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Comic-Besprechung - Suicide Squad: Kill Arkham Asylum

Geschichten:

Suicide Squad: Kill Arkham Asylum (Suicide Squad: Kill Arkham Asylum 1-5)
Autor: John Layman,  Zeichner / Inker: Jesus Hervas, Colorist: David Baron



Story:

Amanda Waller hat das Arkham Asylum übernommen. Commissioner Gordon und Batman sind entsetzt über die Zustände welche die Gefangenen nur noch aggressiver machen. Doch das gehört zu Wallers Kalkül, denn sie will das Asylum dazu nutzen die Mitglieder der nächsten Suicide Squad zu rekrutieren. Eines Tages lässt sie dann alle Zellen öffnen. Wer den blutigen Rausch überlebt, wird Mitglied.



Meinung:

Der Comic Suicide Squad: Kill Arkham Asylum  ist das Prequel zu dem Videospiel Suicide Squad: Kill the Justice League. So wird der Band wohl eher als Fanservice für die Gamer gedacht  werden. Negativ gesehen kann man ihn auch leicht abstempeln, um einzig und allein den Gamern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Der Werbeverdacht wird noch dadurch verstärkt das hier ein Code enthalten ist der in dem Videospiel dann einige Extras freischalten soll. Zudem sind Prequels meist nicht sonderlich interessant, da man weiß wie sie enden werden, um zu der hauptsächlichen Geschichte zu passen. Es liegt also sehr nahe den Band links liegen zu lassen als reine überflüssige Gelddruckmaschine welche Gamer noch mehr abzocken soll.

Andererseits liest man den Namen des Autors. John Layman hat auch die hervorragende Serie Chew gestaltet und so manche Preise abgeräumt. So wird man doch neugierig und gibt dem Ganzen eine Chance. Der Comic spielt in dem alternativen Batman-Universum der Videospiel-Reihe Batman Arkham aber die Nicht-Gamer seien direkt beruhigt, denn man braucht kein Vorwissen um die Geschichte lesen zu können.  Zudem ist die Story losgelöst von der Kontinuität der Comics und so kann man den Band schon fast als einen Beitrag der Black Label Reihe bezeichnen. Man muss sich nicht an die bisherigen  Comics halten, kann Figuren anders gestalten und es wird bisweilen brutal und düster und manche Schurkencharaktere werden hier auch das Zeitliche segnen. Die Spannung kommt zum größten Teil eben dadurch das manche bekannten Erzfeinde von Batman etwas anders sind als man sie bisher kannte und das eben keiner sicher ist. Naja, fast. Die Gamer wissen ja welche Schurken überleben werden, um die Squad zu bilden und auch diejenigen welche die Filme mochten werden nicht überrascht sein. Die Favoriten der Filme und auch der meisten bisherigen Comics werden hier natürlich als zentraler Kern der neuen Squad bestehen. Es ist kein Spoiler, es ist ein Prequel.

Überraschungen sind also eher auf den Nebenschauplätzen zu erwarten und da gibt es so manche. Zunächst wird jedes der vier Kapitel aus einer anderen Sichtweise des jeweiligen Protagonisten erzählt. Einerseits ist das eine Reminiszenz an Videospiele wo sich die Handlung bzw. die Perspektive auf sie leicht verschiebt je nachdem welchen Avatar man ausgewählt hat, um zu spielen. Andererseits gibt es so auch verschiedene erzählerische Schwerpunkte und Tonalität. Das ist sehr gelungen. Der eher nüchterne Tonfall des Auftragskillers versus das Durchgeknallte von Harley Quinn. Und King Shark ist erstaunlich witzig und eloquent. Gerade das Kapitel mit Captain Boomerang wird schön surreal da er geistig kontrolliert werden soll und sich dann zeichnerisch ausgetobt wird wenn Salvador Dali und M. C. Escher zitiert wird.

Ansonsten darf man keine ausgefeilte Dramaturgie erwarten. Es ist ein reiner Action-Comic der durchaus spannende Elemente beinhaltet und erstaunlich blutig ist und sehr dynamisch gezeichnet worden ist. Man tut ihm durchaus Unrecht als reine Gelddruckmaschine abzutun. Es ist kein Meisterwerk, aber Layman und sein Zeichner haben doch merklich versucht das Beste aus der Ausgangslage herauszuholen. So ist es ein schöner Action-Happen für zwischendurch vor allem für die Fans der Squad.



Fazit:

Ein Prequel kann man schon per se abtun und dann noch als Franchise zu einem Videogame. Aber Autor John Laymen macht das Beste  daraus und bietet eine rasante Actiongeschichte mit unterschiedlichen Tonfällen und sorgt gerade auf den Nebenschauplätzen für einige Überraschungen. Nicht nur für Gamer einen Blick wert.



Suicide Squad: Kill Arkham Asylum - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Suicide Squad: Kill Arkham Asylum

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,00

ISBN 10:
3741635170

ISBN 13:
978-3741635175

124 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • unterschiedliche Tonalität
  • abwechslungsreiche Perspektiven
  • Überraschungen auf Nebenschauplätzen
Negativ aufgefallen
  • keine ausgefeilte Dramaturgie
  • Prequel mit vorhersehbarem Ende
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 07.12.2024
Kategorie: Suicide Squad
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