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Comic-Besprechung - Bob Morane Classic 8: Das Tal der Klapperschlangen
Geschichten:Bob Morane Classic 8: Das Tal der Klapperschlangen
Autor: Henri Vernes, Gérald Forton, Zeichner: Gérald Forton, Jacques Géron, Colorist: Gérald Forton, Jacques Géron
Story:
Eines Abends werden Bob Morane und Bill Ballantine Zeuge wie eine junge Frau von mehreren Männern angegriffen wird. Die beiden Freunde können den Überfall verhindern und werden von der jungen Frau ins Vertrauen gezogen. Sie ist die Erbin eines Schatzes den auch die Mafia in die Hände bekommen will. Bob und Bill entschließen sich zu helfen und reisen nach Venedig. Doch die Gangster warten schon. Eigentlich wollten die beiden in New Mexico nur Urlaub machen, aber als ihr Wagen eine Panne hat lernen sie nicht nur eine direkte Nachfahrerin von Cochise kennen, sondern werden auch in einen Kampf zwischen zwei Ranchern verwickelt der ihnen das Leben kosten könnte.
Meinung:
Es ist schon schade, dass hier keine redaktionellen Extras vorhanden sind. Man hätte gerne etwas mehr über die beiden Geschichten erfahren die in Bob Morane Classic 8 enthalten sind. Es gibt zwar Quellenangaben, aber die verwirren mehr als das sie Klarheit verschaffen. Anscheinend gibt es eine französische Gesamtausgabe und normalerweise sind da ja schöne Extras und Hintergrundinformationen enthalten. Aber es ist auch unklar ob nun die Comic-Adaptionen oder die zu Grunde liegenden Romane in einer Integralausgabe erschienen sind. Die Romane stammen aus den 1950ern, die Comics aus den 1960ern und anscheinend waren die Originale der ersten Story irgendwann verschwunden und die Geschichte wurde neu gezeichnet, was auch den qualitativen Unterschied zwischen den Episoden erklären würde.
Zeichnerisch ist die erste durchaus gelungen und Schach der schwarzen Hand ist sehr atmosphärisch und vermag die Stimmung Venedigs einzufangen. Allerdings ist die Geschichte auch recht geschwätzig und teils sehr unlogisch. Wenn etwa Bob in einem Flugzeug einem fremden Mann erzählt wo er und sein Freund Bill in Venedig wohnen werden, wundern sie sich später sehr, dass die Mafia weiß wo sie zu finden sind. Es bedarf keines großen Scharfsinns, um zu wissen woher. Manchmal muss man sich vor Augen halten das die Geschichten ursprünglich in Fortsetzungsgeschichten in Zeitschriften erschienen sind und man sich so etwas mit Gewalt zurückhalten musste da man in einer massenhaft verbreiteten Publikumszeitschrift Grenzen einhalten musste. So greifen hier Bob und Bill nicht zu den Waffen und sind glatte Helden ohne Makel. An erstaunlichsten ist aber der Anti-Höhepunkt wenn das eigentliche Ziel der Story schnell abgehandelt wird als ob man keine Zeit oder keinen Platz mehr hatte. Das entlässt einen aus der atmosphärischen und wohltuend altmodischen Geschichte mit einem bitteren Geschmack.
Die zweite Geschichte, Das Tal der Klapperschlangen, ist dann ein albenlanges Abenteuer. Wobei es ein Western par excellence ist, mit allen Zutaten die man boshaft auch Klischees nennen könnte. Bob und Bill sind in New Mexiko unterwegs als ihr Wagen eine Panne hat. Sie geraten auf eine Ranch die von einer Indianerin geleitet wird und werden prompt in einen Krieg zwischen zwei Ranchern verwickelt, inklusive einem korrupten Sherriff, schießwütigen Banditen, Verfolgungsjagden durch die Wüste und einen Indianerschatz. Es gibt moderne Elemente wie Autos und Taucherausrüstungen und das Objekt der Begierde ist auch modern, aber im Grunde ist es ein Western wie man ihn schon tausendmal gelesen und gesehen hat.
Zeichnerisch ist das auch alles andere als wirklich berauschend. Die Figuren sind sehr klischeehaft dargestellt. Die Bösen sind unrasiert, Beamte sind dick und faul, die Helden einfach nur gut und töten nicht, sondern verletzen nur. Das hat seine Momente, aber die Kolorierung ist einfach schlecht. Man möge das auf die Druckvorlagen schieben aber das Hemden hier oftmals ihre Farbe verlieren und alles sehr blass aussieht ist sehr unschön.
Generell muss man feststellen, dass diese beiden Classic-Abenteuer schlecht gealtert sind. Hardcore-Fans und Nostalgiker werden bestimmt ihre Freude daran haben, aber aus der langen Geschichte des Charakters Bob Morane gibt es wahrlich bessere Phasen.
Fazit:
Nur für Hardcore-Fans und Nostalgiker geeignet. Beide Geschichten sind recht schlecht gealtert und in der langen Geschichte des Helden gibt es bessere Phasen.
Bob Morane Classic 8: Das Tal der Klapperschlangen
Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann
Verlag:
Blattgold GmbH
Preis:
€ 24,00
ISBN 10:
3949987509
ISBN 13:
978-3949987502
80 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- atmosphärisch dicht in Venedig
- temporeich

- viele Klischees
- Anti-Höhepunkt in der ersten Story
- schlechte Farbgebung
- teils sehr geschwätzig

| Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic | ||
| Bewertung: | ||
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| Rezension vom: | 15.02.2026 | ||||||
| Kategorie: | Bob Morane | ||||||
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