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Comic-Besprechung - Lena auf dem Pulverfass

Geschichten:

Lena auf dem Pulverfass

Autor: Pierre Christin

Zeichner & Kolorist: André Juillard

Übersetzer: Marcel Le Comte



Story:

In diesem dritten Teil leitet die junge Diplomatenwitwe Lena eine Nahostkonferenz im verschneiten Kanada. Doch natürlich steckt auch diesmal wieder der französische Geheimdienst hinter der Aktion, und Lena soll insgeheim die Befindlichkeiten der Konferenzteilnehmer ausloten.



Meinung:

Nach einer langen Pause von 7 Jahren (bzw. sogar 12 Jahren im französischen Original) erscheint im Frühjahr 2022 mit „Lena auf dem Pulverfass” der von den Fans lange erwartetet dritte Band dieser Politik- und Spionageserie, nach „Lenas Reise” aus dem Jahr 2006 (deutsch: 2007) und „Lena und die drei Frauen” von 2009 (dt. 2015).

 

Zur Erinnerung: In den ersten beiden Teilen haben wir verfolgen können, wie die junge Frau Helene Desrosière, genannt Lena, vom französischen Geheimdienst als Undercover-Agent in verschiedene Terroristenkreise eingeschleust wird, um zu helfen, diese zu zerschlagen. Es kam dazu, weil ihr Mann, ein französischer Diplomat, und ihr kleiner Sohn selbst bei einem Attentat starben, was ihre Motivation zur Mitarbeit begründete. Als Figur selbst bleibt Lena geheimnisvoll, man erfährt nicht, was sie außerhalb ihrer „Aufträge” treibt. Sie ist überraschend selbstsicher und scheinbar beinahe völlig angstfrei, doch schaffen es die Autoren, sie trotzdem sympathisch und realistisch erscheinen zu lassen.

 

Diese Mal hat sich das Szenario auf den ersten Blick stark verändert: kein Undercover-Außendienst mehr, keine exotischen Reisen, keine Terroristen - stattdessen ist Lena eine Art diplomatische Reiseleiterin, die jetzt eine mehr oder weniger geheime Konferenz betreut. Doch es wäre kein Stoff von Pierre Christin, wenn nicht alles weit vielschichtiger wäre, als es auf den ersten Blick erscheint. Denn natürlich ist Lena doch Undercover, alles spielt an einem Ort sehr weit von der „Zivilisation” entfernt, und auch die Terroristen tauchen noch auf. Und auch Lenas Leitung einer Event-Agentur ist nur ein Deckmantel für den französischen Geheimdienst.

Doch auch ohne diese Betrachtungen sind nicht nur für die Leser, sondern auch für die Autoren und nicht zuletzt die Hauptfigur seit dem letzten Abenteuer zwölf Jahre vergangen. Da ist eine etwas veränderte Ausrichtung in der Tätigkeit der Heldin durchaus angemessen und glaubwürdig.

 

Wie von diesem Autorenpaar gewöhnt wird die Geschichte unaufgeregt, aber spannend und interessant erzählt. Die Zeichnungen von André Juillard sind in ihren klaren Linien und der ausgewogenen Farbgebung absolut passend zur Story. Auch der Inhalt weiss zu überzeugen: das Thema ist aktuell, der Erzählrahmen erinnert stark an die historischen Nahostgespräche 1979 im US-amerikanischen „Camp David” unter dem amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter. Die einzelnen Charaktere der Konferenz werden zwar nicht alle vertieft dargestellt, doch das unterstützt nach Meinung des Rezensenten eher die gewollte Atmosphäre von einander umkreisenden, geheimnisvollen Diplomaten, deren Ziele und Ausrichtungen nicht für alle Beteiligten klar vorhersehbar sind, und die auch in unerwarteten Allianzen münden. Insgesamt ist die Erzählung stimmig.



Fazit:

Eine durchaus ungewöhnliche, originelle Geschichte, die spannend und gekonnt erzählt wird. Die Serie wird hiermit würdig fortgesetzt, doch auch Neueinsteiger können hier getrost zugreifen, da die Vorgeschichte nicht zwingend bekannt sein muss, um diesen Band zu verstehen und zu geniessen.



Lena auf dem Pulverfass - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lena auf dem Pulverfass

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Salleck Publications

Preis:
€ 16,00

ISBN 13:
978-3-89908-760-4

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Spannende Geschichte
  • Gekonnte Zeichnungen
Negativ aufgefallen
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Bewertung:
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Rezension vom: 28.04.2022
Kategorie: Alben
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