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Comic-Besprechung - Sammy und Jack Integral 6

Geschichten:

Sammy und Jack Integral 6
(Miss Kay, Der Mann aus dem Jenseits, Die Diva, Rififi in den Wolken)
Autor: Raoul Cauvin, Zeichner / Colorist: Berck



Story:

Die Mutter von Jack hat sich unter dem Pseudonym Miss Kay ein gut gehendes Schmugglergeschäft aufgebaut. Es läuft so gut das Al Capone sie ausschalten will. Erschwerend kommt hinzu, dass Jack beauftragt wird eben diese Miss Kay zu identifizieren und festzunehmen. Er ahnt nicht das es sich um seine Mutter handelt die unter allem Umständen versucht ihr Geheimnis vor ihrem Sohn zu bewahren. Was nicht nur Sammy an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringt.
Einen ungewöhnlichen Klienten bekommen Sammy und Jack in der Form eines zum Leben erwachten Skeletts welches die beiden bittet ein Unrecht wieder gut zu machen was seinen Nachkommen wiederfahren ist. Als sich die beiden erstmal an den Untoten gewöhnt haben, bekommen sie es auch noch mit einem ganzen Stützpunkt voller Söldner zu tun.
Da ist die nächste Klientin doch sehr viel angenehmer. Eine Diva will vor ihren Fans, Vereehrern und Journalisten beschützt werden. Leichter gesagt als getan. Vor allem als sich Sammy und Jack beide in die Diva verlieben.
Als ein Bauunternehmer um Schutz bittet ahnen die beiden Leibwächter nicht, das sie undercover arbeiten sollen. Prompt finden sie sich auf einer Baustelle zu einem Wolkenkratzer wieder was vor allem Jack mit seiner Höhenangst gar nicht bekommt. Doch Sammy wird sie bald erleben, denn Gangster schrecken vor nichts zurück und so beginnt ein Kampf in schwindelerregender Höhe.



Meinung:

Zu der Serie Sammy und Jack sind die redaktionellen Extras vorbildlich für eine Gesamtausgabe. Auch wenn sich Gesamtausgaben einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen, so sind doch lange nicht alle mit redaktionellen Extras versehen. Man könnte natürlich meinen das die Comics an sich immer noch das wichtigste sind, womit man natürlich recht hat, aber dennoch freut man sich über Hintergründe und diverse Extras. 

Im sechsten Band der Gesamtausgabe werden die ausführlichen Biographien von Zeichner Berck und Autor Cauvin weitergeführt. Auffällig ist hierbei das nicht eine rosarote Brille aufgesetzt wird. Niederlagen in Form von eingestellten Serien, Verlagsstreitigkeiten und so weiter kommen zur Sprache, aber wenn man zwischen den Zeilen liest, muss Berck als Arbeitgeber in seinem Studio alles andere als einfach gewesen sein. Jedenfalls schlagen sich die jeweiligen Interessen und Erlebnisse von Autoren und Zeichnern immer auch in ihren Werken nieder und so ist es schön, dass man Hintergrundinfos bekommt. Was insbesondere auf die ungewöhnliche Geschichte zutrifft wo es auch mal übernatürlich wird. Zusätzlich gibt es noch viele Illustrationen und andere Werkbeispiele. Zu den Abenteuern an sich gibt es auch noch kurze Einführungen welche die Verweise aufdecken. Dabei kommt es aber auch leicht zu Spoilern. Man sollte diese also erst nach der Comiclektüre lesen. Ein weiterer Kaufanreiz liegt darin, dass zwei der vier enthaltenen Abenteuer deutsche Erstveröffentlichungen sind. Die ersten beiden sind zwar vor langer Zeit mal bei Kauka erschienen, aber das waren bekanntlich keine werkgetreuen Ausgaben und so kann man die hier auch als Erstveröffentlichungen bezeichnen.

Auffällig sind die Souveränität und das perfekte Timing welches allen vier Abenteuern zu eigen ist. Trotz einem sehr hohen Tempo mit viel Action sind alle Geschichten sehr lustig und die Gewalt ist in bester Cartoon-Form. Sprich: es stirbt niemand. Auch die Bombenopfer sehen nur kleidungstechnisch zerrissen aus. Dennoch kommt es aufgrund der grotesken Situationen nie zu einer Gewaltverherrlichung. Denn obwohl hier niemand durch (fremde) Gewalt stirbt, merkt man doch allen Charakteren die Angst davor an.

Miss Kay  ist dafür ein schönes Beispiel. Diese Geschichte ist eine Fortsetzung von Ma Attaway und die Mutter von Jack verdingt sich als Alkoholschmugglerin, was ihr Sohn nie erfahren darf, und legt sich mit Al Capone an. Es folgt ein irrwitziges Versteckspiel, da ausgerechnet Jack auf die Spur von Miss Kay angesetzt wird. Nicht ahnend das es sich dabei um seine Mutter handelt. Diese wiederum fürchtet sich vor Capone und versucht sich zu schützen und zu verbergen ohne das Geschäft zu verbergen. Es gibt wunderbare Running Gags die immer wieder variiert werden bevor sie abgeschmackt wirken und das Timing ist nahezu perfekt.

Der Mann aus dem Jenseits bringt ein übernatürliches Element ins Spiel und sorgt in der ersten Hälfte für die Gags und Spannung wenn Sammy und Jack sich daran gewöhnen müssen das sie von einem lebenden Skelett engagiert werden. Auch hier ist das Timing gelungen, denn gerade wenn ein Running Gag anfängt sich abzunutzen geht es in die zweite Hälfte die von Action dominiert wird und das Machogehabe von Soldaten auf das Korn nimmt. Das Übernatürliche passt hervorragend in das Serienkonzept auch wenn die Leibwächter ihren Auftraggeber nicht schützen müssen. Auch wenn dieser Angst vor Hunden hat, denn die haben es auf seine Knochen abgesehen.

Die Diva hat im Grunde überhaupt keine Story.  Was allerdings aufgrund des irrwitzigen Tempos und den variierten Gags nicht weiter auffällt. Stalking,  Papparazzi und Star-Kult spielen hier eine große Rolle. Wenn unsere Helden engagiert werden, eine Diva vor ihren aufdringlichen Fans zu schützen geraten sie an eine Belastungsprobe wenn sie sich selber in die Sängerin verlieben. Eine schöne Geschichte bei denen manche Gags auch im Off passieren und viele verschiedene Running Gags, teilweise im wahrsten Sinne des Wortes, vorkommen und variiert werden. Zudem ist das Ende überraschend und gelungen.

Von der eigentlichen Story her ist Rififi in den Wolken wohl die spannendste. Wie sich die Helden in schwindelerregender Höhe gegen Gangster zur Wehr setzen, ist wirklich spannend und gekonnt in Szene gesetzt. Hier kommen einige haarsträubende Situationen vor die zwar durchaus ihre Vorbilder haben, aber sich nicht auf Zitaten beschränken. Der Gegner an sich ist schon lustig und wie die Leibwächter schließlich in die Offensive gehen ist einfach herrlich.

Eine rundum gelungener Band  bei dem nicht nur Fans einfach zugreifen müssen.



Fazit:

Rundum gelungen. Kein einziges schwaches Abenteuer, sondern alle mit einem perfekten Sinn fürs Timing, Witz, Action und skurillen Charaktern. Vor allem die Handhabung der Running Gags ist vorbildlich. Ebenso die Extras mit denen diese Ausgabe versehen ist.



Sammy und Jack Integral 6 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sammy und Jack Integral 6

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Kult Comics

Preis:
€ 39

ISBN 10:
3964302562

ISBN 13:
978-3964302564

264 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Timing und Running Gags
  • schräge Charaktere
  • Action, Spannung und hohes Tempo
  • dynamische Zeichnungen
  • durchaus kritische Extras
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1.36
(11 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 25.02.2026
Kategorie: Alben
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