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Comic-Besprechung - Sillage 20: Update

Geschichten:
Sillage 20: Update
Autor: Jean David Morvan, Zeichner / Colorist: Philippe Buchet


Story:
Als Nävis zwei Verbrecher einfängt, stösst sie auf eine Datei welche ihr mehr über ihre Vergangenheit offenbaren kann. Nachdem es ihr gelingt, den Sicherheitscode zu knacken, erfährt sie von einem Raumschiff welches Menschen zu einem anderen Planeten bringen sollte, um diesen zu kolonisieren. Als zwei Polizisten einen Todesfall untersuchen, offenbaren sich auch die Bruchstellen in der Gesellschaft.

Meinung:
Den Anfang des zwanzigsten Bandes der Science-Fiction-Serie Sillage muss man erst einmal einfach so hinnehmen. Dramaturgisch ist das schon eine relativ freche Volte. Während Nävis zwei flüchtige Verbrecher festnimmt, was immerhin für einen actionreichen Auftakt sorgt, entdeckt sie eine Datei welche ihr wohl mehr über ihre Vergangenheit offenbaren könne. Warum die beiden galaktischen Gauner direkt nach der Befreiungsaktion ausgerechnet Daten klauen wollen? Keine Ahnung. Wie Nävis auf einem kleinen Speicherstick, nicht größer als ein USB-Stick, der in der Schwerelosigkeit um sie herum schwirrt ihren Namen erkennen will? Keine Ahnung. Und warum jemand einen geheimen Inhalt auch noch einen Namen gibt der zumindest die Richtung des geheimen Inhalts offenbart, ist äußerst unlogisch.

Der Auftakt ist also sehr bemüht und nicht gerade logisch. Vielleicht klärt sich das ja im nächsten Band und ist nur der Auftakt zu der nächsten Intrige deren Opfer Nävis werden soll. Das letzte Panel des Bandes deutet das jedenfalls an. Aber überzeugen tut es nicht. Erstaunlicherweise verlässt die Leserschaft auch Nävis, sobald die geheime Datei geknackt ist und bis zur letzten Seite taucht die Heldin nicht mehr auf. Das ist dramaturgisch wiederum recht geschickt gemacht. Denn indem nur geschildert wird was in der Datei enthalten ist, erlaubt es den Autoren eine Geschichte zu erzählen die mit dem eigentlichen Handlungsstrang der Serie zunächst nichts zu tun hat, aber dennoch damit verknüpft werden kann. Was den Band auch für Leserinnen und Leser interessant machen könnte, die bislang von der großen Quantität der Serie abgeschreckt werden.

Auf einem Raumschiff dessen Besatzung einen fremden Planeten kolonisieren soll werden zwei Polizisten aus dem Kälteschlaf geweckt, um einen mysteriösen Todesfall zu untersuchen. Da alle Besatzungsmitglieder Menschen sind, weiß man schon um die Verbindung zu Nävis da diese ja als letzter Mensch gilt. Jedenfalls geht es hier vorrangig um einen Kriminalfall der in der klaustrophobischen Enge eines Raumschiffes spielt. Aber die Nutzung der Kombination aus Krimi und Science-Fiction erlaubt auch wieder eine gehörige Sozialkritik und im Zuge der Ermittlungen erfährt die Leserschaft auch immer mehr über die menschliche Gesellschaft der Zukunft. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist so groß geworden das sich bereits Kasten ausgebildet haben und die Armen, um ihre Vermehrung zu verhindern, unfruchtbar gemacht worden sind. Natürlich kann diese strikte Ordnung der Unterdrückung nicht Bestand haben. Interessant ist hier auch die Rolle der Religion. Einerseits ist sie ein Machtfaktor der herrschenden Klasse. Was sie historisch auch immer schon gewesen ist, da Religion auch oft die Herrschaft legitimierte. Andererseits ist sie auch ein Mittel der Revolte und Trostspender der Unterdrückten. Das war auch immer der Fall und gerade der Beginn des Christentums mit der Aussage der Bergpredigt war nichts anderes als eine Revolution.

In der Verknüpfung all dieser Elemente die auch die Story bedingen da sie die Handlungen der Figuren antreibt ist der Band durchaus gelungen und lässt für Fans auch noch genügend Fragen offen, um den Abenteuern gerne weiterhin zu folgen. Der schwache Auftakt gerät da durchaus aus dem Blick.


Fazit:
Von dem schwachen und unlogischen Auftakt sollte man sich nicht abschrecken lassen, da dieser Science-Fiction-Krimi  wieder mit der Sozialkritik eine der großen Stärken der Serie reaktiviert.


Sillage 20: Update - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sillage 20: Update

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12,00

ISBN 13:
978-3551765802

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Sozialkritik
  • gelungener Sci-Fi-Krimi-Mix
  • detaillierte Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • schwacher unlogischer Auftakt
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 01.12.2020
Kategorie: Sillage
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