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Comic-Besprechung - Something is Killing the Children

Geschichten:
Something is killing the Children 1 (Something is killing the Children)
Autor: James Tynion IV, Zeichner: Werther Dell`Edera, Colorist: Miquel Muerto


Story:
In dem kleinen Ort Archer`s Peak trügt die Ruhe. Denn nach und nach verschwinden hier Kinder. Als eines Tages ein Jugendlicher von Monstern berichtet die seine Freunde ermordet haben, glaubt ihm natürlich keiner und er gerät unter Verdacht. Doch sein Bericht lockt schließlich die Monsterjägerin Erica Slaughter in den Ort. Und sie muss erfahren das der Junge nicht nur recht hat, sondern alles noch viel schlimmer ist.


Meinung:
Laut Backcover ist die Serie Something is killing the Children ein Überraschungshit in den USA gewesen. Dabei sind die Macher ja eigentlich keine Unbekannten, dürften also ihre Fanbasis besitzen. Autor James Tynion IV hat schließlich schon einige Batman-Geschichten geschrieben und den Zeichner Werther Dell`Edera kennt man hierzulande vor allem für seine Zeichnungen zu der Serie Loveless. Keine Unbekannten also.

Vielleicht ist der überraschende Erfolg darin zu suchen, dass die Story erst einmal alles andere als originell klingt. In einem kleinen Ort verschwinden immer wieder Kinder. Bis ein Überlebender auftaucht und eine wirre Geschichte erzählt. Statt anderer Kinder findet man schrecklich verstümmelte Leichen und man ahnt, dass die Verschwundenen nicht lebend wieder auftauchen werden. Dann taucht eine Monsterjägerin auf mit dem sprechenden Nachnamen Slaughter (was auf Deutsch Schlachter bedeutet). Subtil ist das alles nicht gerade und das Grundmuster mit einer toughen Jägerin die im Auftrag einer Geheimorganisation Jagd auf Monster macht ist aufgrund der vielen TV-Serien mit ausufernden Staffeln und vielen Comicreihen mittlerweile schon ein Klischee geworden.

Aber wie es halt so mit Klischees ist: es kommt immer darauf an wie es präsentiert wird. Und das funktioniert hier sehr gut was ein Grund für den Erfolg darstellen dürfte. Schon das erste Panel der Erzählung scheint die Betrachterin oder den Betrachter direkt anzusprechen und das kindliche Spiel der Heranwachsenden unterstreicht nur das Grundmuster aller Gruselgeschichten. Es wird eine spannende Geschichte erzählt, um die anderen zu gruseln und sich gegenseitig Mut zuzusprechen. Nur das die Lagerfeuerromantik hier in einem Zimmer spielt. Es kommt ein sehr geschickter Bruch wenn nach einem Seitenwechsel auch die Szene wechselt wobei das erste Panel der Seite das letzte der vorhergehenden spiegelt. Schon anhand dieser ersten Seiten die einerseits traditionell wirken aber wirkungsvoll aufgebaut sind, haben Tynion und Dell`Edera die Leserschaft am Haken.

Obligatorisch ist dann die Vorstellung der (Anti-)Heldin mit einer Actionszene. Auch diese ist zeichnerisch sehr geschickt aufgebaut. Generell gewinnt die Heldin Erica Slaughter hier vor allem durch die Zeichnungen an charakterlicher Tiefe. Nach den Dialogen ist sie tough und zynisch und wirkt abgeklärt und erzählt ein um das andere Mal den Leuten was sie gerade denken, was sie tun werden und was Erica dagegen unternehmen wird. So nach dem Motto: „Kenne ich schon alles. Alles nach Muster. Erspar mir die Zeit“. Aber genau hier punkten die Zeichnungen die Erica nicht nur Narben und eine grazil athletische Figur verpassen welche das kämpferische unterstreicht ohne zu übertreiben, sondern durch die Körperhaltung, die Blicke, wird immer wieder auch die Bürde der Jagd deutlich. So sind die Dialoge dann auch nicht immer tough, sondern wirken eher müde, weil die immer gleichen Situationen die Jägerin auslaugen. Erica wirkt stark und verletzlich zugleich und das ist eine große zeichnerische Kunst welche ansonsten nur im Film funktioniert durch die Leistung einer Schauspielerin.

Auch ist lobenswert das hier nicht nur Action geboten wird, sondern auch die Psyche einiger Bewohner beleuchtet wird, was Erica in zusätzliche Gefahr bringt. Sie muss nicht nur gegen Monster kämpfen, sondern auch gegen das Gesetz und misstrauische Einwohner.

Natürlich ist der Band jetzt nicht die ganz große Comickunst und er will auch nichts anderes als unterhalten. Aber es gibt immer wieder einige Szenen welche den Band aus dem Einheitsbrei der Klischees der Monsterjagden hervorheben und deswegen für Fans des Genres empfehlenswert ist. 


Fazit:
Ausgangslage und Story klingen nach Klischee, aber dieses wird hervorragend präsentiert. Gerade in den Zeichnungen bekommt die Heldin Tiefe und man wird durch die geschickt aufgebauten Seiten unweigerlich in die Geschichte gezogen. Für Monsterfans ein Muss.


Something is Killing the Children - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Something is Killing the Children

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 19,80

ISBN 10:
3962195572

ISBN 13:
978-3962195571

144 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • Heldin durch Zeichnungen charakterisiert
  • Aufbau der Geschichte
Negativ aufgefallen
  • klischeehafte Ausgangslage
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Rezension vom: 21.01.2021
Kategorie: Alben
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