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Comic-Besprechung - Batman: Auf der Spur des Bösen 1

Geschichten:

Batman: Auf der Spur des Bösen 1 (Batman: Dark Patterns 1-6)
Autor: Dan Watters, Zeichner / Inker:Hayden Sherman, Colorist: Triona Farrell



Story:

In drei Tagen werden drei brutal verstümmelte Mordopfer gefunden. Zwischen den Opfern ist keine Verbindung erkennbar. Nur Batman ahnt das keine Willkür dahinter steckt. Da die Morde innerhalb so kurzer Zeit geschahen, beginnt für den Dunklen Ritter ein Wettlauf gegen die Zeit. Auch als eine Polizistin in einem Hochhaus als Geisel festgehalten wird, ist Zeit essentiell. Denn sämtliche Einwohner haben sich bewaffnet und verschanzt. Auch wenn ein bekannter Gegner von Batman hinter der Geschichte zu stecken scheint, sieht sich Batman nicht nur einer Übermacht, sondern auch einer großen Überraschung gegenüber.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Für diejenigen Batman-Fans die nicht mehr die ursprünglichen Serien verfolgen ist es immer wieder ein Vergnügen wenn abgeschlossene Mini-Serien um Batman herauskommen. Zu unübersichtlich ist es teilweise geworden und teils droht der Titel-Held angesichts einer Bat-Familie in den Hintergrund zu rücken. Mal abgesehen von der Einbindung in verschiedene Events die auch Auswirkungen auf die Hauptserie haben. Verpasst man einige Zeit lang einige Ausgaben, so ist man im Grunde schon verloren.

Aber es gibt ja noch Ableger, One-Shots und eben Mini-Serien. Und wenn alle so gut sind wie Batman: Auf der Spur des Bösen so kann man durchaus alte und neue Bat-Fans gewinnen und erfreuen. Was natürlich auch mit daran liegt das hier keine Verknüpfung mit der Kontinuität vorliegt, die Lektüre also deutlich vereinfacht. Zum anderen stellen gerade die Anfangstage von Batman nicht nur für die kreativen Schöpfer einen großen Reiz dar, sondern eben auch für die Leserschaft. Batman ist noch nicht so abgebrüht, noch nicht so abgeklärt. Er macht Fehler, ist ungestüm, irrt sich bisweilen und das macht ihn nicht nur menschlicher, sondern auch die Storys umso spannender. 

Vor allem ist man über seine Reaktionen teils überrascht. In diesem Paperback sind zwei längere Storylines enthalten und ohne spoilern zu wollen sieht Batman am Ende der ersten Storyline ein, dass er einen der Schurken nicht rechtlich belangen lassen kann. Also verletzt er ihn bewusst und gewollt. Zwar ist er dann kein Krüppel, wird aber den Rest seines Lebens Schmerzen haben. Was etwas überrascht, aber auch deutlich macht, dass sich Batman außerhalb des Gesetzes sieht. Er will Gerechtigkeit wo es sonst keine gibt. Zudem ist Schmerz hier das zentrale Thema. Ein faszinierender neuer Schurke tritt auf, der andere foltert und tötet, selbst aber keine Schmerzen fühlt. Es wird immer wieder thematisiert welche Funktion Schmerzen haben, das sie notwendig und ein Schutzmechanismus sind. Batman fragt sich so auch zunehmend wer der eigentliche Schurke ist. Je mehr er erfährt, umso mehr bröckelt hier sein Schwarz-Weiß-Denken und empfindet auch Mitgefühl gegenüber dem Täter als er erfährt was ihn antreibt. Später in seiner Comic-Laufbahn ist der Mitternachtsdetektiv deutlich rigider und starrer in seinen Ansichten.

Vermochte schon die erste Storyline zu überzeugen, so kann die zweite das Niveau halten, wenn nicht sogar erhöhen. Batman will eine als Geisel gehaltene Polizistin in einem Hochhaus befreien wo sich alle Bewohner verschanzt haben. Gut, manchmal fühlt man sich an den Film Dredd erinnert, aber die klaustrophobische Atmosphäre, die Enge, die Gefahr, das Labyrinthische sind auch zeichnerisch hervorragend eingefangen. Neben der Spannung und der Action gibt es auch andere Themen wie toxische Beziehungen und Gentrifizierung von Städten die hier wesentlich eine Rolle spielen. Zudem bekommt ein alter Gegner von Batman hier ein Update und macht ihn noch gefährlicher. Hier muss Batman aber erkennen das nichts so ist wie es scheint und die erste Annahme in die Irre führen kann. Zudem hat er nie einen Plan in der Hinterhand, wie er es oft in der Hauptserie hat, wenn er auf einmal eine Lösung oder eine Rettung aus dem Cape schleudert. Hier überlegt er laut, zu Gunsten der Leserschaft, analysiert, psychologisiert und versucht auf diesem nachvollziehbaren Weg der Deduktion eine Lösung zu finden. Und verletzt und in Gefahr gerät er dabei immer.

Kurz und gut: ein Muss für Batman-Fans und auch für solche die eine Abstinenz eingelegt hatten. Man kann auf den zweiten Band gespannt sein, der dann aber schon das Ende dieser Mini-Serie bedeuten wird. 



Fazit:

Batman at his best. Diese beiden Storys, die in der Anfangszeit des Helden angesiedelt sind, sind spannend, überraschend, actionreich, vielschichtig und zeigen einen Batman der sich auf mal irrt und dessen Weltbild ins Wanken gerät. Auch zeichnerisch sehr stark und empfehlenswert.



Batman: Auf der Spur des Bösen 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman: Auf der Spur des Bösen 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 20,00

ISBN 10:
374164546X

ISBN 13:
‎ 978-3741645464

164 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Held nicht so übermächtig wie später
  • überraschende Wendungen
  • sozialkritische Aspekte storydienlich eingebaut
  • düstere Atmosphäre
  • innovativer Seitenaufbau
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 12.12.2025
Kategorie: Batman
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