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Comic-Besprechung - Hillmann – Ein Zeichner und seine Welten

Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Als ich mich mit fünf Jahren das erste Mal für eine Comicgeschichte begeisterte, konnte ich natürlich nicht ahnen, was das für Folgen haben würde. „Tim im Kongo“ war lustig anzusehen und ich verstand die Geschichte auch ohne lesen zu können. Der Funke war entstanden, der das Feuer starten würde. Mit den Jahren erweiterte sich mein Geschmack und vor allem wagte ich immer wieder den Blick über den Comictellerrand in benachbarte Kunstformen. Da lag die Illustration sehr nahe. Und so traf ich das erste Mal auf den Namen Hans Hillmann. Beim Avant-Verlag ist nun endlich mit „Hillmann – Ein Zeichner und seine Welten“ ein Werk erschienen, dass ausführlich Einblick in sein Schaffen gibt. 33 x 22 Zentimetern misst die neue Ausgabe der Arbeiten von Hillmann. Und mit satten 264 Seiten ist das Werk ein echter Ziegelstein. 
Freilich wusste ich damals noch nicht, dass sich der Ruhm Hillmanns unter anderem tatsächlich auf einen Comic begründet. 250 Splashpages, ganzseitige Panels, Texte im Bild statt Sprechblasen, so sah sein Comic „Fliegenpapier“ aus, nach einer Geschichte von Dashiell Hammetts. Als das einzigartige werk 2018 in Frankreich erschien, verfasste Art Spiegelmann ein enthusiastisches Vorwort. Hillmann wurde vor allem für seine Plakate bekannt und auch wenn diese bei dem vorliegenden Band nicht vorkommen, so ist es dennoch eine Fundgrube für Liebhaber seiner Arbeiten. „Denn die Prämisse dieser Zusammenstellung war, verstreute oder nur kleinteilig veröffentlichte Arbeiten erstmals in einem Buch zu bündeln, das dem reichhaltigen illustrativen Schaffen Hans Hillmanns gerecht wird“, heißt es in der editorischen Notiz.
In dem umfangreichen Vorwort, dass Andreas Platthaus verfasst hat, stellt der Comicexperte die ästhetische Verwandtschaft von Hillmanns Bildsprache mit Werner Tübke und Klaus Ensikat fest. Er versucht sich an einer Einordnung in die deutsche Kunstgeschichte und gibt Einblicke in seine Plakatgestaltung. Dabei haben sich die Herausgeber bei der Widergabe der Werk nicht an die Chronologie gehalten, sondern die Zeichnungen nach inhaltlichen und formalen Aspekten sortiert. Wer dennoch gerne wissen will, ob das gerade betrachtete Werk aus der Früh- oder Spätphase des Künstlers stammte, profitiert davon, dass Hillmann die meisten seiner Werke mit einer Jahreszahl versehen hat. 
Das Werk gliedert sich in fünf Abschnitte und unterteilt so das Oeuvre des Künstlers. In „Städte und weitere Landschaften“ porträtiert Hillmann Land und Leute. Vornehmlich aus seinen Italienreisen. Hinzukommen noch Landschaften, die der Phantasie des Künstlers entsprungen sind. „Berühmte Liebespaare“ vereint die Illustrationen, die für die gleichnamige Artikelserie in der FAZ zwischen 1990 und 1995 erschienen sind. Wie die kurze Einleitung zu „Sequenzen“ verrät, stand Hillmann sequenzieller Bildkunst, also Comics, kritisch gegenüber. Dennoch werden in diesem Abschnitt kleine Sequenzen gezeigt, die Comics sind, ohne klassische Geschichten zu erzählen. „Faune, schwarze Schafe und andere Menschen“ enthält Variationen seines Werkes. Seine Zitate an sich selbe. Und schließlich wird in „Vom Zeichentisch und aus dem Skizzenbuch“ ein Blick in die Schaffensphase des Künstlers gegeben. 



Fazit:
Hillmann ist einer der interessantesten Illustratoren, die wir in Deutschland hatten. Das vorliegende Werk ist längst überfällig und gibt einen tollen Einblick in sein Schaffen. Allen emphohlen, die auch mal links und rechts neben der neunten Kunst gucken wollen.



Hillmann – Ein Zeichner und seine Welten - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Hillmann – Ein Zeichner und seine Welten

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Avant Verlag

Preis:
€ 50

ISBN 13:
978-3-966445-026-5

264 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Aufmachung!
  • Informationsgehalt
  • Guter Überblick übers Oeuvre
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 14.01.2021
Kategorie: Alben
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