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Comic-Besprechung - Spider-Woman 1: Familiengeheimnisse

Geschichten:
Spider-Woman 1: Familiengeheimnisse (Spider-Woman 1 - 5)
Autor: Karla Pacheco, Zeichner: Mattia De Iulis, Pere Perez, Paulo Siqueira, Inker: Mattia De Iulis, Pere Perez, Oren Junior, Colorist: Frank D`Armata, Mattia De Iulis

Story:
Jessica ist pleite. Als Superheldin verdient sie kein Geld und ihre Privatdetektei bringt kaum noch etwas ein. Schließlich entscheidet sie sich dafür, als Bodyguard zu arbeiten während Porcupine sich um Jessicas Sohn kümmert. Doch schon der erste Einsatz gibt Spider-Woman gut zu tun. Doch fühlt sie sich nicht gut, sondern wird sogar ernsthaft krank. Die Experimente welche ihr ihre Kräfte gaben, holen sie nun ein und auch die komplexe Familiengeschichte.


Meinung:
Endlich mal wieder ein Band aus dem Hause Marvel der die ursprünglichen Stärken des Verlagshauses verdeutlicht. Es wird nicht wieder ein neuer Event durch Mini-Serien und fortlaufende Serien gejagt, sondern eine Hauptfigur und ihre Probleme in den Mittelpunkt gestellt. Schon die letzte Solo-Serie von Spider-Woman war sehr stark und so freut man sich auf die nächste Solo-Serie.

Und zu Beginn ist man auch beruhigt: es wurde nicht alles über Bord geworfen und die Figur nicht komplett neu definiert. Warum sollte man ihr auch das Besondere nehmen, was so hervorragend funktioniert hat? Jessica ist immer noch alleinerziehende Mutter, wobei ihr der Ex-Schurke Porcupine hilft dessen Tollpatschigkeit auch für manche komische Momente sorgt. Allerdings zahlte sich die Privatdetektei nicht aus und so ist Jessica pleite. Das gibt neue und einige tragikomische Momente da man sich einen Superhelden ohne Geld einfach nicht vorstellen kann, der sich für eine Taxifahrt Geld von Teamkollegen leihen muss. Aber gerade dieser Aspekt macht die Figur noch realistischer und sympathischer da sich jede und jeder hineinfühlen kann der mal in einem finanziellen Engpass war. So entschließt sich Jessica als Bodyguard zu arbeiten, was dann die Handlung in Gang bringt.

Hier zeigt sich das sie mehr als eine starke Frau mit Kräften ist, zudem sehr sexy, sondern auch viel emotionalen Ballast mit sich herumschleppt was aus ihrem komplexen und dramatischen Familienhintergrund erwächst. Das spielt hier eine wichtige Rolle, aber nach einem sehr starken Auftakt mit einer problembeladenen Heldin, die dann auch noch krank wird und verzweifelt nach einer Heilung löst, wird dieser spannende Teil nur als Aufhänger für das weitere genutzt. Was eigentlich überflüssig gewesen ist, denn die Weiterverfolgung der genannten Aspekte wäre schon reizvoll genug gewesen. Aber es musste wohl alles größer und größer werden und so schwächelt dann die zweite Hälfte deutlich. So liegt hier eine deutliche Überkonstruktion mit Einbezug der Vergangenheit der Heldin vor welche nicht sonderlich glaubwürdig ist. Zudem werden Reminiszenzen an die unsägliche Klon-Saga bei Spider-Man geweckt, was einer Heldin die einen ähnlichen Namen trägt nicht gut tut, da sie so auch dramaturgisch als Abklatsch wahrgenommen werden könnte. Klone sind mittlerweile in dem Superheldengenre so dermaßen abgedroschen wie der ständige Gedächtnisverlust von Wolverine.

Dabei fing das alles so gut an. Man fragte sich warum Spider-Woman bei ihrem neuen Job so ungewohnt launisch und auch brutal ist. Aber eben auch krank was eben schon spannend genug gewesen wäre. Aber im Bemühen immer noch einen drauf zu setzen, wird man unglaubwürdig, obwohl einige Aspekte noch Folgen in den nächsten Bänden haben dürfte, weswegen man ihr trotz schwacher zweiter Hälfte noch eine Chance gibt. Vielleicht können sich dann  die Zeichnungen auch von ihrer sich ständig wiederholenden Struktur etwas lösen. Man erkennt schnell, das nach so und so viel Seiten wieder eine Actionszene kommt, die zwar interessant gestaltet sind, aber immer nach demselben zeichnerischen Schema ablaufen. Hier täte etwas mehr Abwechslung ganz gut. Hoffentlich sieht man also im nächsten Band eine Kehrtwende, auch wenn es absehbar ist, dass ein Ausflug in das All stattfinden wird, welches den Realismus der tollen Heldin wieder vernachlässigen wird. Aber man gibt ihr gerne noch eine Chance.


Fazit:
Nach einem starken Auftakt, schwächelt der Band zunehmend in dem Bemühen immer noch einen draufsetzen zu wollen, was zunehmend unglaubwürdig wird. Doch einige Aspekte lassen einen die Fortsetzung erwarten. Hoffentlich kann da das Ruder bei der sympathischen Heldin noch rumgerissen werden.


Spider-Woman 1: Familiengeheimnisse - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spider-Woman 1: Familiengeheimnisse

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 17,00

ISBN 10:
3741619310

ISBN 13:
978-3741619311

136 Seiten

Positiv aufgefallen
  • sympathische Heldin mit Alltagssorgen
  • spannende erste Hälfte
Negativ aufgefallen
  • schwache zweite Hälfte
  • unglaubwürdige Entwicklungen
  • Klon-Klischee
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Rezension vom: 18.05.2021
Kategorie: Hefte
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