Dramatik, Action und eine differenzierte Perspektive auf die Charaktere machen die Lektüre packend. Man kann die Fortsetzung kaum abwarten.



Batman: Gotham Nocturne 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman: Gotham Nocturne 3

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 25,00

ISBN 10:
3741648612

ISBN 13:
‎ 978-3741648618

184 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • packende Story
  • differenzierte Charakterzeichnung
  • atmosphärische Zeichnungen
  • Spannung, Dramatik, Action
Negativ aufgefallen
  • Rückblick und Anreicherung von Ras al Ghuls Vergangenheit
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 05.04.2026
Kategorie: Batman
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