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Comic-Besprechung - Superman Action Comics 4: Schlacht um Metropolis

Geschichten:
Superman Action Comics 4: Schlacht um Metropolis (Action Comics 1017-1021)
Autor: Brian Michael Bendis, Zeichner: John Romita Jr., Inker: Klaus Janson, Colorist: Brad Anderson


Story:
Die Intrigen um Superman sind zu Ende gesponnen und Lex Luthor und seine Legion of Doom holen zum finalen Schlag gegen Superman aus. Als Schlachtfeld wählen sie Metropolis aus, da sie davon ausgehen das hier Superman nicht seine volle Kraft entfalten wird. Gemeinsam mit der Justice League und der Young Justice stellt sich der Stählerne seinen Feinden. Doch Red Cloud und Leviathan könnten sich als das Zünglein an der Waage erweisen.

Meinung:
Nun also kommt es in dem vierten Paperback der Superman Action Comics zu der großen Schlacht. Sie hat sich schon länger angekündigt. Mit all den Geschehnissen um Leviathan, des Jahres der Schurken in dem der stärker gewordene Lex Luthor anderen Schurken Geschenke und sie damit noch gefährlicher machte, und den Intrigen der unsichtbaren Mafia kulminiert nun alles in der Schlacht um Metropolis.

Luthor und seine Verbündeten, welche die Legion of Doom formen, holen zum vernichtenden Schlag gegen Superman aus. Und sie wählen skrupellos ein Schlachtfeld aus auf dem Superman sich und seine Kräfte zurückhalten wird: Metropolis. Es ist durchaus spannend und man will wissen wie sich nun die aufgeladene Spannung nach all den Intrigen entlädt. Aber wie es mit lange angekündigten Begebenheiten dann oft so ist: wenn sie erst einmal eintreten bleibt oft ein etwas schaler Geschmack zurück.

Hier liegt das vor allem an den vielen Rückblenden welche immer wieder die Action unterbrechen und jeweils zeigen wie es zu dieser spezifischen Situation gekommen ist. Man wollte wohl die amerikanische Leserschaft, an welche sich ja die ursprüngliche Veröffentlichung hauptsächlich richtete,  durch immer neue Actionsequenzen bei Laune halten und nicht durch lange vorbereitenden Dialogpassagen herausfordern und deren Aufmerksamkeitsspanne reizen. Oder gehässig gesagt: überreizen. Wie ist es sonst zu erklären, dass einem so hervorragenden Autor wie Brain Michael Bendis so schwere dramaturgische Fehler unterlaufen? Immer wieder wird unnötig der Erzählfluss unterbrochen, immer wieder so billige Tricks angewandt das man das Ergebnis vorwegsieht und nun wissen will, meistens aber eher nicht, wie es dazu gekommen ist. Da gerät dann auch die Struktur außer Kontrolle und es tun sich einige Lücken auf. So fragt man sich wie einige Helden nun auf dem Schlachtfeld besiegt daliegen können und erwartet die Auflösung in einer weiteren Rückblende. Man braucht nicht zu warten: sie kommt nicht.

Zwar ist der Band kontinuierlich spannend und ein Kapitel vollgepackt mit Action hätte recht schnell eintönig werden können, aber es geht auf die Kosten der Einheitlichkeit und der erzählerischen Dichte. Dabei kommen hier zwei noch neue Charaktere vollends zum Tragen und könnten das Zünglein an der Waage bilden: Red Cloud und Leviathan. Da beide ziemlich unberechenbar sind, sorgen sie für eine hohe und gute Dynamik. Leider verkörpert Red Cloud letztendlich hier nur einen billigen Deus ex Machina Effekt und darunter leidet die Glaubwürdigkeit enorm. Ihr Verhalten ist nicht unmittelbar nachvollziehbar und Bendis hätte wohl nicht gewusst wie er aus der Sache herauskommen sollte, wenn er den Charakter voll eingesetzt hätte.

Leviathan hingegen macht wieder seine Vielschichtigkeit deutlich und zeigt das er außerhalb des üblichen Gut und Böse Schemas steht, was die Helden manchmal etwas hilflos zurücklässt und die Leserschaft nie wirklich weiß was man bei ihm erwarten kann. Auch wenn es hier also einige Überraschungen gibt und die Zeichnungen von John Romita Jr. wie üblich kraftvoll, kantig und dynamisch sind, geht im Zuge der großen Schlacht doch einiges an Übersichtlichkeit auf jeder Ebene verloren. Schade, hier wäre angesichts der Hochkaräter im Team und gerade als Kulminationspunkt monatelanger Entwicklungen  deutlich mehr drin gewesen. Für Fans.


Fazit:
Enttäuschend. Zwar gibt es einige sehr gelungene Szenen und der ganze Band ist durchgehend spannend, aber es unterlaufen dramaturgische Fehler und weite Löcher in der Handlung. Für Fans.


Superman Action Comics 4: Schlacht um Metropolis - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Superman Action Comics 4: Schlacht um Metropolis

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 17

ISBN 10:
3741620572

ISBN 13:
978-3741620577

124 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Spannung und Action
  • einige gelungene Szenen mit vielschichtigen Charakteren
Negativ aufgefallen
  • unnötige Rückblenden
  • Lücken in der Story
  • billiger und unglaubwürdiger Deus ex Machina Effekt
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Rezension vom: 21.11.2020
Kategorie: Superman
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