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Comic-Besprechung - Joker / Harley: Psychogramm des Grauens 3

Geschichten:

Joker / Harley: Psychogramm des Grauens 3 (Joker / Harley: Criminal Sanity 6-8)
Autorin: Kami Garcia, Zeichner: Jason Badower, Mico Suayan, Coloristin: Annette Kwok



Story:

Die Begegnung mit dem Serienkiller den man den Joker nennt, schreckt die Profilerin Harley Quinn nicht davon ab, ihn weiter zu jagen. Vielmehr sieht sie sich bestätigt, hat aber keine Beweise um den Mörder festnehmen zu lassen. So treibt Joker weiter sein Spiel bis die Ermittler den nächsten Tatort herausfinden können. Doch können sie das Böse dauerhaft stoppen?



Meinung:

Mit dem dritten Band der außergewöhnlichen Serie Joker / Harley: Psychogramm des Grauens liegt nun das Finale vor. Wie bekannt sein dürfte, erscheint diese Mini-Serie unter dem Black Label von DC und das ermöglicht eine Loslösung von der Kontinuität. Harley ist hier eine Profilerin welche dem Gotham Police Department bei der Jagd auf den Serienkiller den man den „Joker“ nennt, behilflich ist. Dabei kommt er ihr sehr nahe und Harleys Motive sind auch persönlicher Art, da der Joker einst ihre Freundin ermordet hatte.

Nun geht es also auf die Zielgerade und zeichnerisch sind leider immer noch die Mängel vorhanden die auch schon die ersten beiden Bände ausmachten. Teilweise wirken die Figuren sehr steif und posenhaft. Die imaginierte Bewegung bleibt oftmals aus. Was auch dazu führt, das die Mimik einiger Protagonisten dann sehr übertrieben ausfällt, da kein Fluss vorhanden ist, sondern eher ein Sprung zwischen den Emotionen. Das es auch anders geht, wird auch hier bewiesen, denn in den Actionszenen, gerade wenn die Panelstrukturen komplett aufgelöst werden und somit das Chaos verdeutlicht wird, wirkt alles energiegeladen und dynamisch. Dabei sind die naturalistischen Zeichnungen an sich hervorragend gelungen und vor allem gut strukturiert. Die Farbgebung führt hier die Leser*innen auch öfters aufs Glatteis. Bisher war der Haupthandlungsstrang in schwarz-weiß gehalten und nur die Rückblenden in Farbe. Das ist hier zwar beibehalten, aber die Rückblenden nähern sich immer mehr der Hauptzeitlinie an, so dass es manchmal nur Minuten vor der erzählten Zeit stattfinden kann. Das verunsichert manchmal etwas, schürt aber auch die Spannung. Vor allem in diesem Hochformat kommen die Zeichnungen sehr schön zur Geltung, auch wenn es manchmal sehr blutig bis eklig wird.

Inhaltlich löst man sich nunmehr etwas von der Meta-Ebene. Es wurde durchaus thematisiert aus welchen Gründen man zum Serienkiller werden kann und  vor allem was das Publikum an diesen menschlichen Monstern fasziniert.  Einerseits ist es schade, dass hier nicht weiter drauf eingegangen wird, andererseits wird so der Inhalt stringent verfolgt und so die Story zum Abschluss gebracht. Wobei es im Grunde erstaunlich ist, dass die Ermittlungen an sich nur zum Teil zum Erfolg führen. Gut, Harley weiß wer der Killer ist, hat aber keine Beweise. Das die Ermittlungen zu einem möglichen Tatort führen und dort tatsächlich der Joker auftaucht, ist zwar ein Ermittlungserfolg, aber weniger die Festnahme an sich.

Das Ende kann man durchaus als eine Meta-Ebene sehen. Denn es wird der Frust deutlich, dass alle Mühen und Schmerzen einen Killer zu fassen letztlich in gewissem Sinne unbefriedigend sind da man das Gefühl gewinnen kann, dass das Justizsystem dem Leid der Opfer und dem Wahnsinn des Täters nicht gerecht werden kann. Was ein gefährlicher Gedanke ist, denn dieser Weg kann dazu führen das man zu einem Vigilanten wird und nicht Gerechtigkeit, sondern Rache will. Was wiederum das Justizsystem aushöhlt.  Insofern ist das Ende offen. Generell liegt hier ein würdiger Abschluss einer starken Serie vor. Zugreifen.



Fazit:

Ein würdiger Abschluss einer starken Serie. Düster, brutal mit Blick auf das Innenleben der Charaktere. Da nimmt man manche steifen Posen und übertriebene Mimik bei den Zeichnungen gerne hin.



Joker / Harley: Psychogramm des Grauens 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Joker / Harley: Psychogramm des Grauens 3

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 20,00

ISBN 10:
3741620378

ISBN 13:
‎ 978-3741620379

108 Seiten

Positiv aufgefallen
  • düstere Atmosphäre
  • naturalistische Zeichnungen
  • Spiel mit Farbgebung
  • gute Charakteristik
Negativ aufgefallen
  • manche steifen Posen
  • Meta-Ebene wird verlassen
  • teils übertriebene Mimik
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Rezension vom: 08.05.2022
Kategorie: Black Label
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