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Comic-Besprechung - Schiff der lebenden Toten

Geschichten:

Schiff der lebenden Toten (Plunge 1-6)
Autor: Joe Hill, Zeichner / Inker: Stuart Immonen, Colorist: Dave Stewart



Story:

Vor 40 Jahren verschwand ein Schiff einer Ölbohrgesellschaft. Nun auf einmal kommen Funksignale von der "Derleth" und ein Manager des Ölkonzerns heuert die Mannschaft des Bergungsschiffes "MacReady" und eine Meeresbiologin an, um das Wrack zu untersuchen und eventuelle Funde der damaligen Expedition sicher zu stellen. Da sich das Wrack in der Nähe von Alaska befindet, muss man auch den Russen zuvor kommen. Doch nicht nur die Zeit und die Natur sind der Feind, denn einige Besatzungsmitglieder der "Derleth" haben überlebt. Allerdings haben sie kaum noch Menschliches an sich.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

In seinem Sublabel bei dem Black Label von DC textet nun Joe Hill wieder selber einen Horrorcomic und liefert eine Verbeugung vor Lovecraft und dem Film Das Ding aus einer anderen Welt von John Carpenter ab.  Das geschieht allein schon durch die Verwendung von Namen. Einer der Helden heißt Carpenter mit Nachnamen, sein Schiff Mcready wie der von Kurt Russel dargestellte Held im Film und das Schiff welches sie bergen sollen, heißt Derleth. Wie der Verleger von Lovecraft der selber später einige Texte vollendete und mit eigenen Beiträgen den Cthulhu Mythos erweiterte. Aber damit auch ja jeder Leser/in die Verbeugungen versteht, wird im Klappentext, im Vorwort und gleich in zwei Nachworten nochmal darauf hingewiesen. Man hat es verstanden.

Dabei ist Schiff der lebenden Toten keine reine Nacherzählung des Films oder eine Adaption von Lovecraft und auch kein neuer Zombiecomic, wenngleich der Titel es vermuten lässt, dass ein nicht realisiertes Drehbuch von Goerge A. Romero als Grundlage hätte dienen können. Die Verwendung der Namen dient als reine Hommage. Die Geschichte an sich ist durchaus eigenständig und bedient sich nur mancher Elemente, um die neu anzuordnen und so eine spannende und packende Geschichte zu erzählen. Aus Das Ding aus einer anderen Welt stammt etwa die Klaustrophobie die sich in einer kalten lebensfeindlichen Umwelt entwickelt welche durch die Bedrohung durch eine äußere Kraft noch verstärkt wird. Dazu kommt noch der Body Horror. Im letzteren und durch die Verquickung von Horror und Science-Fiction findet man auch die Lovecraft-Elemente.

Jahre nachdem ein Schiff verschwunden ist, wird nun ein Signal abgefangen und ein Manager eines Ölkonzerns heuert ein Schiff an welches auf Bergungen spezialisiert ist und stellt auch noch eine Meeresbiologin an.  Doch es lauern viele Gefahren im eisigen Norden, welche nicht alle irdischen Ursprungs sind. Diese feindliche Umwelt ist zeichnerisch sehr gut eingefangen und durch die Farbgebung vom wohl besten lebenden Koloristen, Dave Stewart, noch kongenial verstärkt. Die Zeichnungen lassen einen frösteln, halten einen durch leichte Verfremdungen auf Distanz, geben aber genug Realismus, um hier mit zu fiebern. Zudem sind sie sehr geschickt aufgebaut.

Die Story tut ihr Übriges. Bei einer Hommage meint man ja schon alles zu kennen, da nur bekannte Versatzstücke zusammengeworfen werden. Joe Hill versteht es aber, nicht alles offensichtlich werden zu lassen und so werden Zweifel geweckt, ob das Böse wirklich böse ist, was natürlich die Spannung sehr erhöht. Alle Charaktere sind komplex und haben positive als auch negative Eigenschaften. So kann man alle Motive nachvollziehen, was schon eine Kunst ist. Da man sie versteht und die Blickwinkel kennt, sind sie aber manchmal schwer einzuschätzen was eine hohe Dynamik und Spannung entstehen lässt. Hill verlässt sich also nicht nur auf die Story, sondern arbeitet die Figuren gekonnt mit ein. Gegen Ende wird es dann richtig monströs und man fiebert mit den Charakteren wirklich mit. Und in dieser Kombination liegt tatsächlich ein äußerst gelungener Horrorcomic vor der jedem Genrefreund empfohlen wird.



Fazit:

Eine gelungene Hommage die auch ihren eigenen Tonfall findet. Gelungene Zeichnungen, kongeniale Farbgebung und trotz aller Genre-Elemente des Horrors werden die Charaktere nicht vergessen, so dass man wirklich mit ihnen mitfiebert. Ein äußerst gelungener Horror-Comic.



Schiff der lebenden Toten - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Schiff der lebenden Toten

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,00

ISBN 10:
3741622591

ISBN 13:
978-3741622595

172 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Atmosphäre, Setting, Milieu
  • Zeichnungen
  • ausgearbeitete Charaktere
  • trotz Hommage Eigenständigkeit
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 31.07.2021
Kategorie: Hefte
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