SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 17.455 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste Gesammelte Leseproben

Comic-Besprechung - Das dritte Auge: Akt I - Die Stadt der Lichter

Geschichten:

Das dritte Auge: Akt I - Die Stadt der Lichter

Autor: Olivier Ledroit

Zeichner: Olivier Ledroit

Übersetzer: Harald Sachse



Story:

Der junge Glasmaler und Restaurator Mickaël Alphange ist Synästhet, das heißt in seinem Fall, dass er Töne als Formen und Farben wahrnehmen kann. Nach einem Selbstexperiment unter Drogeneinfluss setzt er eine Veränderung seines Geistes in Kraft, die ihn und seine Wahrnehmung der Welt komplett verändert. Ein befreundeter Psychologe hilft ihm dabei, einen Initiationsritus zu absolvieren, der ihn zu einem Krieger „auf dem königlichen Weg” macht, um mit Hilfe eines magischen Schwertes seine Mission erfüllen zu können.



Meinung:

Es geht In diesem ersten Band einer Trilogie um Magie und Okkultismus. Und obwohl der Künstler Jean-Michel Nicollet, selbst bekannt als Illustrator von Science-Fiction Büchern und als Comiczeichner, in seinem Vorwort ausdrücklich betont, dass „Das dritte Auge” von Ledroit nichts mit dem gleichnamigen, eher obskuren Okkultismus des überführten Schwindlers Cyril Henry Hoskin (aka. Lobsang Rampa) zu tun habe, ist dieses Buch doch von einigem Obskurantismus durchzogen.

Olivier Ledroit zeichnet in großartigen, meist großformatigen Panels geradezu eine Hymne auf die Stadt Paris. Hierzu verwendet er einen Zeichenstil, der an eine Mischung aus Kreide- und Pastellzeichnung erinnert, was sehr gut die Stimmung wiedergibt, die Ledroit erreichen will: dass der Held überall um sich herum leuchtende Formen, Nebel und auch Wesen sieht, die aus der „wirklichen” Realität stammen, die hinter unserer üblichen Wahrnehmung der Welt verborgen liegen. Dabei bildet Paris für ihn offenkundig das Zentrum der Welt, mit seinen Avenuen und der Champs Élysées als zentraler Achse, und den markanten Bauwerken der Stadt als magische Knotenpunkte, wie dem Louvre, dem Arche de la Défense, dem Arc de Triomphe oder dem Obelisken auf der Place de la Concorde. Hierbei werden die Standorte dieser Bauwerke als uralte Sternentore beschrieben, auf denen die Menschheit, ob bewußt oder unbewußt, immer wieder repräsentative Bauwerke erstellt hat, nicht zuletzt auch die Kathedrale Notre Dame. Über den Obelisken wird eine innere Verbindung von Paris und Ägypten hergestellt, die wohl eher zufällig existiert, und die Herkunft des Namens „Paris” wird etwas abenteuerlich als ägyptisch hergeleitet (was nicht stimmt). All diese Elemente machen diese Geschichte aus, und es passt alles zusammen — aber es ist eben auch sehr obskur und vor allen doch letztendlich düster, und das muss man mögen, um am Ende nicht enttäuscht zu werden. Alles zusammen erinnert dies doch stark an die mystischen Drogenfantasien eines Carlos Castaneda oder an die Alpträume eines Daniel Hulet.

Die Handlung erschöpft sich im wesentlichen in der sehr ausführlichen Darstellung des Initiationsritus des Helden, der durch ein in mystische Farben und Formen gehülltes Paris wandert, ein paar Gesprächsszenen, zwei Kämpfen gegen Dämonen und einer Eingangsszene, die wohl erst nach der Initiation spielen soll.  Aber dies ist erst der erste Band der geplanten Trilogie, man darf hoffen, dass es in den Folgebänden etwas mehr Handlung geben wird.



Fazit:

Insgesamt ein etwas durchwachsenes Werk. Man muss den Okkultismus mögen, dann funktioniert die Geschichte sehr gut. Entgegen der Ankündigung im Vorwort wird die Handlung doch immer düsterer, was sich bereits in der Eingangsszene ankündigte. Die Folgebände sind steigerungsfähig.



Das dritte Auge: Akt I - Die Stadt der Lichter - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Das dritte Auge: Akt I - Die Stadt der Lichter

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 22,00

ISBN 10:
3967923681

ISBN 13:
978-3967923681

112 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Sehr schöne Zeichnungen, die die gewünschte Atmosphäre treffend darstellen.
Negativ aufgefallen
  • Am Ende entgegen der Ankündigung doch recht düster.
  • Wenig Handlung.
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 25.07.2022
Kategorie: Alben
«« Die vorhergehende Rezension
Kiraide Isasete – Lass mich dich hassen
Die nächste Rezension »»
Teenage Idol Dreams
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.