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Comic-Besprechung - Das Mädchen mit den blauen Augen

Geschichten:

Das Mädchen mit den blauen Augen

Autor: Fred Duval nach Michel Bussi

Zeichner: Nicolaï Pinheiro

Übersetzerin: Tanja Krämling



Story:

In dieser Kriminalgeschichte versucht ein Privatdetektiv in den 1980er und 90er Jahren die Identität eines jungen Mädchens aufzuklären, das als Baby als Einzige einen Flugzeugabsturz an der Französisch-Schweizerischen Grenze überlebt hat. Bis ins Jahr 1998 hinein versucht er zu beweisen, von welcher von zwei Familien die Waise tatsächlich abstammt - denn an Bord waren zwei Babys, und beide Familien fordern die Vormundschaft. In Rückblicken erzählt dabei ein Tagebuch des Ermittlers von seinen Fortschritten, abwechselnd mit Ereignissen im Jahr der Handlung (1998), die zu einer Eskalation der Tragödie bei den betroffenen Familien führen.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Der französische Szenarist Fred Duval hat sich nach „Schwarze Seerosen” mit dem vorliegenden Band erneut an die Umsetzung einer Romanvorlage von Michel Bussi begeben. Diesmal hat er sich mit dem Franko-Brasilianischen Zeichner Nicolaï Pinheiro zusammengetan, der bisher in Deutschland noch nicht in Erscheinung getreten ist, in Frankreich jedoch seit 2007 aktiv ist und zuletzt hauptsächlich Graphic Novels von 100 bis 150 Seiten gezeichnet hat. Hierzu gehört auch der vorliegende Band. Sein realistischer Zeichenstil passt sehr gut zu dieser Geschichte, er hält sich bei der Anordnung der Panels zwar weitgehend an eine „klassische” Blattaufteilung mit wenigen Variationen, doch dies kommt der Geschichte zugute, die bei der Fortführung des Spannungsbogens weniger auf Schockelemente setzt, sondern auf eine gute Entwicklung des Plots. Und die ist auf jeden Fall gegeben, die Geschichte ist absolut kongenial entworfen, schon die Ausgangssituation ist ja geradezu grotesk und weckt eben deshalb unmittelbar das Interesse des Lesers — und hält ihn in ihrem Bann. 

Obwohl die Handlung sich über fast ganz Frankreich erstreckt und teilweise auch in der Türkei spielt, wirkt die Story eher wie ein Kammerspiel, es gibt im Prinzip nur ein halbes Dutzend aktiver Charaktere und einige weitere Nebenfiguren. Doch gerade das erlaubt es Fred Duval, die Figuren sehr detailliert zu entwickeln, obgleich er in diesem Band sicher nicht soviel Raum dazu zur Verfügung hatte wie vorher der Originalautor in seinem Roman. Auch Nicolaï Pinheiro trägt hierzu nicht unmaßgeblich bei, denn es gelingt ihm, die Figuren aus stark wechselnden Perspektiven und mit den unterschiedlichsten Mimiken zu zeichnen, was die Erzählung stark stützt. Insgesamt erinnert das Ergebnis an die klassischen französischen Krimis der 1970er bis 1990er Jahre von Chabrol oder Truffaut.

Die Geschichte wird nicht komplett chronologisch erzählt, es gibt einige Erzählsprünge und vor allem Einschübe mit der aktuellen Handlung im Jahr 1998, die eigentlich das Ende der Story darstellt. Doch der ich-erzählende Privatdetektiv führt den Handlungsbogen immer genau rechtzeitig wieder zusammen, sodass sich die Geschichte nie verheddert, und auch der Leser immer die Übersicht bewahrt. Trotzdem gibt es für ihn zahlreiche Überraschungen und Wendungen, nichts ist wirklich vorhersehbar, und es führt am Schluss zu einem sehr verblüffenden Ende, das hier nicht verraten werden soll.

In Frankreich hat Fred Duval zusammen mit Noë Monin bereits den ersten Teil einer weiteren Buchvorlage von Michel Bussi veröffentlicht - man darf auch hierauf wieder gespannt sein.



Fazit:

Eine spannende, sehr gut erzählte und gezeichnete Kriminalgeschichte im Stil der klassischen französischen Kinofilme von Chabrol oder Truffaut, mit überzeugenden Charakteren und überraschendem Ende. Nicht nur für Krimi-Freunde sehr zu empfehlen.



Das Mädchen mit den blauen Augen - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Das Mädchen mit den blauen Augen

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 35,00

ISBN 10:
3967922995

ISBN 13:
978-3967922998

176 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Sehr spannend
  • Tolle Zeichnungen
  • Sehr gute „Choreografie” der Erzählung
  • Eine Kriminalgeschichte im Stil der klassischen französischen Kinofilme.
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 12.07.2022
Kategorie: Alben
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