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Comic-Besprechung - Lazarus Risen 1

Geschichten:
Lazarus Risen 1 (Lazarus 6)
Autor: Greg Rucka, Zeichner: Michael Lark, Tyler Boss, Colorist: Santi Arcas


Story:
Nachdem Forever, Lazarus der Familie Carlyle, erkennen musste das sie von ihrem vermeintlichen Vater manipuliert worden war, gehört ihre Loyalität nun Johanna welche die Familiengeschäfte übernommen hat. Dabei ist die Lage nicht gerade gut, denn der Krieg zwischen den Familien hat Carlyle Territorium gekostet und hohe Verluste verursacht. Doch nun holen Johanna und Forever zum Gegenschlag aus. Doch kann es Forever wirklich mit den anderen Lazarus aufnehmen?


Meinung:
Die Nummerierung dieses Bandes ist etwas verwirrend. Aufgrund des Untertitels von Lazarus, also Risen und der neuen Nummer 1, kann man ein Spin-Off erwarten oder einen komplett neuen Handlungsbogen der eine neue Nummer rechtfertigt. Beides ist hier aber nicht der Fall. Lazarus Risen 1 entspricht dem sechsten Tradepaperback der amerikanischen Serie Lazarus.

Somit ist hier kein großer Bruch zu erwarten, sondern die Fortsetzung  der laufenden Serie. Fans können also beruhigt zugreifen während Gelegenheitsleser und Neueinsteiger sich hier erst noch zurechtfinden müssen. Geboten wird die hier schon bekannte Science-Fiction-Action in einer dystopischen Zukunft die gar nicht so weit in der Zukunft zu sein scheint. Die Saga ist zwar eine Dystopie, aber keine Space Opera. Immerhin wird hier auch eine Sozialkritik geübt die nicht aufgesetzt wirkt, sondern  in der Handlung immer eine Rolle spielt. Die Erde ist in Einflusssphären aufgeteilt. Staaten gibt es nicht mehr, nur Familien deren Wirtschaftsmacht ganze Erdteile beherrscht. Statt Staaten gibt es also Herrscherfamilien welche wie mittelalterliche Monarchen über ihr Gebiet herrschen, eigene Armeen besitzen und sich mit anderen Familien bekriegen. Die Sozialkritik beläuft sich nun darauf, dass die Herrscher nicht durch vermeintlich blaublütiges Blut legitimiert sind, sondern allein durch die Wirtschaftskraft und vor allem darin wie der Status all derer ist die nicht zur Familie gehören. Da gibt es etwa die Knechte, die leitende Positionen innehaben, und die einfachen Arbeiter werden schlicht als Müll bezeichnet und zählen in den Statistiken nicht. Diese Aspekte kommen in der Serie immer wieder vor. Und auch wenn es hauptsächlich um Action geht und wie die jeweiligen hochgezüchteten Killer, genannt Lazarus, der Familien gegeneinander vorgehen, so ist die Szene die in diesem Band am meisten beeindruckt doch diejenige wie ein Familienmitglied um den Kollateralschaden des Krieges weint. Was noch Konsequenzen in dem nächsten Band haben kann.

Die Heldin der Serie, Forever, ist die Elite-Kriegerin, also der Lazarus, der Familie Carlyle. Sie musste in dem vorhergehenden Band feststellen das sie manipuliert worden war und keine leibliche Tochter des Patriarchen Carlyle ist, wie gedacht, sondern in einem Labor gezüchtet wurde. So kommt sie nun in Loyalitätskonflikte und hat sich von ihrem Vater gelöst. Stattdessen ist ihre „Schwester“ das neue Subjekt ihrer Loyalität und man fragt sich den ganzen Band über ob nicht auch sie Forever betrügen wird. Loyalität und Verrat schwelt während der ganzen Lektüre mit und macht die Action dann auch sehr spannend da man nicht weiß wer wem vertrauen kann und wie die Action ausgehen wird. Auch wer gerade was plant ist nicht sicher und Intrigen und Verrat lauern überall.

Dennoch steht hier die Action im Vordergrund. Und es geht darum wie man im Krieg verlorenen Boden wieder gut machen kann. Die detaillierten naturalistischen Zeichnungen von Michael Lark geben dem Setting dabei genau so viel Aufmerksamkeit wie den Figuren. Diese könnten manchmal etwas statisch wirken, aber auch wenn in den Actionszenen die Gliedmaßen teilweise etwas arg gestreckt wirken, so sind die Zeichnungen doch immer dynamisch, was sich auch in lebendigem Minenspiel zeigt.

Der Band ist eine spannende Lektüre weil hier alles möglich und niemand sicher ist. Es ist schon symptomatisch für die Stärke das der Cliffhanger am Ende des Bandes einer Actionsaga denn auch weniger Handlungsbetont ist, sondern vielmehr einen emotionalen Moment in den Fokus stellt und das Kernproblem der Heldin kulminieren lässt. Auf jeden Fall sollte man hier reinschauen.


Fazit:
Auch wenn die Action im Vordergrund steht, so herrscht doch eine verunsicherte Stimmung vor, da man nie weiß wem man trauen kann. So werden im Schatten der Kämpfe auch nie die Charaktere und die Emotionen vergessen. Neueinsteiger werden sich aber nur schwer einfinden, ansonsten empfiehlt sich der Band.


Lazarus Risen 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lazarus Risen 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 22,00

ISBN 10:
3958392237

ISBN 13:
978-3958392236

152 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Action, Spannung, Dramatik
  • Sozialkritik
  • realistische Zeichnungen
  • Emotionen und Charaktere gehen nicht in Action unter
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 04.02.2021
Kategorie: Lazarus
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