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Comic-Besprechung - A Vicious Circle 1

Geschichten:

A Vicious Circle 1: Ein Teufelskreis (A Vicious Circle 1)
Autor: Mattson Tomlin, Zeichner / Colorist: Lee Bermejo



Story:

Shawn Thacker ist nur scheinbar ein Familienvater. Er ist vielmehr ein Attentäter aus der Zukunft der mit einem anderen einen Fluch teilt. Immer wenn einer von ihnen einen Menschen tötet werden beide aus der Zeit gerissen und in eine andere Epoche versetzt. War der Kampf zunächst nur ein Auftrag, wird es nun persönlich und droht die Geschichte zu verändern.



Meinung:

Das Format von A Vicious Circle 1 ist  wie bei dem Black Label von DC gehalten. Sprich: ein relativ schmaler Hardcoverband im Überformat. Dabei ist die dreiteilige Mini-Serie gar nicht von DC, sondern stammt aus dem US-Verlagshaus BOOM! Studios. Aber schon in den USA war das Format wohl in einer Übergröße und so passt sich die deutsche Veröffentlichung dem an. Jedenfalls wenn man von dem Interview im Anhang ausgehen kann was recht informativ ist.

Zumindest in den USA ist ein Überformat sehr ungewöhnlich da in der Regel dortige Veröffentlichungen im Heftformat erscheinen und die Tradepaperbacks, sowie Hardcover-Omnibus Bände, auch oft nur unwesentlich größer, aber dafür umso dicker sind. Den Zeichnungen von Lee Bermejo kommt das natürlich zu Gute und dürfte ein wesentlicher Grund für die Veröffentlichungsform gewesen sein. Bermejo hat eh einen sehr realistischen Zeichenstil und wurde damit nicht nur in den USA zu einem Star und Publikumsliebling der nicht zuletzt durch seine Cover zu beeindrucken weiß. In A Vicious Circle zieht einen schon die erste Seite komplett in seinen Bann. Nicht nur ist es realistisch, sondern geradezu hyperrealistisch und man muss schon mehrmals hinsehen um sicher zu gehen das hier keine Fotografie, sondern tatsächlich eine Zeichnung vorliegt. Das ist schon beachtenswert aber auch die Panelaufteilung, die erzählerische Gestaltung der ersten wenigen Seiten sind beachtlich und zeigen eine glückliche Familie wobei schon eine Grundanspannung zu spüren ist. Allein durch die Blicke und Gesten. Und schon auf der vierten Seite entsteht ein Bruch wenn der gute Familienvater einen Gefangenen im Keller hält. Das wirft Fragen auf die bis zuletzt nicht beantwortet werden.

Ist der Held wirklich ein Held? Ist der Schurke trotz mörderischer Taten wirklich böse? Oder ist er schlicht vor dem vermeintlichen Helden auf der Flucht?  Die Geschichte wird ziemlich bald ziemlich blutig und höchst dramatisch, wobei einem die Story bis zur letzten Seite nicht wirklich sonderlich klar wird. Es gibt zwei  Gegenspieler die in der Zeit reisen. Der eine will ein Gerät zerstören welches die Zukunft verändert hat, der andere will die Zerstörung verhindern. Was geändert wurde, ob es gut oder schlecht ist, wessen Motive nun die guten sind? Das bleibt unklar. Die beiden Männer reisen immer in der Zeit wenn einer von ihnen irgendeinen Mord begeht. Egal wer tötet: es werden beide in der Zeit versetzt. Deswegen ist bei einer Seite auch unklar ob die Morde aus Bösartigkeit geschehen oder als Fluchtmöglichkeit. Trotz konträrer Aufgaben welche beide Hauptfiguren spiegeln bleibt die Story an sich vollkommen im Unklaren was durchaus frustrierend sein kann.

Zumindest optisch ist einer der Hauptfiguren als Schurke auszumachen aber man wird bei der Lektüre das Gefühl nicht los das man es sich damit zu einfach macht und vielleicht mehr dahinter stecken könnte. Aber wenn man schon von der Story sehr verwirrt ist und eine Menge Fragen offen bleiben, so sind es doch vor allem die Zeichnungen die einen in ihren Bann ziehen. Bermejo kann zeichnerisch wunderbar erzählen und  macht es sich selbst nicht einfach. Denn sein Zeichenstil wechselt je nach historischer Epoche und so finden sich auf ein und derselben Seite oftmals die unterschiedlichsten Stile.  Nicht zuletzt durch die rasante Story und die Zeichnungen bleibt bis zum Ende eine große Neugier auf die Fortsetzung. Faszinierend.



Fazit:

Es fällt kaum auf das die Story bislang noch recht dünn ist und keine der vielen Fragen beantwortet wird. So rasant wird erzählt und die Zeichnungen sind mehr als faszinierend. Auf jeden Fall mal reinschauen.



A Vicious Circle 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

A Vicious Circle 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Panini

Preis:
€ 16,00

ISBN 10:
374163820X

ISBN 13:
‎ 978-3741638206

60 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • hyperrealistische Zeichnungen
  • stetig wechselnder Stil
  • rasant erzählt
  • graphisch erzählt
Negativ aufgefallen
  • bislang sehr dünne Story
  • viele Fragen, keine Antworten
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 23.06.2024
Kategorie: Hefte
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