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Comic-Besprechung - Die Känguru-Comics Band 1

Geschichten:

Die Känguru-Comics - Band 1

Autor: Marc-Uwe Kling

Zeichner & Kolorist: Bernd Kissel



Story:

In dieser Comic-Version der bekannten Känguru-Chroniken lebt der Autor Marc-Uwe Kling mit einem kommunistischen Känguru zusammen, das sprechen kann und mit seinen beißenden Kommentaren zu Allem und Jedem gekonnt die uns inzwischen so gewohnten wie liebgewonnenen Meinungen und Ansichten kritisiert und teils durch den Kakao zieht.



Meinung:

Nach der Buchserie aus den Jahren 2009 bis 2014 und der Verfilmung im Jahr 2020 traf Marc-Uwe Kling die Corona-Krise genauso hart, wie seine übrigen Künstler-Kollegen. Um den Mangel an Auftrittsmöglichkeiten auszugleichen, fasste er kurzerhand den Plan, zusammen mit dem Zeichner Bernd Kissel die bekannte Känguru-Figur in Form eines täglichen Comic-Streifens im Internet zu veröffentlichen, ganz im Stile der klassischen „Comic-Strips” in den Zeitungen, wie „Hägar”, „Blondie” oder wie die Strips von @Tom. Die Plattform hierfür ist die „ZEIT online”, wo die Serie auch Mitte 2022 noch weiter läuft. Nun erscheinen die Veröffentlichungen aus dem Zeitraum von Dezember 2020 bis Dezember 2021 in Buchform als erster Sammelband. Dem Format als Strips geschuldet, erscheint das Buch im etwas ungewohnten Querformat. Die Strips sind sechs Tage lang in Schwarz/Weiß mit Grautönen, jedes siebte ist dann etwas umfangreicher und in Farbe.

 

Die Grundkonstellation hat sich nicht geändert: Ein etwas schluffiger und politisch gleichgültiger Autor lebt mit einem sprechenden Känguru in einer WG in Berlin. Um die Absurdität der Situation noch weiter anzuheizen, stammt das Känguru „aus dem Osten” (also aus der ehemaligen DDR) und ist überzeugter Kommunist. Das ist die Grundlage, um so ziemlich jedes Thema durch den Kakao zu ziehen oder zum Tagesgeschehen kritische Kommentare abzugeben. Hierbei ist die Figur von Marc-Uwe Kling selbst eigentlich nur der Sparringspartner oder Punchingball für die bissigen Feststellungen des Kängurus ohne Namen, das mit seinen oft ätzenden Bemerkungen recht häufig ins Schwarze trifft. Da beweist Kling wirklich den Mut zur Selbstironie, doch ganz unterkriegen lässt er sich natürlich nicht und schießt ab und zu auch mal gekonnt zurück. Abwechslungsreich wird die Serie durch die gelegentliche Einbindung des Zeichners und der Darstellung, als könnten die Figuren mit ihm kommunizieren, durch die Einbindung einer kinderreichen Nachbarsfamilie, sowie durch eine Art „Nebenserie” um die Figuren „Elon und Jeff” (gemeint sind Elon Musk und Jeff Bezos), die als Einzige auf dem Mars siedeln (wo sonst?).



Fazit:

Dieser Sammelband weiß durchaus zu unterhalten. Die Zeichnungen sind sympathisch, die Anekdoten oft treffend und zielsicher. Fans der Bücher und des Films werden sich hier sicher wiederfinden. Doch es zeigt sich eine kleine Schwäche im Gesamtergebnis: Manche der Themen betreffen durchaus nur ein Tagesgeschehen und ihre Details werden mit der Zeit sicherlich in Vergessenheit geraten (wie Corona, Trump oder die Parteisituation bei der letzten Wahl). Das hat sicherlich bei der Online-Veröffentlichung sehr gut funktioniert, aber bereits jetzt, anderthalb Jahr später, zünden einige Gags nicht mehr so unbedingt. Auch reduziert das Format als Comic-Strip die gewohnten Dialogwechsel der beiden Protagonisten oftmals nur auf kurze Kalauer, was dann beim Lesen als Buch leicht zu einer gewissen Übersättigung führen kann. Aber solch einen Sammelband liest man sicher in mehreren Etappen, und dann passt es wieder.



Die Känguru-Comics Band 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Känguru-Comics Band 1

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 22,00

ISBN 10:
3551728283

ISBN 13:
978-3-551-72828-9

224 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Unterhaltsam
  • Nette Umsetzung
  • Passende Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Nicht alle Gags treffen noch
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Rezension vom: 02.06.2022
Kategorie: Alben
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