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Comic-Besprechung - Conan der Barbar 5: Auf Beutezug mit Belit
Geschichten:Conan der Barbar 5: Auf Beutezug mit Belit (Conan: The Barbarian 17-20)
Autor: Jim Zub, Zeichner / Inker: Doug Braithwaite, Danica Brice, Colorist: Jao Canola, Diego Rodriguez
Story:
Conan befehligt mit seiner großen Liebe Belit das Piratenschiff Tigerin. Eines Tages laufen sie in einem Hafen ein, um dort etwas Ruhe zu finden während das Schiff repariert imd Vorräte aufgenommen werden. Doch die Ruhe endet als das Pärchen dazu überredet wird, ein Artefakt zu stehlen. Allerdings wird ihnen verschwiegen das Anhänger des Schlangengottes alles daransetzen ebenfalls das Artefakt zu erhalten.
Meinung:
Auch wenn die vier enthaltenen US-Hefte, die zusammen den fünften Tradepaperback der aktuellen Conan der Barbar-Reihe bilden, als Teil eins bis vier versehen sind, so gibt es doch eine zeitliche Lücke. Ja, man kann sogar von einem großen Bruch reden. Die ersten zwei Hefte, also Kapitel, schildern eine Episode mit Conan und seiner großen Liebe Belit. Die beiden laufen in einen Hafen ein, um das Schiff reparieren zu lassen und sich Erholung zu gönnen. Werden dann aber zu einem Diebstahl verleitet. Das dritte Kapitel setzt unmittelbar mit der Beerdigung Belits ein und zeigt Conan voller Trauer auf seinem Fußmarsch durch den Dschungel wo er einem geheimnisvollen Gegner begegnet.
Dieser Bruch passt insofern da Jim Zub Lücken füllt und größtenteils um die Originalgeschichten herum erzählt. Nur das letzte Paperback war eine Ausnahme da es eine Adaption eine der Originalgeschichten enthielt. So schön es auch ist, Belit wiederzusehen die schon bei Howard viel zu früh verstarb, so ist der Bruch dennoch merkwürdig. Zwar ist es an gemeinsamen Erlebnissen von Conan und Belit mit Sicherheit noch viel zu erzählen, aber der zweite Teil des vorliegenden Bandes weitet aus was sonst nur kurz umrissen oder erwähnt wurde. Eben das Conan nach der Beerdigung Belits sich durch unwegsamen Dschungel geschlagen hat.
Dem zeitlichen und dramaturgischen Bruch entspricht auch zeichnerisch ein stilistischer Bruch. Danica Brice hat einen sehr glatten Stil und ist teilweise sehr flächig ausgefallen. Sie zeigt nur die allernötigsten Details, um das Setting und die Atmosphäre zu kreieren aber es ist stark reduziert. Damit sind die Figuren etwas zu niedlich geraten. Belit hat leichte Anleihen von einem Manga, wirkt sehr jung und zierlich aber sehr erotisch. Das ist zwar per se nicht schlecht, will aber nicht zu den Figuren passen. Belit ist immer als eine zähe, starke Kämpferin beschrieben, sexy und gefährlich, mit einem Hang zur Grausamkeit. Und hier wirkt sie optisch nicht so.
Doug Braithwhite hingegen zeichnet sehr detailliert. Man kann jedes Blatt im Dschungel erkennen, die Muskeln sind stark ausgearbeitet, jede Narbe sichtbar und sie besitzen einen sehr starken Realismus. Die Farbgebung ist sehr viel düsterer als in der ersten Hälfte was geschickt die veränderte Stimmung gerade bei Conan widerspiegelt. Aber auch die Panelanordnung ist sehr viel dynamischer. Oft bewegen sich die Panelränder in die Bewegungsrichtung und erhöhen so noch den Actioneindruck und wie sehr die Welt Conans nach dem Tode Belits aus den Fugen geraten ist. Im direkten Vergleich zu Braithwhite hat Brice kaum eine Chance, aber der zeichnerische Kontrast, hell, glatt, glücklich, gegen dunkel, chaotisch, ohne beschönigenden Filter, spiegelt gut den Charakter wider.
Inhaltlich hingegen überwiegt hier die Action und die dramaturgische Klammer welche die vier Kapitel zusammenhält ist die Konfrontation mit den Anhängern des Schlangengottes. Zunächst scheint der zweite Teil mit dem ersten nichts zu tun zu haben. Doch ohne sein Wissen wurde Conan durch einen Priester gebrandmarkt. Eine dürftige Klammer, aber immerhin. Fans wird es freuen den Krieger und Zauberer Zula wiederzusehen. Der übrigens nicht von Howard erfunden worden war, sondern für die Marvel-Comics. Für Fans ist der Band empfehlenswert, aber bislang nicht gerade der Beste aus der neuen Reihe.
Fazit:
So schön ein Wiedersehen mit Belit ist, so ist der herbe Bruch sowohl inhaltlicher als auch zeichnerischer Art befremdlich, macht aber Sinn. Dramaturgisch ist es eine reine Actionstory und trotz der herausragenden Zeichnungen in der zweiten Hälfte eher nur für Fans empfehlenswert.
Conan der Barbar 5: Auf Beutezug mit Belit
Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann
Verlag:
Paninicomics
Preis:
€ 14,00
ISBN 10:
3741643548
ISBN 13:
978-3741643545
104 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- Zeichnungen, Farbgebung im zweiten Teil
- Wiedersehen mit Belit
- inhaltiche Lücke gefüllt
- sehr fynamische Action

- Inhaltlich recht dürftig
- herber stilistischer und zeitlicher Bruch

| Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic | ||
| Bewertung: | ||
| Keine Bewertung vorhanden | ||
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| Rezension vom: | 03.10.2025 | ||||||
| Kategorie: | Conan | ||||||
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