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Comic-Besprechung - Sigi — Band 2: Terra Inca
Geschichten:Sigi — Band 2: Terra Inca
Autor: Eric Arnoux
Zeichnungen: David Morancho
Übersetzung: Resel Rebiersch
Story:
Sigi Hassler und ihre kleine Crew sind inzwischen in Peru angekommen. Im unwegsamen Gelände der Hochanden haben ihre Fahrzeuge eine schwierige Aufgabe zu bewältigen — und prompt gibt es eine Panne. Als ihnen der Hazienda-Besitzer Raul de la Hoya aus der Patsche hilft und sie auf sein Anwesen einlädt, stellen sie schnell fest, dass dort einiges im Argen liegt. So beginnt ein neues, spannendes Abenteuer für unsere Weltreisenden.
Meinung:
In diesem zweiten Band sind unsere Weltreisenden bereits in Peru. Seit dem Ende des ersten Bandes wurde also einiges des Weges übersprungen, was mich einigermaßen überrascht hat. Doch jetzt wird klar, dass der eigentliche Schwerpunkt hinter der Geschichte die ominöse Naziverschwörung sein soll, die die Sponsoren von Siris Weltreise umtreibt, und die nach wie vor mysteriös bleibt. Doch eigentlich ist es sogar eher charmant, dass die Autoren sich bei der Story von dem großen Vorbild „In 80 Tagen um die Welt” lösen, indem sie nur Einzeletappen und voneinander losgelöste Episoden erzählen. Sozusagen ein „Best-Of” der Ideen, was einer Frau bei einer Weltreise in den 30er Jahren hätte zustoßen können. Mir gefällt das so sehr gut.
Die Geschichte selbst ist wieder sehr interessant, spannend und actiongeladen. Die Autoren haben sich ein sehr exotisches Setting ausgewählt (nicht viele Abenteuergeschichten spielten bisher in Peru, meines Wissens nach), und warten mit einer Reihe von historischen Fakten auf, die mir so nicht bekannt waren, und damit die Handlung umso interessanter machen. Auch die Parallelhandlung in Berlin wird in Versatzstücken weitererzählt, durch diesen erzählerischen Trick wird der Plot ebenfalls noch einmal etwas verwickelter und interessanter.
Der Zeichner David Morancho wiederum weiß was er macht. Seine Panels mit filigranem Strich und einer leicht pastellen wirkenden Kolorierung erinnern mit ihrer klaren Linie ein wenig an die Ligne Claire eines Hergé und schaffen sofort eine Verbindung zu den klassischen Comicgeschichten, in deren Zeitalter die Handlung ja auch spielt. Das passt gut zusammen, doch aufgepasst: keinesfalls kann man Moranchos Stil direkt mit „Tim und Struppi” vergleichen. Er gehört eher zur „Nouvelle Ligne Claire”, mit zahlreichen Hintergrunddetails und einer äußerst realistischen Darstellung von Personen und Dekors. Also eher wie bei Agent Alpha oder Michel Vaillant.
Fazit:
Insgesamt eine wirklich gut erzählte Abenteuergeschichte — die zum Thriller hin tendiert — um eine junge Frau, die in den 30er-Jahren eine Weltreise per Auto unternimmt, ohne zu ahnen, dass sie im Mittelpunkt eines Nazikomplotts steckt. Spannend gemacht und super gezeichnet, sollte man sich diese Serie nicht entgehen lassen.
Sigi — Band 2: Terra Inca
Autor der Besprechung:
Uwe Roth
Verlag:
Schreiber und Leser
Preis:
€ 17,95
ISBN 10:
3965822039
ISBN 13:
978-3965822030
64 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- Spannende Fortsetzung.
- Interessanter Plot und ungewöhnliches Setting.
- Gelungene Zeichnungen.


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| Rezension vom: | 06.03.2026 | ||||||
| Kategorie: | Alben | ||||||
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