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Comic-Besprechung - ZACK — Sonderheft 2
Geschichten:ZACK — Sonderheft 2
1.) Der Traum von Istanbul (13 S.)
2.) Oliver Rameau (2 S.)
3.) Oliver Rameau - Hommage an Cubitus (1 S.)
4.) Oliver Rameau - Rubbellos ist grandios! (1 S.)
5.) Der Beste (2 S.)
6.) Der letzte Wilde (10 S.)
Autor und Zeichner: Dany
7.) Der Ritter (4x 1 S.)
Autor und Zeichner: Frodo de Decker
8.) Vasco (8 S.)
Autor: Luc Révillon & Chantal Chaillet
Zeichner: Dominique Rousseau
9.) Tybalt (18 S.)
Autor: Ulf Granberg
Zeichner: Jan Kennedy
10.) Mortimer & Blake (= Herr Hase) (3 S.)
Autor und Zeichner: Lewis Trondheim
11.) Corentin (8 S.)
Autor und Zeichner: Christophe Simon
12.) Simon vom Fluss (6 S.)
Autor und Zeichner: Clarke
13.) Wounded Knee (12 S.)
Autor: Yves Duval & Christian Denayer
Zeichner: Franz
Übersetzer: nicht genannt
Story:
Nach dem „Sonderheft 1” und der regulären Ausgabe Nr. 300 des ZACK-Magazins ist dies die dritte Ausgabe, in der (auch) Hommage-Kurzgeschichten aus dem Tintin-Sonderband zum 77. Jahrestag des französischen Magazins abgedruckt werden. Doch diesmal werden sie auch mit Geschichten aus anderen Quellen gemischt, was zu einer abwechslungsreichen Mischung geworden ist.
Meinung:
Der Blattgold Verlag macht in der vorliegenden zweiten Sonderausgabe weiter mit dem Abdruck der in den meisten Fällen sehr gelungenen Hommage-Kurzgeschichten aus Tintin, doch diesmal versucht man bei der Mischung des Materials etwas Neues: ein Schwerpunkt liegt diesmal auf dem Zeichner Dany, der mit einem Dossier aus der Feder von Volker Hamann gewürdigt wird und insgesamt mit seinen Arbeiten ein Drittel des Heftes füllen darf. Dabei decken die ausgewählten Arbeiten ein weites Spektrum aus dem Schaffen dieses Künstlers ab: von einer modernen Liebesgeschichte über Persiflagen seiner eigenen Serie „Oliver Rameau” (die übrigens nicht in besagtem Tintin-Band abgedruckt worden waren!), von einem Western zu einer Western-Doku: das ist schon ein breites Feld! Dabei hat mir die Doku leider am schlechtesten gefallen, die wie der letzte Titel im Heft („Wounded Knee”) ein Thema aus dem Kampf der nordamerikanischen Indianer gegen die weißen Siedler erzählt, was sowohl vom Schwerpunkt nicht ganz zum übrigen Inhalt passt, als auch von der Erzählweise ein bisschen schwerfällig herüberkommt. Das gilt aus meiner Sicht auch für die „Neuentdeckung” des Verlags, die, wie ich meine, eindeutig einen Tiefpunkt des Heftes markiert: „Tybalt”. Diese Serie aus den 90er-Jahren wurde damals in der Optik der 50er/60er-Jahre gezeichnet, also nochmals künstlich um dreißig Jahre älter gemacht, als sie aus heutiger Sicht bereits ist, und ist von der Story her noch fader und vorhersehbar flacher als die bekannteren Serien aus dieser Zeit. Da im Vorwort des Hefts bereits nach der Lesermeinung hierzu gefragt wurde, hier nun meine Meinung: bitte nicht weiter verfolgen. Die Darstellung der Rennwagen und auch die der Figuren sind zwar grundsätzlich sehr gelungen, doch die geradezu grauenhafte Kolorierung hat diese Serie nicht gut altern lassen. Aber die vielen Fans der Zack-Neuauflagen von „Bob Morane Classic” über „Alain Cardan” bis zu „Jari” werden sich hier vielleicht durchaus wiederfinden können.
Der neue Funny „Der Ritter” hingegen hat mir sehr gut gefallen. Hier wird eine durchaus neue und originelle Figur benutzt, um groteske und überdrehte Situationen auf die Schüppe zu nehmen: das wirkt frisch, geistreich, und ist durchwegs lustig.
Auch die restlichen Hommage-Geschichten sind sehr unterhaltsam, „Herr Hase” mit seiner „Blake & Mortimer”-Parodie ist sowieso über jeden Zweifel erhaben, da Lewis Trondheim hier wieder mal voll ins Schwarze trifft, wie schon bei seinen anderen Serien-Parodien (wie zum Beispiel zu „Asterix”).
Insgesamt wieder ein spannendes Heft, mit ein paar Schwachstellen, doch damit sollte man bei einem Magazin auch rechnen. Für das nächste Heft (im November 2025) ist eine albumlange Geschichte im Heftformat angekündigt, womit der Verlag ein weiteres Mal die Möglichkeiten dieses Formats auszuloten beabsichtigt. Das erinnert mich dann ein bisschen an die Veröffentlichungen des alten Splitter-Verlags, der teilweise ähnlich vorgegangen war. Das muss nicht schlecht sein, doch ich persönlich mag meine Alben lieber in gebundener Form. Doch lassen wir uns überraschen!
Fazit:
Das zweite Sonderheft des ZACK-Magazins enthält, nach der Jubiläumsausgabe Nr. 300 und dem ersten Sonderheft, erneut eine Auswahl von Hommage-Kurzgeschichten aus dem französischen Jubiläumsband „Tintin 77 Ans”, sowie eine große Huldigung an den Comiczeichner Dany. Diesmal ist das Ergebnis ein wenig durchwachsener als zuvor, doch es kann allen Fans der franko-belgischen Klassiker weiterhin wärmstens ans Herz gelegt werden!
ZACK — Sonderheft 2
Autor der Besprechung:
Uwe Roth
Verlag:
Blattgold GmbH
Preis:
€ 9,70
ISBN 13:
4193767509704 02
100 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- Erneut eine Fortsetzung der Hommage-Kurzgeschichten aus „Tintin 77 Ans”.

- Diesmal ein paar Ausfälle dabei.

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| Rezension vom: | 21.05.2025 | ||||||
| Kategorie: | ZACK | ||||||
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