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Comic-Besprechung - Birds of Prey: Das Kartell der Teufelsbräute

Geschichten:
Birds of Prey: Das Kartell der Teufelsbräute (Birds of Prey 1)
Autor: Brian Azzarello, Zeichner: Emanuela Lupacchino, Inker: Ray McCarthy, Colorist: Trish Mulvihill, John Kalisz


Story:
Aus heiterem Himmel bekommt Black Canary einen Anruf eines alten Freundes. Allerdings ist dieses sein letztes Lebenszeichen, denn der Agent wird von einem Drogenkartell brutal ermordet. Als diese in Gotham ankommen wird Huntress von Montoya auf die Dealer angesetzt. Bei der Beschattung läuft ihnen auch noch Harley Quinn über den Weg. Zusammen nehmen sie den Kampf gegen das brutale Kartell auf. Wenn sie sich denn zusammenraufen können.


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Nun gibt es also auch die Birds of Prey unter dem Black Label, dem Imprint von DC unter dem Geschichten veröffentlicht werden die sich eher an Erwachsene richten und Geschichten außerhalb der Kontinuität erzählen. Da im Black Label alles möglich ist, bis hin zu komplett neuen Interpretationen bekannter Figuren, und ein Starautor wie Brian Azzarello die Feder schwang konnte man sehr gespannt sein wie die Birds of Prey neu definiert werden.

Die Antwort ist kurz und knapp: gar nicht.  Viele Fans der Superheldinnentruppe dürften da beruhigt sein, andere sehen sich eher enttäuscht. Jedenfalls wenn sie einen frischen Ansatz hätten sehen wollen. Es wird dabei der Verdacht geweckt das der Mut zum Experiment fehlte und nicht eine potentielle Leserschaft verschreckt werden soll die erst durch den letzten Film zu der Reihe um die Damen gefunden hat. So ist die Story Das Kartell der Teufelsbräute zwar losgelöst von der Kontinuität und erzählt ein in sich abgeschlossenes Abenteuer, bezieht sich aber immer wieder auf Ereignisse in den Serien. Vorwissen ist zwar nicht zwingend nötig, aber es gibt einzelne Aspekte die Neueinsteiger irritieren dürften. So wird zu Beginn Harley Quinn aus der Suicide Squad entlassen da sie nun ihre Schuld abgetragen hat. Black Canary ist wie in den New 52 eine Sängerin einer Rock-Band, Huntress ist unverändert eine Mafia-Jägerin die vor tödlicher Gewalt nicht zurückschreckt und die Polizistin Renee Montoya ist ein desillusionierter Cop. Batgirl fehlt, es wird aber mal auf sie verwiesen. Man sieht: es gibt einige bekannte Aspekte und die Charaktere werden auch nicht gänzlich neu definiert. Eine komplette Eigenständigkeit ist also nicht gegeben, aber das verzeiht man Azzarello locker, denn das Abenteuer ist hervorragend.

Die explizite Gewalt rechtfertigt die Veröffentlichung unter dem Black Label, denn es geht hier durchaus brutal zu und es fliegen wortwörtlich die Köpfe. Zudem sind die Zeichnungen von Emanuela Lupacchino sehr sexy. Aber da eine Frau die Bilder gezeichnet hat wirkt das nicht plump oder sexualisiert mit den sogenannten Broken Back Posen, sondern die Damen strahlen Selbstbewusstsein und Stärke aus. So mag es Fans befremden wenn angedeutet wird, dass Black Canary, um sich von Trauer abzulenken, wohl mit mehreren Männern Sex hat, aber sie hat nie etwas unterwürfiges, sondern besitzt immer die Kontrolle.

Am Anfang laufen die einzelnen Fäden der Heldinnen nebeneinander her. Sie kennen sich, aber als Team müssen sie sich mit dem Neuzugang Harley Quinn noch zusammenraufen. Es ist wohl kein Zufall, dass hier dieselbe Besetzung wie im Film auftaucht. Aber das macht nichts, da die Dynamik stimmt und gerade Harley für einige richtige Lacher sorgt.  Aber es wird auch die Tragik im Charakter herausgearbeitet und eine geschundene, verletzte Seele unter der Maske des Clowns aufgezeigt womit sie die Sympathien auf ihrer Seite hat. Vor allem aber wird die Zwiespältigkeit des Vigilantentums aufgezeigt, denn die Birds of Prey werden hier benutzt. Vor allem von Montoya die nicht nur Huntress auf ein Kartell ansetzt, mit denen Black Canary noch eine Rechnung offen hat, sondern auch um Schlimmeres zu vermeiden die Dinge erst in Gang setzt. Damit ist Montoya indirekt für fast alle Todesfälle in der Geschichte verantwortlich. Man merkt also: in dem schmalen Band herrscht die Dynamik nicht nur bei der Action vor, wo sie sehr wirkungsvoll umgesetzt ist, sondern auch zwischen und innerhalb der Charaktere weswegen die Lektüre spannend und unterhaltsam ist.

Das dürfte nicht nur Fans interessieren, sondern auch für Neueinsteiger und Gelegenheitsleser ein Anreiz sein. Der in Teilen offene Schluss lässt auf eine Fortsetzung hoffen, obwohl diese wohl nicht angedacht ist.


Fazit:
Auch wenn diese in sich abgeschlossene Geschichte unter dem Black Label nicht komplett von der Kontinuität losgelöst ist, bietet sie hervorragende Unterhaltung. Dabei ist nicht nur die Action wichtig, sondern auch die Charaktere inklusive ihrer Schattenseiten. Stark.


Birds of Prey: Das Kartell der Teufelsbräute - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Birds of Prey: Das Kartell der Teufelsbräute

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 13

ISBN 10:
3741622303

ISBN 13:
978-3741622304

100 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Action und Humor
  • Charaktere auch mit Schattenseiten
  • Spannung und Dramatik
Negativ aufgefallen
  • keine komplette Neudefinition
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 24.03.2021
Kategorie: Birds of Prey
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