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Comic-Besprechung - Classiccomics – Integral 2

Geschichten:

Michael Strogoff – Der Kurier des Zaren
20.000 Meilen unter dem Meer
Text: Jules Verne 
Zeichnungen: Ramon de la Fuente



Story:

Der zweite Integralband von „Classiccomics“ präsentiert zwei weitere Werke aus der Feder von Jules Verne. „In Kurier des Zaren“ folgen wir dem Sibirier Michael Strogoff quer durch Russland. Der Kurier des Zaren soll eine Depesche nach Irkutsk zu bringen. Mit der Nachricht soll der Großfürst, der Bruder des Zaren, vor Verrat gewarnt werden. In „20.000 Meilen unter dem Meer“ begeben wir uns unfreiwillig mit Professor Aronnax, seinem Diener Conseil und dem kanadischen Harpunier Ned Land an Bord der Nautilus und treffen dort auf den geheimnisvollen Kapitän Nemo. Die Geschichte, die sich daraufhin entwickelt ist so bekannt, dass eine Inhaltswiedergabe an dieser Stelle nicht notwendig ist. 
Auf insgesamt 31 umfangreich bebilderten redaktionelle Seiten erhalten wir zusätzliche Informationen zum Autoren Jules Verne sowie zu den beiden abgedruckten Werken. 



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Zwischen 1974 und 1978 brachte es der Verlag „Schwager & Steinlein“ auf insgesamt 13 Classiccomics. Vertreten waren die Abenteuergeschichten der Weltliteratur – von Jules Verne bis James Fenimore Cooper. Gezeichnet und umgesetzt wurden die Geschichten von dem spanischen Künstler Ramon de la Fuente. Kult Comics widmet sich dieser Reihe des zumeist unterschätzten Zeichners und bringt dabei auch bisher in Deutschland unveröffentlichtes Material heraus. Im zweiten Band sind die Bände 9 und 7 der ehemals bei „Schwager & Steinlein“ verlegten Bände enthalten. 
Jules Verne ist der Hammer. Seit Kindesbeinen begeistern mich seine Geschichten: Zuerst als Hörspiele, dann oftmals als TV-Serien (so fand ich beispielsweise die Serie zu „Kurier des Zaren“ mit Raimund Harmstorf großartig), komischerweise erst sehr viel später als Romane und nun auch endlich als Comic. Vernes ursprünglicher Antrieb ist das Reisen. Quasi die NDR-Fernsehreihe „Menschen, Länder, Abenteuer“ im 19. Jahrhundert. Über seine Geschichten sind so unzählig viele wissenschaftliche Texte verfasst worden, die belegen, mit welcher Akribie und Liebe zur Natur der Franzose sein Werk verfasst hat.
De la Fuenta hat großartiges vollbracht, indem er diese Romane in die 9. Kunst adaptiert hat. Sein verwaschener Stil, der durch die neue Reproduktionstechnik (für die Neuedition der Classiccomics wurden alle Seiten neu eingescannt) endlich auch ansprechend zur Geltung kommt, entfaltet vor allem in dem wässrigen Abenteuer „20000 Meilen unter dem Meer“ seine ganze Kraft. Egal, ob sich die „Lincoln“ durch stumaufgewühltes Meer kämpft oder die „Nautilus“ in den Tiefen der Ozeane umherstreift, immer steht Wasser im Mittelpunkt. Wie gemacht für de la Feuentes Stil.
An der Neuedition gefällt mir besonders, dass der Verlag nicht die alten Vorlagen verwendet hat, sondern alles wie neues Material behandelt hat. Neben der viel besseren Reproduktion der einzelnen Seiten macht sich das vor allem in den Übersetzungen bemerkbar. Viele Details, die bei der alten Ausgabe in einem Farbmix einfach verschwanden, sind nun endlich sichtbar gemacht.
Die Übersetzung der Bände ist auch neu und wer zufällig noch ein altes Exemplar der „Schwager & Steinlein“-Version im Schrank hat, sollte sich hier die Unterschiede einmal genau ansehen. Beispiel? Als sich Strogoff in einem Trupp Gefangener bewegt, aber von den bewachenden Tataren noch nicht als der Kurier entdeckt wurde, sagt er lediglich im Original: „Ich muss fliehen und nach Irkusk gelangen, egal wie“. Bei der „Schwager & Steinlein“-Version aus den 1970er-Jahren hingegen: „Noch haben sie mich nicht erkannt. Und noch habe ich den Brief des Zaren. Hm, Zeit ist alles“. Mit dieser Übersetzung entfernt sich die alte Version nicht nur vom original, sondern zerstört auch gleichzeitig eine große Leistung Fuentes. Was ich im Bild sehe, muss nicht zusätzlich erklärt werden. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Literaturadaptionen schafft es de la Fuente ohne erläuternde Texte voranzukommen. Er nutzt einzig die Dialoge für seine Erzählung.



Fazit:

Der kultige Klassiker endlich in einer ihm gebührenden Edition. Kult Comics hat alles richtig gemacht und offeriert einen zeitlosen Klassiker der Abenteuercomics. Ich gebe neun von zehn Riesenkraken.



Classiccomics – Integral 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Classiccomics – Integral 2

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Kult Comics

Preis:
€ 30

ISBN 13:
978-3-96430-127-7

152 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Klassiker in angemessener Edition
  • Schöner Druck
  • Redaktionelle Seiten
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 21.07.2021
Kategorie: Alben
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