| In der Datenbank befinden sich derzeit 19.273 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen... |
Comic-Besprechung - X-Men: House of X / Powers of X Pocket Edition
Geschichten:X-Men: House of X / Powers of X Pocket Edition (House of X 1-6, Powers of X 1-6)
Autor: Jonathan Hickman, Zeichner: Pepe Larraz, R. B. Silva, Inker: Adriano Di Benedetto, Pepe Larraz, R. B. Silva, Colorist: David Curiel, Marte Gracia
Story:
Die Anzahl der Mutanten hat sich nach einem großen Massaker deutlich reduziert. Xavier möchte nun endgültig die Mutanten aus dem Schatten der Menschheit hinausführen und plant auf der Insel Krakoa einen eigenen Staat für die Mutanten. Dafür muss er aber Feinde zu Verbündeten machen und Verbündete drohen zu Feinden zu werden. Und wie werden die anderen Staaten reagieren? In der Zukunft erwachsen aus dieser Entscheidung neue tödliche Gefahren obwohl sie doch Frieden und Sicherheit bringen sollte.
Meinung:
Nachdem DC äußerst erfolgreich einige Serien und in sich abgeschlossene Storylines als preisgünstiges Taschenbuch veröffentlich hat, war es ja nur eine Frage der Zeit das Marvel hier nachzieht. Allerdings ist zumindest in Deutschland das Format von Marvel Pocket etwas größer als ein Taschenbuch und damit nur unwesentlich kleiner gegenüber dem Tradepaperbackformat, aber auch nicht sehr viel günstiger. Den Zeichnungen kommt das etwas größere Format durchaus zu Gute da so nicht viele Details verloren gehen und das Lesen dann auch nicht anstrengend wird. Zudem wurde auch nichts ummontiert, sondern einfach kleiner gedruckt.
In dem vorliegenden Band sind jedenfalls die beiden miteinander verzahnten Storylines House of X und Power of X komplett enthalten. Damals brachte diese Serie unter dem neu dazugekommenen Autor Jonathan Hickman die Mutanten wieder auf Spur. Auch wenn die X-Men durchaus Verkaufsrekorde in ihrer Laufbahn verzeichnen konnten, so standen sie doch auch oftmals vor dem Aus aufgrund schwindender Verkaufszahlen. Hickman brachte mit dieser Storyline nicht nur einen Neustart der durchaus erfolgreich war, sondern die X-Men auch wieder in die Gewinnzone.
In der Tat ist gerade House of X sehr spannend. Hier geht es gar nicht mehr unbedingt um Rassismus und wie Mutanten verfolgt werden, sondern darum das sie nun einen eigenen Staat aufbauen wollen. Im Grunde ein recht nachvollziehbarer Schritt und in der Historie hat es ja schon oft Staatengründungen aus denselben Motiven gegeben. Doch wie stellt man das an? Gelingt es Feinde zu Bündnispartnern zu machen? Wie sehen die Gesetze aus? Welche Verfassung und Regierungsform gibt man sich? Wie können alle Fraktionen unter den Mutanten repräsentiert werden? Wie kann man deren Interessen bündeln und wirtschaftlich autark sein? Das sind spannende Fragen und gerade wie andere darauf reagieren, etwa befreundete Superhelden aber auch ganze Staaten, haben hohes Konfliktpotential und sorgen für die dramatische Spannung welche noch Konsequenzen haben können.
Leider muss aber auch Action geboten werden, schließlich handelt es sich hier um eine Superheldenserie. Klar soll keine Abhandlung über eine Staatengründung erfolgen aber ein Politkrimi im Superheldengewand wäre auch schon spannend gewesen. Wie etwa Ex Machina. Die Action wird dann hauptsächlich in der parallelen Storyline Powers of X geboten die durch viele Zeitebenen und Alternativrealitäten wandert und so zunehmend verwirrt. Der eigentliche Handlungsstrang wird dadurch immer wieder gestört und erklärt im Nachhinein warum der Weg der Staatengründung gewählt worden ist und wo die Gefahren liegen. Die erklärenden Abschnitte die wie wissenschaftliche Abhandlungen wirken sollen, sind eine stilistische Eigenart von Hickman die immer schon gestört haben und den Fluss unterbrechen. Auch die philosophischen Aspekte werden dann letztlich banal und gehen in eine esoterische Richtung.
Auch das kennt man teilweise schon von Hickman. So liegt hier das Paradox vor das die Erzählung recht klug und fesselnd ist, andererseits aber auch sehr anstrengend und banal. Fans sollten sich das gönnen da sie komprimiert diesen Neuanfang bekommen und auch diejenigen welche aufgrund der Komplexität der X-Men und Spin-Offs abgeschreckt sind, finden sich hier durchaus zurecht. Aber der ganz große Wurf ist es leider nicht.
Fazit:
Fans werden sich über die komprimierte Veröffentlichung der beiden Serien freuen, aber der Lesefluss wird immer wieder deutlich gestört. So spannend und klug auch die eine Hälfte mit House of X ist, so verwirrend und teilweise banal ist Powers of X so das ein zwiespältiges Gefühl übrig bleibt.
X-Men: House of X / Powers of X Pocket Edition
Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann
Verlag:
Paninicomics
Preis:
€ 18,99
ISBN 10:
3741644951
ISBN 13:
978-3741644955
452 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- dramatisch und spannend
- Politkrimi im Superheldengewand

- viele Zeitebenen führen zur Verwirrung
- teilweise philosophisch banal
- ständig gestörter Lesefluss

| Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic | ||
| Bewertung: | ||
| Keine Bewertung vorhanden | ||
|
|
|||||||
| Rezension vom: | 10.12.2025 | ||||||
| Kategorie: | X-Men | ||||||
|
|||||||
| Leseprobe | |||||||
| Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier... | |||||||
| Das sagen unsere Leser | |||||||
| Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser. | |||||||
